mini|hochkant|Irena Káňová (um 1920) Irena Káňová (auch Kaňová; geboren am 5. April 1893 in Banská Štiavnica; gestorben am 8. April 1965 ebenda) war eine tschechoslowakische Politikerin der Československá sociální demokracie (ČSSD, Tschechoslowakische Sozialdemokratische Partei) und seit 1921 der Komunistická strana Československa (KSČ, Kommunistische Partei der Tschechoslowakei). Sie gehörte 1919 zu den ersten Frauen in der Revolutionären Nationalversammlung.
Leben Káňová war Slowakin und stammte aus Banská Štiavnica. Sie arbeitete 1914 als Arbeiterin in einer Tabakfabrik und trat drei Jahre später in die sozialdemokratische Partei ein.
Nachdem die Männer des 28. Oktober 1918 den eigenständigen Staat Tschechoslowakei proklamiert hatten, entstand aus dem Tschechoslowakischen Nationalausschuss (Národní výbor československý, NVČ) am 14. November 1918 die Revolutionäre Nationalversammlung der tschechoslowakischen Republik ( Revoluční národní shromáždění Československé republiky). Káňová trat dieser zur 95. Sitzung am 5. Dezember 1919 bei.psp.cz: Datenbank der Abgeordneten 1918ff, Buchstaben Ka. (tschechisch, abgerufen am 15. Mai 2019) Am 15. April 1920 war ihre Amtszeit beendet. Bei den Wahlen zur Nationalversammlung, die drei Tage später stattfanden, erhielt Káňová kein Mandat.psp.cz: Irena Káňová. (tschechisch, abgerufen am 15. Mai 2019) Sie war dort das jüngstes Mitglied und die einzige Repräsentantin der Slowakei. In der Versammlung vertrat Kaňová die ausgeschiedene Alice Masaryková, die später nach dem Tod ihrer Mutter als „First Lady“ des Landes wirkte.Z. Uličianska:: Prvé ženy v politike - Fuj, baby, feminy! (Siehe oben).
Im Jahr 1921 wechselte Káňová zur neu gegründeten Kommunistischen Partei, einer Abspaltung der ČSSD. Sie organisierte Streiks, war im proletarischen Journalismus tätig und engagierte sich in der Frauenbewegung. Während des Zweiten Weltkriegs war sie mit ihrem Ehemann im Widerstand.
Nach dem Krieg war Káňová weiterhin in der Kommunistischen Partei aktiv und arbeitete in der Slowakischen Frauenunion mit.
Weblinks
Zuzana Uličianska: Prvé ženy v politike - Fuj, baby, feminy!. (tschechisch, vom 10. Juli 2010)
Literatur Dana Musilová: Z ženského pohledu. Poslankyně a senátorky Národního shromáždění Československé republiky 1918–1939. Hradec Kralové 2007.
Einzelnachweise
Kategorie:Mitglied der Revolutionären Nationalversammlung (Tschechoslowakei) Kategorie:ČSSD-Mitglied Kategorie:KSČ-Mitglied Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Frauenrechtler (Tschechoslowakei) Kategorie:Tschechoslowake Kategorie:Slowake Kategorie:Geboren 1893 Kategorie:Gestorben 1965 Kategorie:Frau