10. Leichtathletik-Europameisterschaftenzentriert|100pxDisziplin 400-Meter-Lauf der MännerStadt Stadion OlympiastadionTeilnehmer 25 Athleten aus 14 LändernWettkampfphase 11. August: Vorläufe12. August: Halbfinale13. August: FinaleMedaillengewinner16px|Gold Gold David Jenkins ()16px|Silbermedaillen Silber Marcello Fiasconaro ()16px|Bronzemedaillen Bronze Jan Werner () mini|hochkant=2.4| Der 400-Meter-Lauf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 wurde am 11. bis 13. August 1971 im Olympiastadion von Helsinki ausgetragen.

Europameister wurde der Brite David Jenkins. Er gewann vor dem Italiener Marcello Fiasconaro. Bronze ging an Titelverteidiger Jan Werner aus Polen.

Rekorde Vorbemerkung: In diesen Jahren gab es bei den Bestleistungen und Rekorden eine Zweiteilung. Es wurden nebeneinander handgestoppte und elektronisch ermittelte Leistungen geführt. Die offizielle Angabe der Zeiten erfolgte in der Regel noch in Zehntelsekunden, die bei Vorhandensein elektronischer Messung gerundet wurden. Wegen des Wegfalls der Reaktionszeit des Zeitnehmers bei elektronischer Zeitnahme stand in der Diskussion, einen sogenannten Vorschaltwert einzuführen, um die handgestoppten Leistungen nicht automatisch besser zu stellen. Doch es blieb dann bei der korrekten Angabe dieser Zeiten, die später auch offiziell mit Hundertstelsekunden nach dem Komma geführt wurden.

Offizielle Rekorde – Angabe in Zehntelsekunden Bestehende Rekorde Weltrekord43,8 s Lee EvansOS Mexiko-Stadt, Mexiko18. Oktober 1968Europarekord, sport-record.de (englisch)44,9 s Carl KaufmannOS Rom, Italien6. September 1960OS Mexiko-Stadt, Mexiko17. Oktober 1968Meisterschaftsrekord45,7 s Jan WernerEM Athen, Griechenland18. September 1969

Rekordverbesserung Der britische Europameister David Jenkins verbesserte den bestehenden EM-Rekord im Finale am 13. August um zwei Zehntelsekunden auf 45,5 s. Zum Europarekord fehlten ihm dabei sechs Zehntelsekunden, zum Weltrekord 1,6 Sekunden.

Elektronisch gemessene Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord43,86 s Lee EvansOS Mexiko-Stadt, Mexiko18. Oktober 1968Europarekord45,06 sOS Mexiko-Stadt, Mexiko17. Oktober 1968Meisterschaftsrekord45,75 s Jan WernerEM Athen, Griechenland18. September 1969 Rekordverbesserung Der britische Europameister David Jenkins verbesserte den bestehenden EM-Rekord im Finale am 13. August um dreißig Hundertstelsekunden auf 45,45 s. Zum Europarekord fehlten ihm dabei 39 Hundertstelsekunden, zum Weltrekord 1,59 Sekunden.

Vorrunde 11. August 1971, 17:30 Uhr

Die Vorrunde wurde in vier Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athleten pro Lauf – hellblau unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale. Vorlauf 1 Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Jan Werner 46,4 46,44 2 Marcello Fiasconaro 46,5 46,49 3 Gilles Bertould 46,8 46,81 4 Miroslav Tulis 46,8 46,83 5 Semjon Kotscher 46,9 46,90 Alberto Matos M. Guneygif

Vorlauf 2 Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 David Jenkins 46,7 46,66 2 Andrzej Badeński 46,7 46,68 3 Per Rom 46,7 46,73 4 Hermann Köhler 46,8 46,77 5 Jewgeni Borissenko 47,1 47,126 Christian Nicolau 47,1 47,12 7 Miro Kocuvan 47,6 47,63 8 Anders Faager 47,3 47,32

Vorlauf 3 Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Klaus Hauke 46,8 46,84 2 Martin Jellinghaus 47,0 46,96 3 Waldemar Korycki 47,1 47,10 4 Michael Fredriksson 47,4 47,44 5 Giacomo Puosi 47,6 47,636 Hugues Roger 47,8 47,75 7 John Robertson 48,2 48,20

Vorlauf 4 Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Markku Kukkoaho 46,7 46,72 2 Thomas Jordan 47,0 46,98 3 Alexander Brattschikow 47,2 47,21 4 Fanahan McSweeney 47,3 47,34 5 René Bervoets 47,4 47,426 Martin Bilham 48,1 48,12 Luciano Sušanj

Halbfinale 12. August 1971, 17:00 Uhr

In den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten vier Athleten – hellblau unterlegt – für das Finale.

Lauf 1

Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Thomas Jordan 46,3 46,29 2 Hermann Köhler 46,4 46,44 3 Marcello Fiasconaro 46,4 46,44 4 Alexander Brattschikow 46,7 46,66 5 Andrzej Badeński 46,8 46,806 Per Rom 46,9 46,92 7 Miroslav Tulis 47,1 47,05 8 Michael Fredriksson 48,4 k. A.

Lauf 2 mini|hochkant=0.7|Europarekordler Martin Jellinghaus – ausgeschieden als Fünfter des zweiten Halbfinals Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 Jan Werner 46,1 46,11 2 David Jenkins 46,2 46,22 3 Markku Kukkoaho 46,3 46,25 4 Klaus Hauke 46,4 46,37 5 Martin Jellinghaus 46,8 46,786 Gilles Bertould 47,2 47,23 7 Fanahan McSweeney 47,7 47,69 Waldemar Korycki

Finale 13. August 1971, 18:50 Uhr Platz Name Nation Offizielle Zeit (s)auf Zehntel gerundet Inoffizielle Zeit (s)exakter Wert 1 David Jenkins 45,5 CR/ 45,45 CR/ 2 Marcello Fiasconaro 45,5 45,49 3 Jan Werner 45,6 45,56 4 Markku Kukkoaho 45,7 45,74 5 Thomas Jordan 46,0 46,016 Hermann Köhler 46,1 46,07 7 Alexander Brattschikow 46,4 46,40 8 Klaus Hauke 46,9 46,88

Weblinks Helsinki European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 25. Juli 2022 10th European Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1971 HELSINKI 10th-15th August 1971, Men 400 metres, slidelegend.com (englisch), S. 412 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 25. Juli 2022 Men 400m Athletics European Championships 1971 Helsinki (FIN), todor66.com, abgerufen am 25. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1971, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 25. Juli 2022 10. Leichtathletik-Europameisterschaften 1971 in Helsinki, Finnland, ifosta.de, abgerufen am 25. Juli 2022

Video EUROPEI DI HELSINKI 1971 800 ARZHANOV, youtube.com, abgerufen am 25. Juli 2022

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Wettbewerb der Leichtathletik-Europameisterschaften 1971