mini|Blick aus dem EMES 15 mit Wärmebildgerät aus der Optik eines Leopard 2 mini|Richtschützenplatz auf dem Kampfpanzer Leopard 1 mit Zieloptiken mini|Richtschützenplatz auf dem Kampfpanzer Leopard 2 mit Zieloptiken WBG-X ist ein Wärmebildgerät, welches bei der Bundeswehr auf verschiedenen Land-, See- und Luftfahrzeugen eingesetzt wurde.

Seit dem Jahr 1971 wurde an dem hochauflösenden WBG-X bei Zeiss-Eltro Optronic gearbeitet; 1979 wurden hingegen die „Common Modules“-Detektoren verwendet.Verteidigungssysteme, Zeiss Die „Common Modules“ von Texas Instruments wurden durch Zeiss lizenziert.Michael Jerchel: "Leopard 2 Main Battle Tank 1979–98", Verlag Osprey Publishing, 2012, ISBN 978-1-78200-695-4, S. 16 Die Quecksilber-Cadmium-Tellurid-Technologie der „Common Modules“-Detektoren stammt hingegen von AEG-Telefunken (später AIM Infrarot-Module).W. Cabanski, J. Ziegler: HgCdTe technology in Germany: the past, the present, and the future, SPIE, 7. Mai 2009.Über 40 Jahre High-Tech aus Heilbronn, AIM Infrarot-Module Im Jahr 1980 begann durch Zeiss-Eltro Optronic (später aufgegangen in Hensoldt) die Serienproduktion des WBG-XInnovation at HENSOLDT. Thermal imaging technology, Hensoldt.

Bei der Bundeswehr kam das WBG-X auf verschiedenen Arten zum Einsatz: beim Heer in den Kampfpanzern Leopard 1 und Leopard 2, im Schützenpanzer Marder, dem Transportpanzer M113, im Spähpanzer Luchs, im Jagdpanzer Jaguar und im Flugabwehrsystem Hawk. bei der Deutschen Marine in elektrooptischen Systemen für Schiffe (MEOS) und für stationäre Beobachtungsanlagen (EOBA) sowie in U-Boot-Beobachtungssehrohren (SERO). bei der Luftwaffe im Tornado ECR beim Bundesgrenzschutz als mobiles System zur GrenzüberwachungFirmeninformation Zeiss Optronik: „Common-Modules-Wärmebildgeräte“, 2003 archiviert: Hans-Peter Lohmann: Spähpanzer Luchs: Die technische Dokumentation des Waffensystems. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2010, S. 104. ISBN 978-3-613-03162-3.

Es wurden über 10.000 Stück WBG-X gebaut.Although the inceptive heat-seeking device, the Donau, dates back to 1944, large-scale production commences much later. 10,000+ WBG-X thermal imagers designed for Leopard 1, Leopard 2, Marder and Luchs armoured vehicles are produced pursuant to the common module principle. Katalog der Fa. Hensoldt. 2014 Das Modell wurde ab dem Jahr 2000 durch modernere GeräteAirbus DS Optronics offers state-of-the-art retrofit gunner sights for armoured vehicles. Fa. Hensoldt wie Ophelios und Attica abgelöst und seit 2015 nicht mehr produziert.

Das WBG-X arbeitet bei Wellenlängen von 8 bis 14 Mikrometern und empfängt die Wärmestrahlung der Objekte. Es benötigt somit wie alle Wärmebildkameras keinerlei Beleuchtung.

In Panzern verbaute Wärmebildgeräte sind zumeist Wärmebildzielfernrohre, die gleichzeitig mit der Feuerleitanlage der Bordkanone verbunden sind und von Kommandanten und Richtschützen unabhängig voneinander bedient werden können.

Nach dem Einschalten ist das WBG-X erst nach zehn Minuten betriebsbereit, weil zunächst der Bildsensor auf eine Betriebstemperatur von −196 °C heruntergekühlt werden muss. Das WBG-X verwendet annähernd das gleiche Strichbild wie die Zieloptik im Tagbetrieb (z. B. EMES PERI-R17). Zu Beginn des Anrichtens verwenden Richtschützen oder Kommandanten in der Regel die 12-fache Vergrößerung, die anschließend für das weiträumige Beobachten des Gefechtsfeldes auf die 4-fache umgeschaltet wird. Die maximale Aufklärungsreichweite beträgt etwa 3 Kilometer.

Die Hell-Dunkel-Polarität der Anzeige kann je nach Gegebenheiten der Beobachtungsumgebung angepasst werden. Das Bild des WBG wird über einen optischen Kanal einer Okularbaugruppe in das Sichtfeld des Tagkanals eingeblendet, um Beobachtung und Feuerführung wie unter Tagbedingungen zu erreichen. Es kann mit einem Hebel zwischen Tag- und Wärmebildkanal umgeschaltet werden.Die Feuerleitanlage des Kampfpanzers Leopard 2

Das modular aufgebaute Zeiss WBX-X ist optisch verbunden mit dem Kommandanten-Rundblickperiskop Zeiss PERI R17. Es kann zwischen einem großen Sichtfeld und einem Ausschnitt für eindeutige Zielerkennung und Identifizierung gewechselt werdenZeiss Wärmebildgeräte sehen, erkennen, zielen bei Nacht und bei schlechtem Wetter. Anzeige der Firma Zeiss. Herbert Wanner: Modernes Rüstungsmaterial: Notwendiges und Wünschbares auch für unsere Armee. Schweizer Soldat + FHD : unabhängige Monatszeitschrift für Armee und Kader. Band (Jahr): 57 (1982).

Das WBG-X besaß eine Leistungsaufnahme von 180 Watt, hatte eine Arbeitstemperatur von −35 bis +63 °C und wog mit der Masse seines Grundgerätes etwa 18 KilogrammHans-Peter Lohmann, Rolf Hilmes: Schützenpanzer Marder. Die technische Dokumentation des Waffensystems. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2011, S. 101. ISBN 978-3-613-03295-8..

Das Einschalten des WBG gehört zur Herstellung der Gefechtsbereitschaft im Panzer.TDv 1005/049-12 SPz Schützenpanzer Panzer Marder 1

Die Aufklärungsreichweite des WBG reicht weiter als die Einsatzschussweite der Bordwaffen. Schützen, die sich in 1500 Metern befinden, lassen sich auch bei schneller Drehbewegung des Turms meist gut erkennen. Bis zu einem gewissen Grad lassen sich auch Wärmesignaturen hinter leichter Deckung aufklären. Die Identifikation von Schützen gelingt hingegen meist nur mit der Tagesoptik.

Gefechtsfeldbeobachtung aus einer Stellung gehört zu den Hauptaufgaben des WBG. Die Tagessichtoptik hingegen kommt eher zur Zielidentifikation oder bei Zielen ohne Wärmesignatur zum Einsatz.

Einzelnachweise

Kategorie:Kamera Kategorie:Militärische Ausrüstung (Bundeswehr)