mini|Klaus Klingner (2017) Klaus Klingner (* 14. Dezember 1935 in Potsdam; † 19. Januar 2024 in Bad Oldesloe) war ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 1988 bis 1996 Justizminister des Landes Schleswig-Holstein.Klaus Klingner. whoswho.de, abgerufen am 16. Februar 2015.

Leben Nach dem Abitur im Jahr 1956 in Hamburg absolvierte Klingner ein Studium der Rechtswissenschaft in Hamburg und Kiel, welches er 1960 mit dem ersten und 1964 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. Während seines Studiums in Kiel wurde er in der schlagenden Verbindung Landsmannschaft Troglodytia Kiel im CC aktiv und schlug mehrere Partien. 1964 erfolgte auch seine Promotion zum Dr. jur. an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Seitdem war er als Richter tätig. 1968 erhielt er seine erste Planstelle als Amtsgerichtsrat in Bad Oldesloe.

Politik Seit dem Jahr 1966 war er Mitglied der SPD. Von 1970 bis 1971 gehörte Klingner dem Kreistag des Kreises Stormarn an.

Landtagsabgeordneter von Schleswig-Holstein Anschließend war Klingner in den Jahren 1971 bis 1996 Mitglied des Landtages von Schleswig-Holstein. Hier war er von 1975 bis 1979 und von 1983 bis 1988 Stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion. Von 1979 bis 1983 war er Vorsitzender des Innenausschusses und 1987/88 Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Barschel/Pfeiffer-Affäre.

Klingner war 1988 und 1992 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Stormarn und sonst stets über die Landesliste in den Landtag eingezogen.

Kandidatur als Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern 1990 war Klingner nach der Wende und friedlichen Revolution in der DDR SPD-Spitzenkandidat, konnte sich jedoch gegen den CDU-Kandidaten Alfred Gomolka nicht durchsetzen.

Öffentliche Ämter

Am 31. Mai 1988 wurde er als Justizminister in die von Ministerpräsident Björn Engholm geführte Landesregierung von Schleswig-Holstein berufen. Dieses Amt behielt er auch unter dessen Amtsnachfolgerin Heide Simonis.Schleswig-Holstein Kabinett Simonis I. fair-hotels.de, abgerufen am 16. Februar 2015. Nach der Landtagswahl 1996 schied er am 22. Mai 1996 aus der Regierung aus.Jens Peter Meier: Klaus Klingner feiert 70. Geburtstag. In: Hamburger Abendblatt. 15. Dezember 2005; abgerufen am 16. Februar 2015.

Privates Klaus Klingner war seit dem 30. Juli 1960 verheiratet mit Elke Klingner. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor (* 1962 und * 1964). Er lebte in Bad Oldesloe.Klaus Klingner – ein Citoyen wurde 75. spd-net-sh.de, abgerufen am 16. Februar 2015. Im Januar 2024 verstarb Klaus Klingner im Alter von 88 Jahren in Bad Oldesloe.

Schriften (Auswahl) Rechtsfähigkeit und allgemeines Persönlichkeitsrecht. (= Dissertation Universität Kiel.) Kiel 1964, . Vorwort. In: Gesetz über den Vollzug der Freiheitsstrafe und der freiheitsentziehenden Massregeln der Besserung und Sicherung. Briese, Lübeck 1976, . 100 Jahre Sozialdemokratische Volksvertreter für Altona – Stormarn – Wandsbek 1884–1984. SPD-Fraktion im Schleswig-Holstein. Landtag, Kiel 1984, Klingner, K.; Maelicke, B. (1993): Umbau statt Ausbau, Die Reform des Jugend- und Erwachsenenstrafvollzuges in Schleswig-Holstein, ZfStrVollz 1993, S. 134 ff.

Auszeichnungen 2004: Bundesverdienstkreuz (1. Klasse) schleswig-holstein.de, abgerufen am 16. Februar 2015. 2014: Goldene Promotion der Christian-Albrechts-Universität zu KielGoldene Promotion: Juristen erhielten Ehrung. uni-kiel.de

Weblinks

Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaats auf richterverein.de

Einzelnachweise

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