Die Liste der Stolpersteine in Haselünne enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Haselünne verlegt wurden. Mit ihnen soll der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Haselünne lebten und wirkten. Bei zwei Verlegungen seit November 2004 wurden bisher insgesamt 29 Stolpersteine verlegt. (Stand: Juli 2026)
Liste der Stolpersteine Bild Person, Inschrift Adresse Verlegedatum Anmerkung120px|Stolperstein Haselünne Hasestraße 15 Israel Steinburg Hier wohnteIsrael SteinburgJg. 1871deportiert 1942Theresiennstadtermordet 1942 inTreblinka Hasestraße 15120px|Stolpersteinlage Haselünne Hasestraße 15120px|Stolpersteine Haselünne Hasestraße 15 Israel Steinburg wurde am 15. Februar 1871 in Haselünne geboren. Er war mit Minna Steinburg verheiratet und hatte zwei Kinder. Am 31. Juli 1942 wurde er ab Münster in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka. Er wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Hasestraße 15 Minna Steinburg Hier wohnteMinna Steinburggeb. SternbergJg. 1893deportiert 1942Theresiennstadtermordet 1942 inTreblinka Minna Steinburg wurde am 13. April 1893 als Minna Steinberg in Horn-Mielinghausen geboren. Sie war mit Israel Steinburg verheiratet und hatte zwei Kinder. Am 31. Juli 1942 wurde sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka. Sie wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Hasestraße 15 Anneliese Steinburg Hier wohnteAnnelieseSteinburgJg. 1921deportiert 1943Auschwitzbefreit/überlebt Annelise Steinburg wurde am 6. Oktober 1921 als Tochter von Israel und Minna Steinburg in Haselünne geboren. Nach ihrer Deportation kam sie am 19. April 1943 in das KZ Auschwitz und musste im Januar 1945 auf den Todesmarsch nach Westen, den sie überlebte. Als Alisa Schwarz starb sie am 2. Juli 2000 in Regba im Norden Israels.120px|Stolperstein Haselünne Hasestraße 15 Paul Steinburg Hier wohntePaul SteinburgJg. 1924deportiert 1941Rigaermordet 12 1 1943 inAuschwitz Paul Steinberg wurde am 4. Januar 1924 als Sohn von Israel und Minna Steinburg in Haselünne geboren. Zuletzt lebte er in Berlin und wurde von dort am 14. Dezember 1942 in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo er am 12. Januar 1943 ermordet wurde.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 23 Goldiene Fiebelmann Hier wohnteGoldineFiebelmanngeb. HanauerJg. 1873deportiert 1941ermordet inRiga Krummer Dreh 23120px|Stolpersteinlage Haselünne Krummer Dreh 23120px|Stolpersteine Haselünne Krummer Dreh 23 Goldine Fiebelmann wurde am 6. März 1873 als Goldine Hanauer in Winschoten in den Niederlanden geboren. Sie war seit Anfang 1930 verwitwet und hatte drei Töchter. Am 13. Dezember 1941 wurde sie mit ihrer Tochter Frieda und dem Enkel in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 23 Frieda Fiebelmann Hier wohnteFriedaFiebelmannJg. 1910deportiert 1941ermordetinRiga Frieda Fiebelmann wurde am 11. März 1910 als Tochter von Samuel und Goldine Fiebelmann in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie mit ihrer Mutter und ihrem Sohn in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 23 Heinz-Herbert Fiebelmann Hier wohnteHeinz-HerbertFiebelmannJg. 1937deportiert 1941ermordet inRiga Heinz-Herbert Fiebelmann wurde am 24. April 1937 als Sohn von Samuel und Frieda Fiebelmann in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde er mit seiner Mutter und der Großmutter in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt. Er war zu diesem Zeitpunkt vier Jahre alt.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 21 Ida Steinburg Hier wohnteIda Steinburggeb. DammannJg. 1896deportiert 1941ermordet inRiga Krummer Dreh 21120px|Stolpersteinlage Haselünne Krummer Dreh 21120px|Stolpersteine Haselünne Krummer Dreh 21 Ida Steinburg wurde am 29. Februar 1896 als Ida Dammann in Salzdetfurth geboren. Sie war seit Anfang der 1930er Jahre verwitwet und hatte zwei Söhne. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und am 9. August 1944 in das KZ Stutthof. Sie wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 21 Fritz Steinburg Hier wohnteFritz SteinburgJg. 1923deportiert 1941Rigaüberlebt Fritz Steinburg wurde am 1. März 1923 als Sohn von Ida Steinburg in Haselünne geboren. Er wurde 1941 in das Ghetto Riga deportiert, überlebte den Holocaust und starb am 8. November 1987 in Adlkofen.120px|Stolperstein Haselünne Krummer Dreh 21 Hubert Steinburg Hier wohnteHubert SteinburgJg. 1921deportiert 1941Rigaüberlebt Hubert Steinburg wurde am 21. September 1921 als Sohn von Ida Steinburg in Haselünne geboren. Er wurde 1941 in das Ghetto Riga deportiert, überlebte den Holocaust und starb am 14. Januar 1968 in Landshut.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Samuel Steinburg Hier wohnteSamuel SteinburgJg. 1880deportiert 1941ermordet inRiga Nordstraße 3120px|Stolpersteinlage Haselünne Nordstraße 3120px|Stolpersteine Haselünne Nordstraße 3 Samuel Steinburg wurde am 22. Mai 1880 in Haselünne geboren. Er war mit Henny Steinburg verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und von dort in das KZ Stutthof, wo er ermordet wurde. Er wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Henny Steinburg Hier wohnteHenny Steinburggeb. CohenJg. 1891deportiert 1941ermordet inRiga Henny Steinburg wurde am 20. November 1891 als Henny Cohen in Oldersum geboren. Sie war mit Samuel Steinburg verheiratet und hatte drei Kinder. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Hans Steinburg Hier wohnteHansSteinburgJg. 1928deportiert 1941ermordet inRiga Hans Steinburg wurde am 29. Januar 1928 als Sohn von Samuel und Henny Steinburg in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und starb 1944. Er wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Anna Steinburg Hier wohnteAnnaSteinburgJg. 1923deportiert 1941ermordet inRiga Anna Steinburg wurde am 26. Juni 1923 als Tochter von Samuel und Henny Steinburg in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof. Sie wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Hildegard Steinburg Hier wohnteHildegard SteinburgJg. 1925deportiert 1941ermordet inRiga Hildegard Steinburg wurde am 18. Februar 1925 als Tochter von Samuel und Henny Steinburg in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof, wo sie am 11. Januar 1945 ermordet wurde. Sie wurde später für tot erklärt.120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Amalie Steinburg Hier wohnteAmalie SteinburgJg. 1876unfreiwillig verzogen1942 Alfhausendeportiert 1942Schicksal unbekannt 120px|Stolperstein Haselünne Nordstraße 3 Julius Steinburg Hier wohnteJulius SteinburgJg. 1868unfreiwillig verzogen1942 Alfhausentot 4. 2. 1942Krankenhaus Hannover Hier wohnteAlexanderFiebelmannJg. 1887deportiert 1942Rigaermordet 30.6.1942 Petersilienstraße 3 Alexander Fiebelmann wurde am 31. Juli 1887 in Haselünne geboren. Er war mit Mathilde Fiebelmann verheiratet. 1938 wurde er verhaftet und war bis zum 13. Dezember 1938 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt. Hier wohnteMathildeFiebelmanngeb. StraussJg. 1893deportiert 1941ermordet inRiga Mathilde Fiebelmann wurde am 7. Dezember 1893 als Mathilde Strauß in Reinheim geboren. Sie war mit Alexander Fiebelmann verheiratet und hatte zwei Töchter. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und mit Datum 8. Mai 1945 für tot erklärt. Hier wohnteRuthFiebelmannJg. 1922deportiert 1941Rigaermordet 14.1.1945 inStutthof Ruth Fiebelmann wurde am 17. Juni 1922 als Tochter von Alexander und Mathilde Fiebelmann in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und dann weiter in das KZ Stutthof, wo sie am 14. Januar 1945 ermordet wurde. Hier wohnteBeateFiebelmannJg. 1924deportiert 1941ermordet inRiga Beate Fiebelmann wurde am 31. Juli 1924 als Tochter von Alexander und Mathilde Fiebelmann in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und mit Datum 8. Mai 1945 für tot erklärt. 120px Hier wohnteJuliusFiebelmannJg. 1885Flucht 1939 Kanadaüberlebt Petersilienstraße 28zentriert|120px Julius Fiebelmann wurde am 8. Juli 1885 in Haselünne geboren. Er war mit Bertha Fiebelmann verheiratet und hatte eine Tochter. Die Familie flüchtete am 9. Mai 1939 nach Toronto. Julius Fiebelmann starb im Januar 1968 in Woodstock. 120px Hier wohnteBerthaFiebelmanngeb. NathanJg. 1891Flucht 1939 Kanadatot 1944 Bertha Fiebelmann wurde am 4. Mai 1891 als Bertha Nathan in Ruppichteroth geboren. Sie war mit Julius Fiebelmann verheiratet und hatte eine Tochter. Die Familie flüchtete am 9. Mai 1939 nach Toronto. Bertha Fiebelmann starb am 10. Januar 1944 in Woodstock in Kanada. 120px Hier wohnteIlseFiebelmannJg. 1923Flucht 1939 Kanadaüberlebt Ilse Fiebelmann wurde am 11. Januar 1923 als Tochter von Julius und Bertha Fiebelmann in Köln geboren. Sie flüchtete im Mai 1939 mit ihren Eltern nach Toronto und lebt als Ilse Grosberg-Cohen in Willowdale, einem Stadtteil von Toronto.USC Shoah Foundation Institute testimony of Ilse Grosberg-Cohen In: ushmm.org, abgerufen am 26. Juni 2019.Kindheit in der Petersilienstraße In: noz.de, 7. November 2006, abgerufen am 26. Juni 2019. Hier wohnteLeopoldFiebelmannJg. 1884deportiert 1941ermordet inRiga Petersilienstraße 29 Leopold Fiebelmann wurde am 12. April 1884 in Haselünne geboren. Er war mit Rosa Fiebelmann verheiratet und hatte vier Kinder. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und später mit Datum 8. Mai 1945 für tot erklärt. Hier wohnteRosaFiebelmanngeb. PolakJg. 1894deportiert 1941ermordet inRiga Rosa Fiebelmann wurde am 15. Juni 1894 als Rosa Polak in Papenburg geboren. Sie war mit Leopold Fiebelmann verheiratet und hatte vier Kinder. Der 1926 geborene Sohn Helmut starb bereits 1929. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und gilt seitdem als verschollen. Hier wohnteWalterFiebelmannJg. 1924deportiert 1941ermordet inRiga Walter Fiebelmann wurde am 31. August 1924 als Sohn von Leopold und Rosa Fiebelmann in Haselünne geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt. Hier wohnteKurtFiebelmannJg. 1926deportiert 1941KZ Dachaubefreit/überlebt Kurt Wilhelm Fiebelmann wurde am 11. Februar 1926 in Haselünne geboren. Er lebte in Leer (Ostfriesland) und Haselünne. Er wurde 1941 ebenfalls deportiert und kam am 1. August 1944 in das KZ Dachau, wo er 1945 befreit werden konnte. Sein weiteres Schicksal ist ungeklärt.Central DB of Shoah Victims' Names – Kurt Wilhelm Fiebelmann In: yadvashem.org, abgerufen am 26. Juni 2019. (Mit Daten eines Forschers, der die Tötung in Dachau annahm. Die Gedenkstätte Dachau bestätigte jedoch seine Befreiung.)Kurt Fiebelmann In: stevemorse.org, abgerufen am 26. Juni 2019. Hier wohnteRenate ElfriedeFiebelmannJg. 1929deportiert 1941ermordet inRiga Renate Elfriede Fiebelmann wurde am 23. März 1929 als Tochter von Leopold und Rosa Fiebelmann in Haselünne geboren. Sie lebte in Leer und Haselünne. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt.
Verlegungen 10. November 2004: 11 Stolpersteine an drei AdressenCarola Holl: Erste Begegnung ermöglicht Dialog. In: Meppener Tagespost vom 12. November 2004, abgerufen am 24. Juni 2019. 4. Oktober 2006: 16 Stolpersteine an vier Adressen +2 Stolpersteine Nordstraße ergänztBilder
Siehe auch Stolpersteine in Deutschland Stolpersteine in Niedersachsen
Weblinks
stolpersteine.eu
Einzelnachweise