Oberroth ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Neu-Ulm in Bayern. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Buch.
Geografie Geografische Lage Das Pfarrdorf liegt in der Region Donau-Iller in Mittelschwaben im Tal der Roth, 25 km nördlich von Memmingen und 35 km südöstlich von Ulm.
Gemeindegliederung Die Gemeinde hat zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben): Oberroth (Pfarrdorf) Schalkshofen (Weiler)
Geschichte Bis zum 19. Jahrhundert Oberroth hieß um 780 Rota. Im Jahr 898 wurde es in einer kaiserlichen Urkunde genannt. Der Ort gehörte zum Hochstift Augsburg. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört er zu Bayern. mini|Brauereigasthof in Oberroth 20. Jahrhundert Vor der Gemeindegebietsreform 1972 gehörten die Gemeindeteile zum ehemaligen Landkreis Illertissen. Am 1. Mai 1978 wurde der Gemeindeteil Unterschönegg an den Markt Babenhausen (Landkreis Unterallgäu) abgetreten, am 1. Januar 1979 kam ein kleiner Teil von Altenstadt dazu.GenWiki Oberroth
Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2019 wuchs die Gemeinde von 724 auf 909 um 185 Einwohner bzw. um 25,6 %.Einwohnerzahlen Landkreis Neu-Ulm
1961: 661 Einwohner 1970: 654 Einwohner 1987: 723 Einwohner 1991: 757 Einwohner 1995: 794 Einwohner 2000: 824 Einwohner 2005: 839 Einwohner 2010: 837 Einwohner 2015: 900 Einwohner
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat hat acht Mitglieder, zuzüglich des Bürgermeisters. Alle acht Mandate gingen 2014 auf wahlen.bayern.de, abgerufen am 20. Januar 2018 und 2020 an den Bürgerblock.
Bürgermeister Bürgermeister ist Willibold Graf (Bürgerblock). Er wurde im Jahr 2014 Nachfolger von Erwin Reiter (Bürgerblock).
Wappen Die Wappenbeschreibung lautet: In Rot eine eingeschweifte goldene Spitze, darin ein wachsender roter Bischofsstab; vorne ein silberner Wellenbalken, hinten ein halber silberner Adler mit Spalt. Das ursprüngliche Wappen wurde gemindert und der Balken zu einem Wellenbalken umgestaltet, um die geographische Lage der Gemeinde im Tal der Roth zu symbolisieren. Der Bischofsstab erinnert an die Landesherrschaft des Hochstifts Augsburg.
Baudenkmäler mini|Pfarrkirche St. Stephan in Oberroth
Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft Im Jahr 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe keine und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 308. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei Betriebe, im Bauhauptgewerbe keinen. Zudem bestanden im Jahr 1999 30 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 500 ha, davon waren 227 ha Ackerfläche und 273 ha Dauergrünfläche. Die Brauerei Reitinger mit angeschlossenem Brauereigasthof hatte ihren Sitz in Oberroth.
Verkehr Oberroth liegt an der Staatsstraße 2020. Die Autobahn A 7 verläuft etwa vier Kilometer westlich. Anschlussstellen sind Illertissen (AS 124) und Altenstadt (AS 125). Es gibt eine Busverbindung Babenhausen - Illertissen.
Bildung Im Jahr 2023 gab es folgende Einrichtungen: Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 33 Kindern Grundschule: mit Klasse 1/2 & Klasse 3/4
Persönlichkeiten Johann Evangelist Georg Lutz (1801–1882), Dekan, Kämmerer und Pfarrer in Oberroth von 1739 bis 1757 Hans Schnitzler (1881–unbekannt), Gewerkschafter und Mitglied des Bayerischen Landtags
Weblinks
Gemeinde Oberroth
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Neu-Ulm Kategorie:Ort in Oberschwaben
Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)