Das Alplhaus (früher auch Alpelhaus) ist eine unbewirtschaftete Alpenvereinshütte der Sektion München des DAV. Die Selbstversorgerhütte liegt oberhalb von Telfs im Alpltal auf im österreichischen Bundesland Tirol. Die ganzjährig geöffnete Hütte kann nur von Alpenvereinsmitgliedern gebucht werden, ein Schlüssel ist erforderlich.

Geschichte 1865 wurde die erste Hütte von Matthias Seng, einem Bauern aus Wildermieming, als Sommersitz erbaut.Sektion München des Deutschen Alpenvereins (Hrsg.): 100 Jahre Sektion München des DAV. S. 171 (Digitalisat) Hermann von Barth schreibt in seinem Buch Aus den Nördlichen Kalkalpen, wie er 1873 über den Keller einstieg und das Alpelhaus bei seiner Erkundung der Mieminger Berge als Unterschlupf nutzte.Hermann von Barth: Aus den Nördlichen Kalkalpen. Amthor, Gera 1874 (Digitalisat); Nachdruck Bavarica-Reprint im Süddeutschen Verlag, München 1984, ISBN 3-7991-6217-8, S. 369 ff.

1890 wurde das Alpelhaus von der Sektion München des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins (DuOeAV) erworben.Alpenvereins-Section München (Hrsg.): XXI. Jahresbericht (Vereinsjahr 1890). S. 10 (Digitalisat)

Zwischen 15. und 17. März 1921 brannte die Hütte ab und wurde bis auf die Umfassungsmauern vollständig zerstört, nachdem eingebrochen und sie ausgeraubt wurde.Alpenvereins-Sektion München (Hrsg.): 52. Jahresbericht (Vereinsjahr 1921). S. 26 f. (Digitalisat) 1924 wurde die Hütte von Grund auf neu errichtet, die alten Grundmauern waren nicht mehr zu gebrauchen. Die Kosten des Baus betrugen rund 150 Millionen Kronen.Alpenvereins-Sektion München (Hrsg.): 55. Jahresbericht (Vereinsjahr 1924). S. 31 f. (Digitalisat)

1939 kaufte die Sektion München des Deutschen Alpenvereins (DAV) für 300 Reichsmark rund 2000 m² Grund rund um das Alpelhaus von der Gemeinde Telfs.Zweig München des Deutschen Alpenvereins (Hrsg.): 70. Jahresbericht (Vereinsjahr 1939). S. 39 (Digitalisat)

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Hütte bis 1956 unter treuhändischer Verwaltung des Österreichischen Alpenvereins.Sektion München des Deutschen Alpenvereins (Hrsg.): 85. Jahresbericht (Vereinsjahr 1955). S. 36 (Digitalisat)

In den Jahren 2017 und 2018 fand eine Generalsanierung inklusive Brandschutzsanierung der Hütte statt.Jahresbericht 2017. In: Sektion München (Hrsg.): alpinwelt 3/2018, S. 79 (PDF)Jahresbericht 2018. In: Sektion München (Hrsg.): alpinwelt 3/2019, S. 104 (PDF)

Zugänge von Telfs über den Klammersteig 3,0 Std. von Telfs durch das Rinnertal 3,0 Std. Wildermieming über Ochsenbrünnl 2,0 Std. Wildermieming über Sagkapelle 2,0 Std.

Übergänge Tillfußalm

Gipfelbesteigungen Westgipfel der Hohen Munde 2659 m 3,0 Std. Karkopf 2471 m 2 Std. Hochwand 6–7,5 Std.

Karten Alpenvereinskarte 4/2 Wetterstein- und Mieminger Gebirge Mitte (1:25.000)

Einzelnachweise

Kategorie:Mieminger Kette Kategorie:Wildermieming Kategorie:Alpenhütte in Tirol Kategorie:Erbaut 1865 Kategorie:Erbaut 1924