Heinz Hiebler (* 1967) ist ein österreichischer Literaturwissenschaftler und Medienwissenschaftler.
Leben Von 1985 bis 1991 studierte er Germanistik, Kunstgeschichte und Philosophie in Graz. Von 1994 bis 2001 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen des FWF-Projekts Literatur und Medien am Institut für Germanistik bei Hans H. Hiebel. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Frage nach dem Einfluss der Medien auf die Form von Literatur. Grundlegende Publikationen des Projekts beschäftigten sich zunächst mit der Logik und Leistung der Medien in der Technikgeschichte und der Ausdifferenzierung und wechselseitigen Beeinflussung technischer Medien in Schrift, Bild und/oder Ton. Die Schwerpunkte Hieblers lagen dabei in den Bereichen der akustischen Medien und der Übertragungsmedien sowie in der Anwendung der Fragestellung auf die Medienkultur der literarischen Moderne zwischen 1870 und 1933. Von 1996 bis 2007 war er Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik an der Universität Graz. Nach der Promotion 2001 mit einer umfangreichen Studie über Hugo von Hofmannsthal und die Medienkultur der Moderne (erschienen 2003) zum Doktor der Philosophie (Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft) war er von 2003 bis 2005 Lehrbeauftragter am Institut für Germanistik II: Neuere deutsche Literatur und Medienkultur der Universität Hamburg. Von 2005 bis 2007 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Lüneburg (Fachbereich III: Angewandte Kulturwissenschaften – Sprache und Kommunikation: Literarische Kultur – Medienkultur). Von 2005 bis 2013 entwickelte er Fernstudienmaterial zu den Themenbereichen Medien und Kultur (2008), Wissen im digitalen Zeitalter (2008) und Medienkulturgeschichte (2013) für den Fachbereich Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität Hagen. Seit 2007 leitet er das Medienzentrum der Fachbereiche Sprache, Literatur und Medien I + II der Universität Hamburg, dessen Leistungsbereich seit Anfang 2025 auf die gesamte Fakultät der Geisteswissenschaften ausgeweitet wurde. 2010/2011 erfolgte die Habilitation an der Universität Hamburg (Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft). Die dazugehörige Habilitationsschrift erschien 2018 in einer vollständig überarbeiteten und aktualisierten Fassung unter dem Titel Die Widerständigkeit des Medialen – Grenzgänge zwischen Aisthetischem und Diskursivem, Analogem und Digitalem.
Seine Schwerpunkte sind wissenschaftliche und organisatorische Leitung des Medienzentrums GW, Medientechnikgeschichte / Medienkulturgeschichte, Medienkulturtheorie, Medienphilosophie, Medienästhetik – Mediensemiotik (Schrift, Bild, Ton), Medien und Realität, medienorientierte Literaturwissenschaft, Medienwechsel – Intermedialität und Digitalisierung.
Weblinks PD Dr. Heinz Hiebler ORCID-ID: https://orcid.org/0009-0004-1322-4000
Kategorie:Literaturwissenschaftler Kategorie:Medienwissenschaftler Kategorie:Hochschullehrer (Universität Hamburg) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1967 Kategorie:Mann