Hermann Wenninger (* 19. Oktober 1907 in Gunzenhausen, Bayern; † 17. Januar 1986 in München) war ein deutscher Dramaturg, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller.

Wirken Wenninger studierte an den Universitäten in München und Berlin, u. a. bei Arthur Kutscher. Nach seiner Promotion (1931) arbeitete er 1931–34 an den Münchener Kammerspielen, anfangs als Schauspieler und Hilfdramaturg, ab 1933 als Chefdramaturg und Regieassistent bei Otto Falckenberg. Von 1933 bis 1934 war er Regisseur am Bayerischen Rundfunk, 1937–39 Regisseur am Schauspielhaus Hamburg. Anschließend leistete er Wehrdienst im Kriegseinsatz ab. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er in Göttingen und anschließend als Oberspielleiter der Jungen Bühne Hamburg tätig. Von 1948 bis 1953 arbeitete er als Regisseur, Chefdramaturg und stellvertretender Intendant des Bayerischen Staatsschauspiels München.Ingrid Bigler-Marschall (Hg.): Deutsches Theaterlexikon Band VI Faszeikel 32/33: Weisbrod - Wiel. De Gruyter 2006, S. 3225

Ab den 1950er-Jahren arbeitete er auch als Hörspielregisseur; ab den späten 1950er-Jahren drehte er dann eine Reihe von Fernsehfilmen, an denen Schauspieler wie Marianne Hoppe (Das Haus im Nebel), Karl-Georg Saebisch (Die Frau deiner Jugend) sowie Fritz Wepper und Paul Dahlke (Um 8 Uhr kommt Sadowski) mitwirkten.

Filmografie 1957: Das Haus im Nebel 1958: Die Frau deiner Jugend 1963: Kennst du...? (TV-Serie) 1963: Um 8 Uhr kommt Sadowski 1963: Don Gil von den grünen Hosen (Regie mit Gustaf Gründgens) 1970: Durch die Wolken (Regie mit Hanskarl Zeisler)

Hörspiele (Auswahl) 1953: Der Chef kommt um sechs 1954: Die natürliche Tochter (Ein Trauerspiel von Johann Wolfgang von Goethe)Günter Bialas: Werkverzeichnis. Gabriele E. Meyer Bärenreiter, 2003 1954: Schlafwagen Pegasus, nach Thornton Wilder 1957: Der Ruepp (nach Ludwig Thoma) 1958: Weg nach GrenobleChristoph Lindenmeyer: Vom Sendespiel zur Medienkunst: die Geschichte des Hörspiels im Bayerischen Rundfunk : das Gesamtverzeichnis der Hörspielproduktion des Bayerischen Rundfunks, 1949-1999. Belleville, 1999 1958: Der Weg nach Grenoble 1959: Die LokalbahnBeate Meyer: Fritz Benscher: Ein Holocaust-Überlebender als Rundfunk- und Fernsehstar. 2017 1961: Du kannst jederzeit gehenEdda Fuhrich, Dagmar Wünsche Joana Maria Gorvin.: Eine Dokumentation. Langen - Mueller Verlag, 1995 1961: Der blaue Vogel 1962: Raskolnikoff (nach Fjodor Michailowitsch Dostojewski, in einer Bearbeitung von Leopold Ahlsen) 1963: Die das Unmögliche lieben 1964: Die Rauhnacht 1965: Rabentage 1966: Ich stehe zur Verfügung 1966: Der arme Mann Luther 1967: Gittl 1967: Friedrich Hebbel: Agnes Bernauer 1968: Besichtigung eines Ausweichziels 1969: Die Parzen 1970: Denkzettel 1970: Ein fröhliches Begräbnis 1970: Martin Sperr: Jagdszenen aus Niederbayern 1973: Melusine – Autor: Iwan Goll 1975: Cécile (nach Theodor Fontane)

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