10. Leichtathletik-Europameisterschaften zentriert|100pxDisziplin Hochsprung der MännerStadt Stadion OlympiastadionTeilnehmer 27 Athleten aus 13 LändernWettkampfphase 13. August: Qualifikation14. August: FinaleMedaillengewinner 16px|Gold Gold Kęstutis Šapka () 16px|Silbermedaillen Silber Csaba Dosa () 16px|Bronzemedaillen Bronze Rustam Achmetow () mini|hochkant=2.4| Der Hochsprung der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 wurde am 13. und 14. August 1971 im Olympiastadion von Helsinki ausgetragen.

Für die sowjetischen Hochspringer gab es mit Gold und Bronze zwei Medaillen. Europameister wurde Kęstutis Šapka. Er gewann vor dem Rumänen Csaba Dosa. Bronze ging an Rustam Achmetow.

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord 2,29 m Berkeley, USA 3. Juli 1971, sport-record.de (englisch), abgerufen am 27. Juli 2022 Europarekord 2,28 m Waleri Brumel Moskau, Sowjetunion (heute Russland) 21. Juli 1963, sport-record.de (englisch), abgerufen am 10. November 2022 EM-Rekord 2,21 m EM Belgrad, Jugoslawien (heute Serbien) 16. September 1962 Auch bei diesen Europameisterschaften wurde der seit 1962 bestehende EM-Rekord nicht erreicht. Die drei Medaillengewinner, der sowjetische Europameister Kęstutis Šapka, der rumänische Silbermedaillengewinner Csaba Dosa und der drittplatzierte Rustam Achmetow, ebenfalls Sowjetunion, übersprangen mit 2,20 m die größte Höhe und verfehlten damit den Rekord um lediglich einen Zentimeter. Zum Europarekord fehlten ihnen acht, zum Weltrekord neun Zentimeter.

Rekordverbesserung Es wurde ein neuer Landesrekord aufgestellt: 2,20 m – Csaba Dosa (Rumänien), Finale am 14. August

Qualifikation 13. August 1971, 11:00 Uhr

27 Teilnehmer traten zu einer Qualifikationsrunde in zwei Gruppen an. Siebzehn Athleten (hellblau unterlegt) die Qualifikationshöhe für den direkten Finaleinzug von 2,12 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmern erreicht und die qualifizierten Wettbewerber traten am darauffolgenden Tag zum Finale an.

Soweit bekannt ist die Gruppenzugehörigkeit der Hochspringer in der folgenden Übersicht mit aufgelistet. Platz Name Nation Gruppe Höhe (m) 1 Hermann Magerl A 2,12 2 Rustam Achmetow A 2,12 Stefan Junge B 2,12 Christer Celion B 2,12 Asko Pesonen B 2,12 István Major B 2,12 Csaba Dosa B 2,12 8 Kęstutis Šapka B 2,12 9 Endre Kelemen A 2,12 Walentin Gawrilow A 2,12 11 Wojciech Gołębiowski A 2,12 12 Erminio Azzaro A 2,12 13 Roman Moravec A 2,12 Gian Marco Schivo B 2,12 15 Jiří Palkovský B 2,12 16 József Tihányi B 2,12 17 Branko Vivod B 2,12 18 Jan Dahlgren k. A. 2,10 19 Robert Sainte-Rose 2,10 20 Henri Elliott 2,10 21 Ladislav Borodáč 2,08 22 Kenneth Lundmark 2,08 23 Reijo Vähälä 2,08 24 Lothar Doster 2,05 25 Gunther Spielvogel 2,05 Gérard Lamy 2,05 27 Nurullah Çandan 1,90

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet o übersprungen x ungültig

Finale mini|hochkant=1.1|Bronzemedaillengewinner Rustam Achmetow (Foto: 2009) 14. August 1971, 17:15 Uhr Platz Name Nation Höhe (m) 1,90 m 1,95 m 2,00 m 2,05 m 2,08 m 2,11 m 2,14 m 2,17 m 2,20 m 2,22 m 1 Kęstutis Šapka 2,20 – – – – o xo o xo o xxx 2 Csaba Dosa 2,20 – – – o o xo xxo xxo xo xxx 3 Rustam Achmetow 2,20 – – o o o o o o xxo xxx 4 István Major 2,17 – – – o – o xxo xo xxx 5 Stefan Junge 2,14 – – – o – xo o xxx Asko Pesonen 2,14 – – – – o xo o xxx 7 Wojciech Gołębiowski 2,14 – – – o – xo xxo xxx 8 Endre Kelemen 2,11 – – – o – o xxx 9 József Tihányi 2,11 – – o o – o xxx 10 Walentin Gawrilow 2,11 – – o o o o xxx 11 Jiří Palkovský 2,11 – o o o o o xxx Hermann Magerl 2,11 – – – o o xo xxx 13 Roman Moravec 2,11 – – o o o xo xxx 14 Christer Celion 2,08 – – o xo o xxx 15 Gian Marco Schivo 2,08 – – – o xo xxx 16 Branko Vivod 2,08 o o o xo xo xxx 17 Erminio Azzaro 2,05 – – o xo – xxx Auch wenn das Niveau des sowjetischen Olympiasiegers von 1964 Waleri Brumel noch nicht ganz erreicht wurde, war die Qualität dieser Hochsprungkonkurrenz deutlich besser als im Wettbewerb zwei Jahre zuvor in Athen. Bei aufgelegten 2,14 m – eine Höhe, die in Athen noch für Platz vier gereicht hatte – waren noch dreizehn Athleten im Wettbewerb, von denen nun sechs ausschieden.

Bei 2,17 m hatte der sowjetische Springer Rustam Achmetow noch keinen Fehlversuch produziert und nahm auch diese neue Höhe im ersten Anlauf. Der DDR-Athlet Stephan Junge und der Finne Asko Pesonen (beide auf dem geteilten fünften Platz) schieden nun ebenso aus wie der am Ende siebtplatzierte Pole Wojciech Gołębiowski. Nach Achmetow übersprangen sein Landsmann Kęstutis Šapka sowie der Ungar István Major 2,17 m mit ihren jeweils zweiten Versuchen. Der Rumäne Csaba Dosa zog mit seinem dritten Sprung nach.

Diese vier gingen nun 2,20 m an. Šapka war mit seinem ersten Versuch erfolgreich, Dosa mit seinem zweiten, das war neuer rumänischer Landesrekord. Der bis dahin fehlerlose Achmetow meisterte die Höhe im dritten Anlauf, während István Major dreimal scheiterte und damit auf dem undankbaren vierten Platz landete. Nun wurden 2,22 m aufgelegt, das wäre neuer Meisterschaftsrekord. Doch alle drei verbliebenen Wettbewerber bissen sich hier die Zähne aus und scheiterten jeweils dreimal. So entschied sich die Verteilung der Medaillen bei gleicher Sprunghöhe von 2,20 m über die Fehlversuche bei dieser letzten Höhe. Europameister wurde Kęstutis Šapka, der mit seinem ersten Sprung erfolgreich gewesen war. Csaba Dosa hatte 2,20 m im zweiten Versuch gemeistert und gewann damit Silber. Rustam Achmetow konnte von seiner fehlerlosen Serie zuvor in Bezug auf die Medaillenverteilung nicht profitieren, er hatte die letzte Höhe erst mit seinem dritten Sprung genommen und gewann damit Bronze.

Weblinks Helsinki European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 27. Juli 2022 10th European Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1971 HELSINKI 10th-15th August 1971, Men High jump, slidelegend.com (englisch), S. 414 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 27. Juli 2022 Men High Jump Athletics European Championships 1971 Helsinki (FIN), todor66.com, abgerufen am 27. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1971, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 27. Juli 2022 10. Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 in Helsinki, Finnland, ifosta.de, abgerufen am 27. Juli 2022

Video EUROPEI DI HELSINKI 1971 RICOSTRUZIONE ALTO SAPKA, youtube.com, abgerufen am 27. Juli 2022

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 1971