mini|Hohenaltheim, Luftaufnahme (2016) mini|Niederaltheim, Luftaufnahme (2016)

Hohenaltheim ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Geografie Lage Die Gemeinde liegt am südlichen Rand des Nördlinger Ries und im Geopark Ries. Durch den Ort fließt der Froschbach, der über den Eierbach und dann den Bautenbach in die Eger entwässert.

Nachbargemeinden sind im Norden die Stadt Nördlingen und die Gemeinde Möttingen, im Osten Mönchsdeggingen, im Süden Bissingen und Amerdingen sowie im Westen Forheim und Ederheim. Bis auf die zum Landkreis Dillingen an der Donau gehörende Gemeinde Bissingen sind alle Gemeinden Teil des Landkreises Donau-Ries.

Gemeindegliederung Es gibt acht Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Hohenaltheim und Niederaltheim. Die Gemarkung Hohenaltheim hat eine Fläche von 9,269 km². Sie ist in 664 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 13959,84 m² haben.

Geschichte Bis zur Gemeindefusion Hohenaltheim wurde urkundlich bereits 878 erwähnt. Im Jahre 916 fand hier die Synode von Hohenaltheim statt. Bis um das Jahr 1300 hieß der Ort Altheim. Im Jahre 1508 verkaufte Hans von Altheim seinen Besitz an die Grafen von Oettingen. Im Jahre 1633 wurde Hohenaltheim dreimal ausgeplündert, 1634 fand nur wenige Kilometer entfernt die Schlacht am Albuch statt; sie brachte der katholischen Liga den Sieg über die evangelische Union.

Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts diente Schloss Hohenaltheim als Sommerresidenz, zunächst der Linie von Oettingen-Oettingen, später der von Oettingen-Wallerstein. Mit der Rheinbundakte 1806 kam der Ort dann zum Königreich Bayern. Der nach einem Großbrand 1899 fast vollständig zerstörte und neu aufgebaute Ortskern von Niederaltheim steht unter Ensembleschutz.Geschichte von Hohenaltheim und Ortsteilen bei der VG Ries, abgerufen am 30. Oktober 2020

Mit dem Gemeindeedikt von 1818 entstand die Gemeinde Hohenaltheim mit den Gemeindeteilen Forsthaus und Sägmühle.

Eingemeindungen Am 1. Juli 1973 wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern die Gemeinde Niederaltheim mit ihren Gemeindeteilen mit Brunnenhaus, Frohnmühle, Ganzenmühle, Hochhaus, Karlshof, Mühlauhof, Schellenhof und Weiherhof eingegliedert.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 552 auf 583 um 31 Einwohner bzw. um 5,6 %. 1961: 700 Einwohner 1970: 641 Einwohner 1987: 575 Einwohner 1991: 587 Einwohner 1995: 616 Einwohner 2000: 626 Einwohner 2005: 626 Einwohner 2010: 591 Einwohner 2015: 569 Einwohner

Politik Bürgermeister Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2026 Claus-Thomas Eberhardt (Team Altheimer). Er wurde bei der Bürgermeisterwahl am 8. März 2026 mit 57,7 % der Stimmen gewählt. Sein Mitbewerber, der seit 1. Februar 2023 amtierende Bürgermeister Armin Sporys (Bürgerblock/Unabhängige Wähler) erreichte 42,3 %.Bürgermeisterwahl 2026, abgerufen am 9. Mai 2026 Von Mai 2020 bis Oktober 2022 war Martina Göttler Bürgermeisterin.

Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus acht Mitgliedern, die sich in der Amtszeit 2026–2032 auf folgende Wählergemeinschaften verteilen:Bürgermeisterwahl 2026, abgerufen am 9. Mai 2026 Miteinander in Hohen- und Niederaltheim (MHN): 3 Sitze Team Altheimer (TA): 3 Sitze Bürgerblock / Unabhängige Wähler (BB/UW): 2 Sitze In der Amtszeit 2020–2026 stellten Bürgerblock und Unabhängige Wähler eine gemeinsame Liste auf, die alle acht Sitze erhielt.

Gemeindesteuern 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 447 T€, davon waren 60 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto) und 308 T€ Gemeindeanteil an der Einkommensteuer.

Wappen mini|Blick auf Hohenaltheim mini|Evangelische Johanneskirche mini|Schloss Hohenaltheim

Sehenswürdigkeiten Burg Hochhaus der Herrschaft Hochhaus Jagdschloss (Sitz des Hauses Oettingen-Wallerstein) Evangelische Johanneskirche Pfisters Bauernhausmuseum Thingplatz

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Auch wenn die Landwirtschaft in Hohen- und Niederaltheim keine besonders große Rolle mehr spielt, so kann man die beiden Dörfer doch noch als landwirtschaftlich geprägt bezeichnen. 2020 bestanden noch 20 landwirtschaftliche Betriebe (2016: 21 Betriebe). Die Wälder des Riesrandes sind überwiegend im Besitz des Fürstlichen Hauses Oettingen-Wallerstein. 2022 gab mehrere kleinere Gewerbebetriebe mit insgesamt 39 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (2017: 54 Beschäftigte). Von Weitem sichtbar ist der Sender Unterringingen.

Bildung Im Rathaus besteht seit 1994 eine Kindertagesstätte mit 30 Plätzen und 20 betreuten Kindern (Stand: 1. März 2024) unter Trägerschaft der Gemeinde Hohenaltheim.Siehe Statistik kommunal Zwischen 1965 und 2002 gab es zudem eine Schule im Ort.Wichtiges in und über die Gemeinde Hohenaltheim, abgerufen am 22. Mai 2024. Seit deren Schließung gehört Hohenaltheim zum Grundschulsprengel Mönchsdeggingen.

Söhne und Töchter der Gemeinde Johann Maximilian Albrecht von Laßberg (1711–1788), Sachsen-Weimarischer Offizier Johannes Herrle (1778–1860), Forst- und Jagdwissenschaftler Karl Schott von Schottenstein (1792–1882), Regierungsdirektor in Ulm und Landtagsabgeordneter Georg Kolmer (1807–1874), deutscher Zeugmachermeister und Politiker

Literatur Wilfried Sponsel: Die Geschichte von Hohenaltheim und Niederaltheim. Hohenaltheim 2010, ISBN 978-3-939777-67-0.

Weblinks

Gemeinde Hohenaltheim

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ersterwähnung 878 Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries