mini|Zygmunt Laskowski (1909) Zygmunt Władysław Laskowski (auch: Sigismond Ladislas Laskowski und Sigismund Landislaus Laskowski, selten Laskowsky; * 19. Januar 1841 in Warschau, Polen; † 15. Mai 1928 in Genf, Schweiz) war ein französisch-polnischer Mediziner und Hochschullehrer.

Leben und Wirken Zygmunt Laskowski war der Sohn des Ratsherrn Mateusz Laskowski. 1858 begann er sein Studium der Medizin an der teilweise wiedereröffneten Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Warschau und studierte dort vier Jahre bei Henryk Fryderyk Hoyer und Ludwik Maurycy Hirszfeld. Laskowski war aktiv an der Vorbereitung des Januaraufstandes 1863 in Polen beteiligt und reiste dafür im Juli desselben Jahres nach Paris; nach der Niederschlagung des Aufstandes kehrte er jedoch nicht mehr nach Polen zurück.

Im Jahr 1864 begann Laskowski sein Studium der Medizin wieder aufzunehmen. An der University of Cambridge besuchte er Vorlesungen beim Professor für Physiologie und Anatomie George Murray Humphry und am Lehrkrankenhaus St Bartholomew’s Hospital in London bei Professor Backes-Broron. 1865 kehrte er nach Paris zurück und führte dort sein Studium an der medizinischen Fakultät bei Marie Philibert Constant Sappey fort, welches er 1867 mit einer Arbeit über Ovarialtumoren abschloss. Bereits zu dieser Zeit entwickelte er ein neues Verfahren zur Konservierung von ganzen Leichen als auch von einzelnen Präparaten durch eine Glycerin-Phenol-Mischung, welche die Präparate ein frisches Aussehen, als auch ihre ursprüngliche Weichheit und Elastizität behalten ließ.

Anschließend arbeitete er als Assistenzprofessor für Anatomie und Chirurgie an der praktischen Schule der Pariser medizinischen Fakultät. Beim Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 diente er freiwillig als Arzt und Chirurg und erhielt dafür das Ritterkreuz der Ehrenlegion sowie die französische Staatsbürgerschaft verliehen. Am 18. Februar 1876 wurde Laskowski zum Professor für normale Anatomie an die neu gegründete medizinische Fakultät der Universität Genf berufen. Dort war er 1891/92 und von 1907 bis 1912 Dekan der Fakultät, veröffentlichte anatomische Atlanten und wurde 1916, als er in Ruhestand ging, zum Ehrendoktor der Universität ernannt. Bereits 1900 hatte er die Ehrendoktorwürde der Jagiellonen-Universität in Krakau verliehen bekommen.

In den letzten Jahren seines Lebens betätigte er sich auch als Amateurastronom; seine wichtigste Entdeckung auf dem Gebiet der Astronomie war die Entdeckung der Nova Aquilae am 7. Juni 1918.

Laskowski heiratete am 2. August 1874 Zofia Czaplicka in Krakau. Aus der Ehe stammen fünf Kinder: zwei Söhne und drei Töchter.

Werke (Auswahl)

Quellen Literatur

Einzelnachweise

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