Rennebaken ist eine Wüstung in der Gemarkung von Rhoden, einem Stadtteil von Diemelstadt im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.
Geographische Lage Der Ort lag auf etwa 260 Meter über Normalhöhennull, etwa 1 km östlich von Rhoden, in der Feldmark zwischen der heutigen Bundesstraße 252 und der Bundesautobahn 44.
Geschichte Rennebaken wurde im Jahre 1304 erstmals urkundlich erwähnt, als ein Paderborner Domherr der Stadt Rhoden seine in Rennebaken und Rhoden gelegenen Güter übertrug.Westfälisches Urkundenbuch, Band 9: Joseph Prinz (Bearb.): Die Urkunden des Bistums Paderborn 1301–1325, Regensberg, Münster, 1972, ISBN 3-7923-0348-5, S. 107–108, Nr. 257. Anlässlich der Heirat seines Sohnes Otto II. im Jahre 1339 mit Mechthild (Mathilde), Tochter des Herzogs Otto III. von Braunschweig-Lüneburg, verschrieb Graf Heinrich IV. von Waldeck seiner Schwiegertochter zur Leibzucht Burg und Stadt Rhoden mit Renten u. a. aus Rennebaken.Hans Sudendorf (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande, Band 1: Bis zum Jahre 1341, Rümpler, Hannover, 1859, S. 331–332, Nr. 652. Als Graf Heinrich VI. von Waldeck 1390 die Burg Rhoden mit Zubehör an Kurt Spiegel zum Desenberg und dessen Ehefrau Gertrud verpfändete, waren unter dem Zubehör auch der Zehnt und Hufen zu Rennebaken;HStAM Bestand Urk. 85 Nr. 3649 da war die Siedlung wohl bereits verlassen worden.
Literatur Gottfried Ganßauge, Walter Kramm, Wolfgang Medding: Die Bau- und Kunstdenkmäler im Regierungsbezirk Kassel. Neue Folge Band 2: Kreis der Twiste. Bärenreiter, Kassel, 1938, S. 269 Ulrich Bockshammer: Ältere Territorialgeschichte der Grafschaft Waldeck, Elwert, Marburg, 1958, S. 177–187 Heinrich Höhle: Die untergegangenen Ortschaften oder Die Wüstungen in Waldeck, Bings, Korbach, 1931, S. 111–112, Nr. 65 Nr. 58
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in Diemelstadt Kategorie:Ersterwähnung 1304