Die ConRo-Schiffe der Grande-Africa-Klasse, auch Grande-America-Klasse,, McGregor (englisch) werden von der italienischen Reederei Grimaldi Lines betrieben. mini|Grande Brasile 2021 in Hamburg
Technik Der 214 Meter lange und 32,25 Meter breite Schiffstyp ist als Mehrzweck-ConRo-Frachtschiff mit Deckshaus in der hinteren Schiffshälfte und langem, mittleren Laderaum ausgelegt. Die Back ist mit einem Wetterschutz versehen. Die Schiffe sind mit rund 56.650 BRZ vermessen und haben eine Tragfähigkeit von rund 28.000 Tonnen. Sie sind für den Transport von LKW, PKW und anderer rollender Ladung sowie Containern konzipiert. Insgesamt verfügen die Schiffe über Rolldecks mit 2500 Spurmetern. Die Schiffe sind mit einer achtern angebrachten, elektrohydraulischen Heckrampe von McGregor ausgerüstet, die mit 150 t belastet werden kann., Grimaldi Lines. Auf dem Wetterdecksbereich vor dem Deckshaus können 800 TEU gestaut werden. Hier befinden sich auf der Steuerbordseite zwei Krane, die jeweils 40 t heben können.
Außer für die 26-köpfige Besatzung sind Unterbringungsmöglichkeiten für 12 LKW-Fahrer beziehungsweise Passagiere in sechs Doppelkabinen vorhanden.
Der Antrieb der Schiffe besteht aus einem Siebenzylinder-Zweitakt-Dieselmotor des Herstellers Sulzer (Typ: 7RTA72U) mit einer Leistung von 15.540 kW. Der Motor wirkt auf einen Verstellpropeller und ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 19 Knoten. Die Bordelektrik wird von vier Generatoren mit insgesamt 4003 kW versorgt. Die An- und Ablegemanöver werden durch Querstrahlsteueranlagen im Bug und Heck unterstützt.
Die Schiffe Grande America-Klasse Bauname BauortBaunummer IMO-Nummer KiellegungStapellaufAblieferung AuftraggeberReederei Umbenennungenund Verbleib Grande America Palermo/5984 9130937 20.12.199505.07.199709.12.1997 Grande America Shipping, Valletta Am 12. März 2019 in der Biskaya gesunken. Grande Africa Palermo/5985 9130949 20.12.199508.07.199829.10.1998 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Atlantico Palermo/5986 9130951 25.07.199617.04.199921.07.1999 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Brasile Palermo/6055 9198123 27.02.199919.02.200030.05.2000 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo Im Februar 2025 in der Nordsee in Brand geraten und im April 2025 zum Abbruch in Aliağa verkauft. Grande Argentina Palermo/6056 9198135 29.06.199911.11.200026.02.2001 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Francia Castellammare/6092 9246592 05.11.200120.07.200212.12.2002 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Nigeria Ancona/6093 9246580 26.02.200226.10.200225.01.2003 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande San Paolo Palermo/6094 9253208 26.02.200203.05.200309.08.2003 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Amburgo Castellammare/6093 9246607 02.200310.200312 2003 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo So in Fahrt. Grande Buenos Aires Palermo/6095 9253210 28.06.200204.11.200316.02.2004 Grimaldi Compagnia di Navigazione, Palermo Von Fincantieri in Ancona fertiggestellt, so in Fahrt. Daten: EquasisEquasis-Startseite (englisch)
Geschichte Die Schiffe entstanden auf den italienischen Fincantieri-Werften in Palermo, Ancona und Castellammare di Stabia. Die Einheiten werden im Liniendienst der italienischen Grimaldi-Gruppe eingesetzt.
Kollision der Grande Nigeria auf der Westerschelde Am 13. August 2003 stieß die Grande Nigeria auf der Schelde mit dem Autotransporter Nada V zusammen, wobei auf beiden Schiffen Schäden entstanden. Ursache war ein Fehler des Lotsen auf der Grande Nigeria.Loods Grande Nigeria maakte fout, Omroep Zeeland, 12. Oktober 2005, abgerufen am 14. März 2019.
Havarie der Grande America in der Biskaya { "type": "FeatureCollection", "features": [
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] }In der Nacht vom 10. auf den 11. März 2019 brach auf der Grande America, die sich in der Biskaya auf dem Weg von Hamburg nach Casablanca befand, ein Feuer aus. Der Kapitän versuchte zunächst, in Richtung La Coruna zu navigieren, während die Besatzung mit Löscharbeiten begann. Es stellte sich jedoch heraus, dass das Feuer mit Bordmitteln nicht gelöscht werden konnte. Daraufhin verließen die 27 an Bord befindlichen Personen (26 Besatzungsmitglieder und ein Passagier) das Schiff gegen 2 Uhr morgens und wurden gegen 4 Uhr von der britischen Fregatte HMS Argyll aufgenommen. Der Notschlepper Abeille Bourbon war von den französischen Behörden zur Unfallstelle entsandt worden und nahm am Morgen des 11. März die Löscharbeiten des evakuierten Schiffes auf, stellte sie jedoch in der Nacht auf den 12. März ein, da das Schiff starke Schlagseite hatte. Die Grande America sank am 12. März um 15:26 Ortszeit auf der Position .Eckhard-Herbert Arndt: „Grande America“ geht unter. In: Täglicher Hafenbericht, 12. März 2019. Die Reederei hatte zusätzlich die mit Löschanlagen ausgerüsteten Ankerziehschlepper Union LynxIMO-Nr. 9178410 aus dem spanischen Vigo und Terasea HawkIMO-Nr. 9624598 aus Rotterdam mit je einer Löschmannschaft zur Unfallstelle entsandt, beide trafen aber nicht mehr rechtzeitig ein. Die Reederei kündigte an, in Abstimmung mit den französischen Behörden das Wrack, das in etwa 4600 m Tiefe liegt, durch das Unternehmen Ocean Infinity untersuchen zu lassen.
Das Schiff war unter anderem mit 2.210 PKW, davon 1.298 Neuwagen, sowie 365 Containern (davon 34 Gefahrgutcontainer an Deck sowie 11 im Laderaum) beladen, welche unter anderem Baumaschinen, rund 100 Tonnen Salzsäure und rund 70 Tonnen Schwefelsäure enthielten. Die französische Westküste wird nun durch eine Ölpest bedroht, da sich in den Bunkertanks des Schiffes noch rund 2.200 Tonnen Schweröl befanden. Mehrere spezialisierte Einheiten haben am 15. März trotz widriger Wetterbedingungen mit der Ölaufnahme begonnen, darunter mehrere französische Hochseeschlepper, die für die Ölbekämpfung eingesetzt werden können (Argonaute,IMO-Nr. 9269518 VN Partisan,IMO-Nr. 9106431 VN SapeurIMO-Nr. 8304816), das Mehrzweckschiff A603 Rhone der Marine, der spanische Hochseeschlepper Ria de VigoIMO-Nr. 8311417 und der spanische Notschlepper Alonso de Chaves,IMO-Nr. 8411164 der ebenfalls über Ölbekämpfungsfähigkeiten verfügt. Am 19. März 2019 wurde vermeldet, dass man aufgrund besseren Wetters nun mit dem Ausbringen von Ölbarrieren beginnen könne. Im April 2019 wurde das Wrack von Ocean Infinity mit autonomen und ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen von Bord der Island PrideIMO-Nr. 9630547 aus untersucht.
Feuer an Bord der Grande Brasile Auf einem der Ladungsdecks der Grande Brasile brach am 18. Februar 2025 ein Feuer aus. Das Schiff befand sich vor der englischen Küste auf der Fahrt von Antwerpen nach Le Havre. Das Feuer konnte mit Bordmitteln gelöscht werden. Später am selben Tag brach erneut ein Feuer an Bord aus. Die Besatzung wurde evakuiert, das Schiff zurück nach Antwerpen geschleppt.
Literatur Grande America: The first of eight for Grimaldi, In: Fairplay: Solutions, Fairplay Publications, Coulsdon, 1998
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Einzelnachweise
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