Die Kölner Beiträge zur Musikforschung (KBMf) war eine der ältesten Musikbuchreihen in Deutschland. Als vorrangig monografische Reihe wurde sie 1938 von dem Kölner Musikwissenschaftler Theodor Kroyer gegründet und erschien im Gustav Bosse Verlag, von 2004 bis 2015 erschien sie unter dem Namen Kölner Beiträge zur Musikwissenschaft (KBMw).

Die Kölner Beiträge erschienen unregelmäßig, teilweise in springenden Erscheinungsjahren, mit gezählten 211 Bänden unter dem alten und 17 Bänden unter der neuen Bezeichnung (Stand: Februar 2021). Veröffentlicht wurden herausragende Forschungsbeiträge, meist Dissertationen mit den Noten Summa cum laude oder Magna cum laude, des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität zu Köln.

Geschichte mini|Band 1: Willi Kahl Die Reihe wurde 1938 von dem zu dieser Zeit gerade emeritierten Musikwissenschaftler Theodor Kroyer für Veröffentlichungen des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Köln begründet und mit der Bibliografie Willi Kahls über das Schrifttum zu Franz Schubert von 1828 bis 1928 eröffnet. 1941 übernahm Karl-Gustav Fellerer, dessen eigene Dissertation über die Deutsche Gregorianik im Frankenreich als Band 5 in der Reihe erschien, die Herausgeberschaft. Aufgrund des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit wurde das Erscheinen nach dem ebenfalls 1941 erschienenen Band 6 bis 1955 unterbrochen. Fortgesetzt wurde sie durch die Dissertation von Michael Schneider zur Orgelspieltechnik des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland. Fellerer blieb bis 1971 Herausgeber und wurde von seinem Lehrstuhlnachfolger Heinrich Hüschen abgelöst, der die Reihe bis 1984 weiterführte. Zu den weitere Herausgebern zählen Klaus Wolfgang Niemöller und Dietrich Kämper.

Durch die fachliche Erweiterung des Musikwissenschaftlichen Instituts mit den Fachgebieten der Musikalischen Akustik und Systematischen Musikwissenschaft durch Jobst Fricke und Musikethnologie durch Josef Kuckertz erschienen in der Reihe vermehrt Dissertationen über die Themen der Historischen Musikwissenschaft hinaus. Jobst Fricke begründete innerhalb der KBMf die „Akustische Reihe“, in der insgesamt 15 Bände zu Themen aus der Musikalischen Akustik und Systematischen Musikwissenschaft erschienen. Website Uni Wien. Abgerufen am 28. Januar 2021 Darüber hinaus wurden einige Herausgeberbände von Symposien des Kölner Instituts in der Reihe veröffentlicht.Kölner Beiträge zur Musikforschung bei WorldCat. Abgerufen am 28. Januar 2021

Ab 2004 zeichneten Christoph von Blumröder, Wolfram Steinbeck und Frank Hentschel für die Herausgabe der Reihe. Sie veränderten den Reihentitel, indem sie den prozessorientierten Begriff der Musikforschung durch den stärker ergebnisorientierten der Musikwissenschaft ersetzten. Die Zählung der Bände wurde nicht fortgesetzt. Eine Begründung für die neue Bezeichnung und Zählung ist nicht veröffentlicht. Der Bosse Verlag verstand sie dennoch als Weiterführung derselben Reihe, in der weiterhin Forschungsbeiträge des Musikwissenschaftlichen Instituts der Universität Köln veröffentlicht werden.Kölner Beiträge beim Gustav Bosse Verlag. Abgerufen am 21. Januar 2021 Die Reihe wurde seit 2015 nicht fortgesetzt.

Die Kölner Beiträge erschienen zunächst in Regensburg, ab 1993, bedingt durch den Standortwechsel des Gustav Bosse Verlags, in Kassel. Einige der nicht mehr lieferbaren Bände erschienen als Online-Antiquariat im Epos-Verlag der Universität Osnabrück.Epos Verlag Osnabrück. Abgerufen am 21. Juli 2025.

Bände Kölner Beiträge zur Musikforschung