10. Leichtathletik-Europameisterschaften zentriert|100pxDisziplin 10.000-Meter-Lauf der MännerStadt Stadion OlympiastadionTeilnehmer 35 Athleten aus 18 LändernWettkampfphase 10. AugustMedaillengewinner 16px|Gold Gold Juha Väätäinen () 16px|Silbermedaillen Silber Jürgen Haase () 16px|Bronzemedaillen Bronze Raschid Scharafetdinow () mini|hochkant=2.4| Der 10.000-Meter-Lauf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 wurde am 10. August 1971 im Olympiastadion von Helsinki ausgetragen.
Seinen ersten EM-Titel errang der Finne Juha Väätäinen, der vier Tage darauf auch den 5000-Meter-Lauf für sich entschied. Den zweiten Platz belegte der zweifache Europameister von 1966 und 1969 Jürgen Haase aus der DDR. Bronze ging an den sowjetischen Vizeeuropameister von 1969 über 5000 Meter Raschid Scharafetdinow.
Anmerkung zu den Zeitangaben Die Zeitangaben erfolgten bei diesen Europameisterschaften offiziell wie früher üblich in auf Zehntelsekunden gerundeten Werten. Zugrunde liegen allerdings die elektronischen Messungen, deren exakte Hundertstelwerte bekannt und in den Ergebnislisten der Quellen aufgeführt sind. In den Jahren nach diesen Europameisterschaften wurde es üblich, die Resultate der Bahnwettbewerbe aufgeschlüsselt nach Hundertstelsekunden anzugeben. Dies ist auch hier in den nachfolgenden Ergebnisübersichten so realisiert.
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord 27:39,4 min Oslo, Norwegen14. Juli 1965, sport-record.de (englisch) Europarekord 27:47,0 min David Bedford Portsmouth Großbritannien10. Juli 1971, sport-record.de (englisch) Europameisterschaftsrekord 28:26,0 min Jürgen Haase EM Budapest, Ungarn 30. August 1966
Rekordverbesserungen Im Wettbewerb am 10. August wurde der bestehende EM-Rekord verbessert und darüber hinaus gab es zehn neue Landesrekorde. Meisterschaftsrekord: 27:52,78 min – Juha Väätäinen (Finnland) Landesrekorde: 27:52,78 min – Juha Väätäinen (Finnland) 27:53,35 min – Jürgen Haase (DDR) 27:53,35 min – Raschid Scharafetdinow (Sowjetunion) 27:58,38 min – Danijel Korica (Jugoslawien) 27:59,33 min – Mariano Haro (Spanien) 28:20,91 min – Manfred Letzerich (BR Deutschland) 28:22,88 min – Werner Dössegger (Schweiz) 28:24,41 min – Arne Risa (Norwegen) 28:43,08 min – Josef Jánský (Tschechoslowakei) 28:52,60 min – Donald Walsh (Irland)
Durchführung Wie auf der längsten Bahndistanz üblich gab es keine Vorrunde, alle 35 Teilnehmer starteten in einem gemeinsamen Finale.
Finale mini|hochkant=0.9| mini|hochkant=0.9| mini|hochkant=0.8| 10. August 1971, 20:45 Uhr PlatzNameNationZeit (min) 1 Juha Väätäinen 27:52,78 CR/ 2 Jürgen Haase 27:53,35 DR 3 Raschid Scharafetdinow 27:56,26 4 Danijel Korica 27:58,38 5 Mariano Haro 27:59,33 6 David Bedford 28:04,33 7 Mike Tagg 28:14,65 8 Seppo Tuminen 28:17,98 9 Manfred Letzerich 28:20,91 BR 10 Noël Tijou 28:21,65 11 Werner Dössegger 28:22,88 12 Lucien Rault 28:23,11 13 Jack Lane 28:24,01 14 Arne Risa 28:24,41 15 Joachim Krebs 28:26,67 16 Karel Lismont 28:31,17 17 Lasse Virén 28:33,12 18 Nikolai Swiridow 28:41,09 19 Josef Jánský 28:43,08 20 René Jourdan 28:46,08 21 Donald Walsh 28:52,60 22 Edward Mleczko 28:55,73 23 Henryk Piotrowski 29:01,68 24 Eckhard Lesse 29:02,53 25 Janos Szerenyi 29:03,93 26 Lajos Mecser 29:07,49 27 Giuseppe Cindolo 29:13,65 28 Jens Wollenberg 29:25,41 29 Per Halle 29:32,25 30 Josef Wirth 29:33,71 31 Egbert Nijstadt 29:48,08 32 Dieter Brand 29:59,29 33 Carlos Lopes 30:05,64 Gaston Roelants Nedo Farčić Das Rennen wurde von Anfang an geprägt durch ein sehr hohes Tempo des Briten David Bedford, der einen Monat zuvor den Europarekord in seinen Besitz gebracht hatte. Er musste davon ausgehen, dass seine Spurtfähigkeiten nicht ausreichen würden, anderen starken Konkurrenten in diesem Rennen im Finish Paroli bieten zu können. So versuchte er, seine Gegner mittels seiner Tempohärte abzuschütteln. Dies gelang ihm jedoch nicht. In der vorletzten Runde war noch eine Fünfergruppe bestehend aus Bedford, dem Finnen Juha Väätäinen, Titelverteidiger Jürgen Haase aus der DDR, dem sowjetischen Läufer Raschid Scharafetdinow und dem Spanier Mariano Haro zusammen. Vor Ertönen der Glocke, die die letzte Runde einleitete, hatte sich auch der nicht weit zurückliegende Jugoslawe Danijel Korica wieder herangekämpft. Bedford machte jetzt einen müden Eindruck und konnte sein hohes Tempo nicht mehr ganz halten.
Schon in der ersten Kurve der Schlussrunde stürmten Haase und Väätäinen, der die Führung übernahm, nach vorne. Schnell riss eine immer größer werdende Lücke auf, Scharafetdinow folgte als Dritter. Auf der Zielgeraden griff Haase noch einmal an, doch der Finne konterte und wurde Europameister vor Jürgen Haase. Bronze errang Raschid Scharafetdinow, Danijel Korica kam auf den vierten Platz. Fünfter wurde Mariano Haro und auf Rang sechs lief David Bedford ein, dem nach seiner langen Führungsarbeit die Kräfte ausgegangen waren. Neben vielen persönlichen Bestleistungen und einem neuen Meisterschaftsrekord wurden zehn neue Landesrekorde in diesem Rennen aufgestellt.
Weblinks Helsinki European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 26. Juli 2022 10th European Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1971 HELSINKI 10th-15th August 1971, Men 10000 metres, slidelegend.com (englisch), S. 413 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 26. Juli 2022 Men 10000m Athletics European Championships 1971 Helsinki (FIN), todor66.com, abgerufen am 26. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1971, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 26. Juli 2022 10. Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 in Helsinki, Finnland, ifosta.de, abgerufen am 26. Juli 2022
Videolinks Juha Vaatainen 10,000m, European Athletics Championships, Helsinki 1971, youtube.com, abgerufen am 26. Juli 2022 European Athletics Championships 10,000m Final - Helsinki 1971, youtube.com, abgerufen am 26. Juli 2022
Einzelnachweise und Anmerkungen
Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 1971