Rietzneuendorf-Staakow () ist eine Gemeinde im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Sie wird vom Amt Unterspreewald verwaltet.

Gemeindegliederung Rietzneuendorf-Staakow besteht aus den Ortsteilen Friedrichshof, Rietzneuendorf und Staakow sowie dem Wohnplatz Rietze.

Geschichte Friedrichshof gehörte seit 1816 zum Kreis Beeskow-Storkow, Rietzneuendorf zum Kreis Luckau und Staakow zum Kreis Lübben (Spreewald) in der Provinz Brandenburg. Die Orte wurden 1952 in den Kreis Lübben im DDR-Bezirk Cottbus eingegliedert. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Dahme-Spreewald.

Rietzneuendorf-Staakow entstand am 31. Dezember 2001 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Rietzneuendorf-Friedrichshof () und Staakow ().StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001

Ortsteil Rietzneuendorf

Im Jahre 1455 wird der wendische Ort Rietzneuendorf mit dem Namen „Nuwendorf“ erwähnt.

1974 wurden Rietzneuendorf und Friedrichshof zu Rietzneuendorf-Friedrichshof zusammengeschlossen.Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Dahme-Spreewald. S. 41

Ortsteil Staakow

Das Gut Staakow, am Rande des Unterspreewaldes, wurde 1685 im Besitz des Wilhelm von Stutterheim erbaut. In den Jahren 1711 und 1718 wurde es um eine Schäferei und ein Vorwerk vergrößert.

Die Findlinge auf der Dorfaue sind ca. 1920 aus dem Baruther Raum als Zeitzeugen der Eiszeit nach Staakow geholt worden. Sie sollten bei der Errichtung eines Kriegerdenkmales verwendet werden. In den 1980er Jahren bekamen sie dann ein Fundament und wurden mit einer Blumenrabatte umgeben. Die durch Staakow führende Straße entstand 1934 als Versuchsstraße für den in unmittelbarer Nähe folgenden Autobahnbau.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Rietzneuendorf-Friedrichshof Staakow Jahr Rietzneuendorf-Staakow1981 557 247 2001 7081990 501 225 2005 6801995 505 200 2010 6412000 512 205 2015 613 2020 619 2021 602 2022 604 2023 609 2024 614 2025 612 Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Oberhavel (PDF) S. 14–17Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Rietzneuendorf-Staakow besteht aus acht Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 80,4 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Wählergruppe Stimmenanteil Sitze Wählergruppe Freiwillige Feuerwehr 38,2 % 3 Wählergruppe Dorfgemeinschaft 23,8 % 2 Wählergruppe Chor 16,8 % 1 Einzelbewerber Guido Landwehr 11,5 % 1 Einzelbewerber Martin Brademann 9,7 % 1

Bürgermeister 2003–2008: Ingrid SchuknechtKommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen. Landesbetrieb für Datenverarbeitung und Statistik Land Brandenburg, Potsdam 2004, S. 23. Abgerufen am 16. Juli 2024. seit 2008: Andreas AndrackKommunalwahlen im Land Brandenburg am 28.09.2008. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg, Potsdam 2008, S. 8. Abgerufen am 16. Juli 2024.

Andrack wurde bei der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 ohne Gegenkandidat mit 75,1 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf JahrenBrandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1) gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024. Wahlleiter des Landes Brandenburg, abgerufen am 16. Juli 2024.

Sehenswürdigkeiten mini|Dorfkirche Rietzneuendorf In der Liste der Baudenkmale in Rietzneuendorf-Staakow und der Liste der Bodendenkmale in Rietzneuendorf-Staakow stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Denkmale.

Die Dorfkirche Rietzneuendorf ist eine Fachwerkkirche aus dem Jahr 1704. Der Bau geht auf den Kirchenpatron Adam Ernst von Stutterheim zurück. Im Innern steht unter anderem ein Kanzelaltar aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Ein Taufengel wird der Werkstatt von Tobias Mathias Beyermann zugeschrieben.

Verkehr Durch das Gemeindegebiet führt die Landesstraße L 711 von Golßen zur Anschlussstelle Staakow an der Bundesautobahn 13 Berlin–Dresden. Die Autobahn durchquert das Gemeindegebiet. Über die Anschlussstelle Staakow ist der nahegelegene Freizeitpark „Tropical Islands“ zu erreichen.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Brand Tropical Islands in zwei Kilometer Entfernung an der Bahnlinie Berlin–Cottbus. Er wird von den Regionalexpresslinien RE 2 Wismar–Berlin–Cottbus und RE 7 Dessau–Berlin–Senftenberg bedient.

Söhne und Töchter der Gemeinde Johann Georg Tinius (1764–1846), evangelischer Theologe und Bibliomane, geboren in Staakow

Weblinks

Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow beim Amt Unterspreewald

Einzelnachweise

Kategorie:Gemeindegründung 2001