mini|Marktplatz in Monheim mini|Oberes Tor in Monheim mini|Unteres Tor und Schloss in Monheim mini|Rathaus Monheim (Schwaben) mini|Pfarrkirche St. Walburga, ehemals Klosterkirche mini|Kirche St. Nikolaus (Warching)
Monheim ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
Geografie Lage Monheim liegt im Landschaftsraum Monheimer Alb und im westlichen Teil des Naturparks Altmühltal in der Region Augsburg gelegen.
Gemeindegliederung Die Stadtgemeinde hat 13 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Die Einöde Kölburgmühle zählt zum Gemeindeteil Kölburg, die Wittesheimer Mühle zum Gemeindeteil Wittesheim.
Es gibt auf dem Gemeindegebiet neun Gemarkungen: Flotzheim, Itzing, Kölburg, Monheim, Rehau, Ried, Warching, Weilheim und Wittesheim. Die Gemarkung Monheim hat eine Fläche von 13,284 km². Sie ist in 2662 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4990,41 m² haben.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Monheim entstand im 7./8. Jahrhundert. Im Jahr 870 wurde das Benediktinerinnenkloster im Ort gegründet. Die Erhebung Monheims zur Stadt erfolgte durch die Grafen von Oettingen vor dem Jahr 1340. Das Ackerbürgerstädtchen war Sitz eines Pflegamtes und gehörte seit 1505 zum 1777 zu Bayern gekommenen wittelsbachischen Herzogtum Neuburg-Sulzbach.
Am Gasthaus Lamm erinnert eine Steintafel an den Aufenthalt Luthers im Jahr 1518 in Monheim auf seiner Flucht aus Augsburg. Nach einer erholsamen Nacht in Monheim setzte der Reformer seinen Weg über Nürnberg nach Sachsen fort. Im Zuge der Reformation wurde das Benediktinerinnenkloster 1533 aufgelöst. Im Jahre 1697 wanderten in Monheim Juden ein; sie mussten Monheim im Jahre 1741 wieder verlassen. Ein Zeugnis jüdischen Wirkens in Monheim ist das heutige Rathaus, erbaut von Abraham Elias Model in den Jahren 1714 bis 1720. Monheim besaß ein Stadtgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Stadtgemeinde.
19. und 20. Jahrhundert Das Landgericht Monheim, ab 1879 Amtsgericht, bildete bis 1919 gleichzeitig einen der beiden Distrikte des Bezirksamts Donauwörth.
Das Amtsgericht Monheim wurde 1957 aufgelöst, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Donauwörth bestand noch bis 1959.
Am 18. August 1998 stürzte bei Warching ein Kampfflugzeug der Bundeswehr vom Typ Tornado ab. Die Besatzung rettete sich mit dem Schleudersitz.
Eingemeindungen Anlässlich der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1975 die Gemeinde Rehau eingegliedert. Am 1. Mai 1978 kamen Flotzheim (mit Kreut und Hagenbuch), Itzing, Kölburg, Ried, Warching, Weilheim (mit Rothenberg) und Wittesheim (mit Liederberg) hinzu.
Einwohnerentwicklung Zwischen 2000 und 2019 wuchs die Stadt um 366 Einwohner und damit um 7,7 %. Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 20152018201920242025 Einwohner 3911 4207 4123 4309 4678 4776 4929 4820 50295097514255425533
Die von der Stadt Monheim festgestellten 5533 Einwohner im November 2025 teilen sich wie folgt auf die Gemeindeteile aufDaten aus dem Jahresrückblick des Bürgermeisters 2025 entnommen. Daten spiegeln den Stand zum 30. November 2025 wider.: Kernstadt Monheim 3674 Flotzheim 407 Hagenbuch 7 Itzing 226 Kölburg 113 Kreut 94 Liederberg 42 Rehau 257 Ried 41 Rothenberg 25 Warching 163 Weilheim 286 Wittesheim 198
Politik Stadtrat Seit der Kommunalwahl am 8. März 2026 setzt sich der Stadtrat folgendermaßen zusammen: Partei/Liste Sitze CSU 6SPD 4 MUM (Monheimer Umlandliste) 4 PWG (Freie Wähler) 6Gesamt 20 Zusätzlich gehört dem Stadtrat noch die Erste Bürgermeisterin an. Dies ist seit 1. Mai 2026 Anita Ferber (PWG). Ihr Vorgänger war von 2012 bis 2026 Günther Pfefferer (CSU).
Öffentliche Verwaltung Die Stadt ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Monheim. Zu dieser gehören auch die Gemeinden Buchdorf, Daiting, Rögling und Tagmersheim.
Wappen
Bau- und Bodendenkmäler
Wirtschaft und Infrastruktur Arbeitsplätze 2017 gab es in der Stadt 2943 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 2208 Personen in einer versicherungspflichtigen Tätigkeit, 43 Einwohner waren arbeitslos. Die Zahl der Einpendler war 2017 um 735 Personen größer als die Zahl der Auspendler.
Unternehmen Folgende Unternehmen sind in Monheim ansässig: Hama (Vertrieb von Foto-, Video-, Audio-, Computerzubehör), seit 1945 in Monheim, das zuletzt 2014 erweiterte Logistik- und Versandzentrum beschäftigt rund 1500 der weltweiten 2465 Mitarbeiter.Hama Hamaphot Hanke & Thomas GmbH & Co KG: Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2013 Die 17 weiteren Standorte im Ausland und zahlreiche Handelsvertretungen sorgen nur für den globalen Vertrieb. ITC IT-Consulting GmbH, Hardwaresysteme und Software MKR Metzger GmbH Recyclingsysteme Bühler Motor GmbH Schoeller Arca Systems GmbH, Transportsysteme aus Kunststoff beko GmbH Natursteinwerk Böswald GmbH
Märkte Gewerbeverband (ProGeMo) und Stadt veranstalten vier Jahrmärkte. An den Markttagen gibt es jeweils eine Ausstellung, die regionalen Künstlern eine Plattform bietet. Freitags ist der Wochenmarkt mit einem Angebot regionaler Produkte.
Land- und Forstwirtschaft Die 89 bäuerlichen Betriebe bewirtschafteten im Jahr 2016 insgesamt 3154 ha landwirtschaftlich genutzte Fläche. Die Waldfläche beträgt 2689 ha, das sind 38,6 % des Stadtgebietes (Stand 2017).
Verkehr Monheim liegt an der Bundesstraße 2. Die Stadt hatte einen Bahnanschluss an der Bahnstrecke Fünfstetten–Monheim, auf der der Personenverkehr am 29. Mai 1960 eingestellt wurde. Die Strecke wurde danach von der Stadt Monheim gekauft und vom Bayerischen Eisenbahnmuseum für Sonderfahrten benutzt. Inzwischen ist die Strecke gänzlich stillgelegt und abgebaut. Der ehemalige Bahnhof, vor dem noch ein Gleisstück liegt, ist das Vereinsheim des Brieftaubenzüchtervereins. Auf dem Gleisstück steht eine Gmeinder-Diesellok, die bei der Zuckerfabrik in Rain eingesetzt war.
Bildung In der Stadt bestehen eine Kindertagesstätte mit 272 Plätzen; am 1. März 2024 wurden 233 Kinder, davon 57 unter drei Jahren, von 42 Personen betreut, die Grundschule Monheim, Jahrgangsstufen 1 bis 4, mit 17 Lehrkräften und 290 Schülern (Schuljahr 2019/20) und die Mittelschule Monheim, Jahrgangsstufen 5 bis 10, mit acht Lehrkräften und 112 Schülern (Schuljahr 2019/20).
Seit 1954 gibt es eine Außenstelle der Volkshochschule Donauwörth.
Töchter und Söhne der Stadt Johann Michael Gschray (1692–1763), Freikorpsführer und preußischer Generalmajor Karl Kugler (1803–um 1900), Lehrer und Heimatforscher Hermann Holzbauer (* 1938), Bibliothekar Martin Lechner (* 1951), Lehrstuhlinhaber für Jugendpastoral an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern Richard Roßmanith (* 1955), Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr a. D. Rupert Fieger (* 1962), Steinmetz und Bildhauer
Literatur
Weblinks
Stadt Monheim Monheim: Historische Spurensuche – Die Junge Pfalz in Bayern (Haus der Bayerischen Geschichte)
Zwölfuhrläuten vom 21. Februar 2010
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Donau-Ries Kategorie:Ehemaliger Wallfahrtsort Monheim Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Ersterwähnung im 8. Jahrhundert
Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1340 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Donau-Ries