mini|Ruiz de Gamboa, Bravo de Saravia und Sotomayor (Darstellung von 1611) Martín Ruiz de Gamboa de Berriz (* 1533 in Durango, Vizcaya, Spanien; † 1590 in Santiago de Chile, Chile) war Gouverneur von Chile.

Leben Ruiz de Gamboa war ein Sohn von Andrés López de Gamboa y de Nafarra de Bérriz. Im Alter von sechzehn Jahren trat er in die Dienste des Bernardino de Mendoza (1501–1557) ein und diente zunächst auf dessen Galeeren in der Levante und vor Oran und Mers-el-Kébir. 1550 kam er nach Peru und 1552 nach Chile. Dort nahm er am Arauco-Krieg gegen die indigenen Mapuche teil. Ruiz de Gamboa kämpfte 1557 in der Schlacht von Millarapue und war gemeinsam mit Gouverneur García Hurtado de Mendoza war er an der Gründung von Cañete beteiligt. 1567 führte er Feldzüge auf der Insel Nueva Galicia durch und gründete dort die Städte Castro und Chacao. Die Insel erhielt später in den indigenen Namen Chiloé. In Begleitung des Feldmarschalls Francisco Gutiérrez de Altamirano erkundete er die Provinzen Arauco und Tucapel (Provinz Bío-Bío). 1563 zog er mit Verstärkung in Concepción ein und verblieb dort während der Belagerung bis 1564. Er wurde 1565 unter dem neuen Gouverneur Rodrigo de Quiroga zum Leutnant ernannt, kämpfte in Purén und Quiapo und half beim Wiederaufbau der Festung von Arauco.

1569 ernannte ihn Gouverneur Melchor Bravo de Saravia zum General und Obersten Richter der Provinzen Arauco und Tucapel. In der der Schlacht von Catiray befehligte uiz de Gamboa die Nachhut und wurde zum Generalleutnant und Marschall ernannt. Am 7. Januar 1569 wurde er mit seinen Truppen von den Mapuche besiegt und 45 Spanier verloren ihr Leben. Am 17. Februar 1577 ernannte ihn der erkrankte Rodrigo de Quiroga zu seinem Nachfolger als Gouverneur und er übernahm zunächst kommissarisch und ab 25. Februar 1580 offiziell dessen Amtsgeschäfte. Am 8. Mai 1580 ordnete er an, die Zwangsarbeit der indigenen Bevölkerung zwischen den Flüssen Choapa und Maule zu beenden und verpflichtete sie fortan einen Tribut in Gold und Waren an die Kirche in Santiago und an den Staat zu entrichten. Am 25. Juni 1580 gründete er die Stadt Chillán und ließ auf Wunsch König Philipps II. Reservate für die indianische Bevölkerung einrichten. Am 26. April 1581 wurde er durch Francisco de Toledo Vizekönig von Peru im Amt bestätigt.

Im Juni 1581 kam es zu einer Revolte gegen Ruiz de Gamboa, die von Lope de Azócar angeführt wurde, die er niederschlagen konnte. Am 18. Oktober 1583 wurde ihm auf Anordnung des spanischen Königs eine Encomienda (Landschenkung) in Los Confines gewährt und er übergab sein Amt als Gouverneur endgültig an Alonso de Sotomayor.Juan Guillermo Muñoz Correa: Martín Ruiz de Gamboa. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia (spanisch, historia-hispanica.rah.es).

Familie Ruiz de Gamboa war mit Isabel [de Quiroga y Sánchez] verheiratet, einer unehelichen Tochter des Gouverneurs Rodrigo de Quiroga und der Peruanerin María Sánchez. Sie war zuvor mit Pedro de Avendaño Velasco vermählt. Das Paar hatte zwei Kinder. Inés de Gamboa y Quiroga (* 1563) ⚭ am 25. Februar 1579 mit Antonio de Quiroga (1550), Sohn von Juan Losada Quiroga und Constanza (geborene de Villazcur y Balboa). Rodrigo de Gamboa y Quiroga (* 1564) wurde Mönch Er hatte einen älteren Bruder, Lope Ruiz de Gamboa y Bérriz (1532 – Februar 1563).

Literatur

Weblinks Juan Guillermo Muñoz Correa: Martín Ruiz de Gamboa. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia (spanisch, historia-hispanica.rah.es – die hier angegebenen Lebensdaten gehören vermutlich zu einer anderen Person, da sie auch nicht zum Text passen).

Einzelnachweise

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