Waldbrunn ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

Geographie mini|Panorama Ansicht von Waldbrunn Lage Waldbrunn liegt etwa zwölf Kilometer westlich von Würzburg. Es gibt nur die Gemarkung Waldbrunn. Es grenzt an Eisingen, Waldbüttelbrunn und das gemeindefreie Gebiet Irtenberger Wald mit dem Naturwald Irtenberger Wald.

Gemeindegliederung Außer dem Pfarrdorf Waldbrunn gibt es keine weiteren Gemeindeteile.

Es gibt auf dem Gemeindegebiet nur die Gemarkung Waldbrunn. Sie hat eine Fläche von 6,623 km² und ist in 2192 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3021,24 m² haben.

Name Etymologie Der Name Waldbrunn besteht aus den althochdeutschen Wörtern wallen und brunno. Sie bedeuten „sprudeln“ und „Quelle“. Der Ort wurde demnach an einer sprudelnden Quelle errichtet. Als Bestimmungswort kommt aber auch ahd. walt (Wald) infrage. Dabei müsste man den Ausfall des Dentals t wegen der Mehrkonsonanz annehmen.

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1164 „Walbrunnen“ 1182 „Walprunnen“ 1208 „Walprunen“ 1465 „Walbrunne“ 1655 „Walbrunn“ 1719 „Waltbrun“ 1791 „Waldbrun“ 1804 „Waldbrunn“

Geschichte Der Siedlungsname wurde erstmals im Jahre 1164 als „Walbrunnen“ in einer Urkunde bezeugt.

Auf Waldbrunner Gemarkung befinden sich die abgegangenen Siedlungen Haselbrunn und Albstatt. Albstatt wurde 742 erstmals urkundlich erwähnt.

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Kloster Oberzell), das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Waldbrunn 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Jahr 1818 entstand im Zuge der bayerischen Verwaltungsreformen die politische Gemeinde.

Einwohnerentwicklung 1910: 591 Einwohner 1950: 873 Einwohner 1961: 903 EinwohnerHorst-Günter Wagner: Die Stadtentwicklung Würzburgs 1814–2000. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2, Theiss, Stuttgart 2001–2007; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 396–426 und 1298–1302, hier: S. 425 (Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik, Gemeindedaten). 1970: 1129 Einwohner 1987: 2061 Einwohner 1991: 2264 Einwohner 1995: 2484 Einwohner 2000: 2566 Einwohner 2005: 2557 Einwohner 2010: 2615 Einwohner 2015: 2707 Einwohner 2020: 2887 Einwohner Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 2112 auf 2824 um 712 bzw. um 33,7 %. Quelle: BayLfStat

Politik

Gemeinderat Der Gemeinderat von Waldbrunn hat 14 Mitglieder. Die Wahl am 15. März 2020 brachte folgende Sitzverteilung:Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 14. Juli 2020 Partei / Liste Sitze Christlich-Soziale Union (CSU) 7 Unabhängige Bürgergemeinschaft 4 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 3 Gesamt 14

Bürgermeister Von 2002 bis 2008 war Ludwig Götzelmann (UBG) Bürgermeister, er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Arnulf Wilhelm (Unabhängige Bürgergemeinschaft). Von 2008 bis 2020 übte Hans Fiederling (Unabhängige Bürgergemeinschaft) dieses Amt aus. Seit dem 1. Mai 2020 ist Markus Haberstumpf (CSU) Bürgermeister von Waldbrunn; bei einer Wahlbeteiligung von 62,1 % wurde er ohne Gegenkandidat am 15. März 2020 mit 90,6 % der Stimmen gewählt.Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 14. Juli 2020

Wappen

Allianz Waldsassengau Seit dem 20. November 2014 ist Waldbrunn zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert. Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

Bau- und Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft 2017 gab es in der Gemeinde 328 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Von der Wohnbevölkerung standen 1120 Personen in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Damit war die Zahl der Auspendler um 792 Personen größer als die der Einpendler. 25 Einwohner waren arbeitslos. 2016 gab es vier landwirtschaftliche Betriebe.

Verkehr Im ÖPNV ist Waldbrunn mit der NVM-Buslinien 491 Würzburg – Höchberg – Kleinrinderfeld und 511 Würzburg – Eisingen (Kr Würzburg) – Waldbrunn angebunden. Es besteht eine Verkehrsanbindung an die Bundesautobahn 3 von Frankfurt nach Würzburg über die Anschlussstelle Helmstadt und eine direkte Busanbindung nach Würzburg. Waldbrunn ist angebunden an mehrere überörtliche Radwanderwege: Romantische Straße, Aalbachtalradweg, Fränkischer Marienweg und Würzburg – Wertheim.

Bildung Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2020): 2 Kindertagesstätten + Waldkindergarten: ca. 200 Kindergartenplätze Grundschule

Weblinks

Gemeinde Waldbrunn (PDF; 1,05 MB)

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Würzburg Kategorie:Ersterwähnung 1164 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)

Kategorie:Gemarkung im Landkreis Würzburg