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Benzendorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Eckental im Landkreis Erlangen-Höchstadt (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Benzendorf hat eine Fläche von 3,840 km². Sie ist in 591 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6497,89 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Illhof und Oedhof.

Geografie Das Dorf liegt im Bereich der nördlichen Albrandregion. Es befindet sich auf freier Flur und wird vom Rüsselbach, einem linken Zufluss der Schwabach, durchflossen. Die Kreisstraße ERH 12/FO 44/ERH 12 führt nach Mittelrüsselbach (1 km nördlich) bzw. die Staatsstraße 2236 kreuzend nach Herpersdorf (2,3 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Oedhof (0,7 km östlich) und nach Illhof (1,4 km südöstlich).

Geschichte Benzendorf wurde, wie die meisten Dörfer in der Umgebung, zwischen 1050 und 1150 gegründet. 1195 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt. Das Kloster Weißenohe nannte das Dorf „Beislendorf“. Um 1500 gehörte Benzendorf zur Reichsstadt Nürnberg und war protestantisch geprägt.Wilhelm Held: Aus der Geschichte des Marktes Eschenau. 1967, Verlag Hans Fahner, Lauf an der Pegnitz

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Benzendorf aus 9 Anwesen (8 Güter, 1 Zubaugut) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das nürnbergische Pflegamt Hiltpoltstein aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Weißenohe.W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 54.

1806 kam Benzendorf an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Kirchröttenbach und der zugleich gebildeten Ruralgemeinde Kirchröttenbach zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Benzendorf, zu der die Illhof und Oedhof gehörten. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Lauf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Hersbruck (1919 in Finanzamt Hersbruck umbenannt). Ab 1862 gehörte Benzendorf zum neu gegründeten Bezirksamt Hersbruck und weiterhin zum Landgericht Lauf (1879 in das Amtsgericht Lauf an der Pegnitz umgewandelt). Ab 1908 war für die Verwaltung das neu gebildete Bezirksamt Lauf zuständig (1939 in Landkreis Lauf an der Pegnitz umbenannt).W. Schwemmer, G. Voit: Lauf-Hersbruck, S. 140. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,880 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Benzendorf am 1. Juli 1972 ein Bestandteil der neu gebildeten Gemeinde Eckental.

Baudenkmäler In Benzendorf gibt es zwei Baudenkmäler: Haus Nr. 10: Wohnhaus mit Hopfenscheune Kruzifix

Einwohnerentwicklung Gemeinde Benzendorf Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 168 172 170 169 182 193 194 200 206 194 189 185 174 201 199 177 160 140 134 209 180 140 161 159HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, von 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 30 30 29 31 33 32 30 32 31 Quelle Für die Gemeinde Benzendorf inklusive Illhof (S. 45) und Oedhof (S. 67). Laut dem Historischen Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 225 Einwohner.

Ort Benzendorf Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 49 87 54 72 74 58 55 60 50 48 44 48Häuser 12 12 12 13 11 12 11 13 Quelle

Religion Benzendorf ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Walburgis (Kirchröttenbach) gepfarrt. Die Zuordnung der evangelischen Pfarrei St. Jakobus (Kirchrüsselbach) blieb ebenfalls bestehen.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Erlangen-Höchstadt Kategorie:Geographie (Eckental) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Erlangen-Höchstadt) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Ersterwähnung 1195 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Erlangen-Höchstadt