mini|Marktoffingen von Süden
Marktoffingen (Rieserisch: Marktoffe) ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
Geologie Nordwestlich von Wengenhausen befindet sich der Steinbruch der Impaktgesteine Wengenhausen. Der Steinbruch ist als Geotop ausgewiesen und gehört zu den 100 schönsten Geotopen in Bayern.
Geografie Lage Marktoffingen liegt im Nördlinger Ries und ist Teil der Planungsregion Augsburg.
Gemeindegliederung Die Gemeinde hat fünf Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Marktoffingen (Pfarrdorf) Minderoffingen (Pfarrdorf) Ramstein (Einöde) Schnabelhöfe (Einöde) Wengenhausen (Weiler)
Die Einöde Tannenhof zählt zum Gemeindeteil Marktoffingen.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Marktoffingen und Minderoffingen. Die Gemarkung Marktoffingen hat eine Fläche von 9,683 km². Sie ist in 1378 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7026,53 m² haben. In ihr liegen die Gemeindeteile Marktoffingen, Ramstein und Wengenhausen.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Seit der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts war der Ort als Lehen des Augsburger Domkapitels im Besitz der Grafen von Oettingen, zuletzt der Linie Oettingen-Wallerstein. Seit 1500 ist Marktoffingen Amt, später Oberamt mit eigener Hochgerichtsbarkeit des Fürstentums Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort zum Königreich Bayern.
Eingemeindungen Die Gemeinde Minderoffingen wurde am 1. Mai 1978 im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Marktoffingen eingegliedert.
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 1265 auf 1311 um 46 Einwohner bzw. um 3,6 %. 1961: 1039 Einwohner 1970: 1085 Einwohner 1987: 1238 Einwohner 1991: 1295 Einwohner 1995: 1313 Einwohner 2000: 1371 Einwohner 2005: 1358 Einwohner 2010: 1310 Einwohner 2015: 1297 Einwohner
Politik mini|Rathaus in Marktoffingen Gemeinderat Bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 erreichte die Unabhängige Wählergemeinschaft Marktoffingen 70,7 % der Stimmen und erhielt 8 Gemeinderats-Mandate. Die Freien Wähler Minderoffingen erreichten 29,3 % der Stimmen und stellen 4 Gemeinderäte. Die Sitzverteilung zwischen den beiden Wählergruppen ist damit unverändert wie in der Amtszeit 2020 bis 2026.
Bürgermeister Seit 1. Mai 2026 ist Stefan Bayerle (Unabhängige Wählergemeinschaft Marktoffingen) Erster Bürgermeister; er wurde am 8. März 2026 ohne Mitbewerber mit 95,1 % der Stimmen gewählt. Sein Vorgänger war vom 1. Mai 2014 bis 30. April 2026 Helmut Bauer (Unabhängige Wählergemeinschaft Marktoffingen).
Wappen
Verwaltung Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Wallerstein.
Kultur und Sehenswürdigkeiten Baudenkmäler
Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahre 2017 gab es nach der amtlichen Statistik 73 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort Marktoffingen. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es 572. Damit war die Zahl der Auspendler um 499 höher als die der Einpendler. 17 Einwohner waren arbeitslos. 2016 bestanden 39 landwirtschaftliche Betriebe; 1999 zählte die Gemeinde noch 65 Betriebe. 1710 Hektar des Gemeindegebietes waren landwirtschaftlich genutzt, davon 271 Hektar Dauergrünland und 1439 Hektar Ackerfläche.
Verkehr Der Haltepunkt Marktoffingen liegt an der Bahnstrecke Nördlingen–Dombühl. Hier finden saisonal im Sommer Sonderfahrten des Bayerischen Eisenbahnmuseums statt.
Bildung 2018 gab es folgende Einrichtungen: 1 Kindertageseinrichtung mit 62 Plätzen und 38 Besuchern, davon vier Kinder unter drei Jahren 1 Grundschule mit fünf Klassen, fünf Lehrern und 98 Schülern
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Philipp Anton von Müller, franz. Antoine de Muller (1788–1859), von 1810 bis 1822 Kellermeister des Champagnerhauses Veuve Clicquot Ponsardin in Reims Alban Haas (1877–1968), Theologe und Heimatforscher August Thum (1881–1957), Ingenieur und Hochschullehrer Hans Dauser (1877–1969), Politiker, Staatssekretär und SS-Führer Franz Widnmann (1765–1848), Arzt und Homöopath
Weitere Persönlichkeiten Joseph Maria Helmschrott (1759–1836), Benediktiner, Bibliothekar und Gymnasiallehrer, verbrachte seine letzten Lebensjahre in Marktoffingen
Literatur Josef Th. Groiß (Hrsg.): Zur Geschichte der Gemeinden Marktoffingen und Minderoffingen 1143–1993. Marktoffingen 1993.
Weblinks
Gemeinde Marktoffingen
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ehemaliger Markt in Bayern Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)
Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries