mini|Bingia ’e Monti mini|Kulturenfolge Das Grab von Bingia ’e Monti () ist eine pränuraghische Stätte südwestlich von Gonnostramatza in der Provinz Oristano auf Sardinien. Es wurde zwischen dem Chalkolithikum und der frühen Bronzezeit in dieser Abfolge von den Trägern der Monte-Claro-Kultur, der Glockenbecherkultur und der Bonnanaro-Kultur genutzt.
Das Grab ist ein Hybride zwischen einem Hypogäum und einer Megalithanlage vom Dolmentyp, wie es ähnlich auch das Hypogäum von Pranu Siara ist. Es besteht aus einer in den Fels gegrabenen Kammer und einer Erweiterung mittels vierer großer Steinblöcke und kleiner Steine an den Seiten sowie einer Kraggewölbedecke.
Bei den 1991 erfolgten Ausgrabungen durch Enrico Atzeni (geb. 1927) wurden neben zahlreichen Skelettresten auch mehrere Gegenstände gefunden, darunter eine goldene Halskette, das älteste Artefakt dieses Materials, das auf Sardinien gefunden wurde.
Siehe auch Liste vor- und frühgeschichtlicher archäologischer Fundplätze auf Sardinien
Literatur Enrico Atzeni: La tomba ipogeico-megalitica di Bingia ’e Monti. In: Simbolo ed enigma: Il bicchiere campaniforme e l’Italia nella preistoria europea del 3 millennio a. C. Catalogo della mostra tenuta a Riva del Garda nel 1998 S 254–260.
Weblinks Zeichnung ital.
Kategorie:Archäologischer Fundplatz auf Sardinien Kategorie:Megalithanlage in Italien Kategorie:Dolmen Kategorie:Hypogäum Kategorie:Gonnostramatza