mini|St. Paulus (Recklinghausen) mini|Innenraum Die römisch-katholische Kirche St. Paulus ist ein Kirchengebäude in Recklinghausen. Von den Maßen des Kirchenschiffs her ist sie die größte Kirche der Stadt, ihr Turm liegt mit hingegen einige Meter hinter denen der neugotischen Liebfrauenkirche und Johanneskirche (je ) sowie der Barockhaube der Petruskirche () zurück.
Baugeschichte Die Kirche wurde 1906 in Form einer neoromanischen Basilika erbaut. Anstelle der vorgesehenen zwei Türme ist nur ein Turm gebaut worden. Durch Bomben wurde die Kirche 1944 stark beschädigt.Georg Möllers und Jürgen Pohl: Die vorderste Linie der Heimatfront - Recklinghausen im 2. Weltkrieg, Recklinghäuser Bildungsbausteine / Nr. 8, Kommunales Bildungsbüro der Ruhrfestspielstadt Recklinghausen, S. 22. Recklinghausen 2020. Die Kirche steht heute unter Denkmalschutz.
Ausstattung Zu den Sehenswürdigkeiten der Kirche zählen u. a. die Kreuzwegbilder aus dem Jahr 1917, das Triumphkreuz mit den vier Evangelisten an den Balkenenden aus dem Jahre 1931 und die denkmalgeschützte romanische Hauptorgel mit 56 Registern.
Orgel mini|Kirchenraum mit Blick auf die Hauptorgel Die Orgel wurde 1930 von dem Orgelbauer Franz Breil (Dorsten) mit 56 Registern auf drei Manualwerken und Pedal (Kegelladen) erbaut. 1965 wurde das Instrument durch den Erbauer restauriert. Es erhielt einen neuen Spieltisch, und es wurden drei Register ausgetauscht. 1980 wurde die ebenfalls von Breil erbaute Orgel aus der Kapelle des Prosperhospitals in der Chorapsis von St. Paulus in einem neuen Gehäuse als Chororgel untergebracht. 1987 wurde ein neuer fünfmanualiger Spieltisch eingebaut, von dem auch die Chororgel angespielt werden kann: Die beiden Manualwerke der Chororgel sind als Fernwerke I und II von der Hauptorgel anspielbar. Die Orgelanlage hat insgesamt 70 Register. Die Spiel- und Registertrakturen sind elektropneumatisch.Informationen zur Chororgel
I Hauptwerk C–g3 Principal 16′ Bordun 16′ Principal 8′ Flauto major 8′ Viola di Gamba 8′ Dolce 8′ Octave 4′ Rohrflöte 4′ Quinte ′ Octave 2′ Blockflöte 2′ Mixtur V 2′ Cornett V 8′ Trompete 8′ Tremulant II Schwellpositiv C–g3 Principal 8′ Konzertflöte 8′ Salicional 8′ Quintadena 8′ Praestant 4′ Blockflöte 4′ Octave 2′ Waldflöte 2′ Scharff III 1′ Rankett 16′ Krummhorn 8′ Tremulant Glockenspiel III Schwellwerk C–g3 Lieblich Gedackt 16′ Flötenprincipal 8′ Doppelflöte 8′ Gedackt 8′ Aeoline 8′ Vox coelestis 8′ Principal 4′ Nachthorn 4′ Nasard ′ Piccolo 2′ Terz ′ Schwiegel 1′ Rauschpfeife IV ′ Basson 16′ Tuba 8′ Klarinette 8′ Zinke 4′ Tremulant IV Fernwerk I C–g3 Prinzipal 8′ Salicional 8′ Viola di Gamba 8′ Traversflöte 4′ Mixtur III–IV 2′
V Fernwerk II C–g3 Konzertflöte 8′ Bordun 8′ Gemshorn 4′ Quinte ′ Terz ′ Sesquialtera II ′ Tremulant Pedalwerk C–f1 Principalbass 16′ Violon 16′ Subbass 16′ Quintbass ′ Bassflöte 8′ Gedackt 8′ Cello 8′ Octave 4′ Pedalmixtur V ′ Bombarde 32′ Posaune 16′ Basstrompete 8′ Clairon 4′ Singend Cornett 2′
Chororgel-Pedal C–f1 Subbass 16′ Violon 8′ Choralbass 4′ Koppeln: Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, (IV/I, IV/II, IV/III, V/I, V/II, V/III, V/IV), I/P, II/P, III/P, (IV/P, V/P) Superoktavkoppeln: II/I, III/I, II/II, III/III, I/P Spielhilfen: 3 freie Kombinationen, 1 freie Pedalkombination, Tutti, Crescendowalze, Zungeneinzelabsteller
Glocken Im Turm von St. Paulus hängen seit 1923 vier Stahlglocken, gegossen in der Bochumer Glockengießerei.Informationen zur Kirche Sie tragen die Namen „Paulus“, „Johannes“, „Augustinus“ und „Clemens“ und haben die Schlagtöne a0, cis1, e1 und fis1.Videoaufnahme des Geläuts bei YouTube
Einzelnachweise
Weblinks
Die Pauluskirche auf der Website der Kirchengemeinde
Kategorie:Paulus-von-Tarsus-Kirche (Patrozinium) Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Erbaut 1906 Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Nordrhein-Westfalen Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Münster Paulus Paulus Kategorie:Disposition einer Orgel Kategorie:Geläut