Emmerke () ist eine Ortschaft der Gemeinde Giesen im Landkreis Hildesheim, Niedersachsen mit einer flächenmäßige Ausbreitung von 6,6 km². Der Ort liegt 6 km von der Kreisstadt Hildesheim und 25 km von der Landeshauptstadt Hannover entfernt.

Geschichte Datei:Emmerke Panorama Südansicht auf den Ort.jpg

Urkundlich ist das Dorf Emmerke als die älteste geschlossene Siedlung der Gegend anzusehen. Es wurde bereits 854 in einem Güterverzeichnis des Klosters Corvey unter der Ortsbezeichnung „Anmarki in Scotelingen“ genannt.

Auch die Hildesheimer Kirche erhielt in Emmerke früh einen Hof übertragen, welcher abhanden gebracht, von Bischof Hezilo ihr zurückgegeben wurde. Die Stiftungsurkunde des Godehardiklosters 1146 führt die Namensform „Embrike“ an. Abgewandelt lautet dieselbe 1250 und 1251 „Embreke“.

Es gehörte zum Kleinen Stift Hildesheim und damit zu den wenigen überwiegend katholischen Gemeinden im östlichen Niedersachsen.

Am 1. März 1974 bildete Emmerke mit fünf weiteren Gemeinden die neue Gemeinde Giesen.

Politik Ortsrat Der Ortsrat, der den Ortsteil Emmerke vertritt, setzt sich aus sieben Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.

Bei der Kommunalwahl 2021 ergab sich folgende Sitzverteilung:

CDU: 5 Sitze SPD: 2 Sitze

Ortsbürgermeister Ortsbürgermeister ist Josef Theodor Möller (CDU).

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|MGV-Kinderchor Mini-Martinis

MGV St.Martinus Emmerke (Männerchor, Die Martinis, Mini-Martinis) 1946 siedelte Max Seeboth nach Emmerke bei Hildesheim über. Dort entstanden mehrere Werke, unter anderem Klaviersonaten, Fantasien, Kantaten, geistliche Werke und Lieder auf Texte von Christian Morgenstern. Er war Dirigent des Männergesangvereins und der örtlichen Singschar. Singkreis St. Martin

mini|Kirche St.Martinus

Das Ortsarchiv Emmerke wird mit seinen Dokumenten etc. durch den Ortsheimatpfleger Ralf Wirries in den Kellerräumen des Evangelischen Gemeindezentrums in Emmerke verwaltet und auf Anfrage der interessierten Bevölkerung zugänglich gemacht. Die katholische Pfarrkirche Sankt Martinus wurde 1840 gebaut, 1843 konsekriert (Architekt war Stadtbaumeister Carl Schütte, Hildesheim) und hat einen mittelalterlichen Turm aus dem 11. Jahrhundert.

Wirtschaft und Infrastruktur Die Ortschaft Emmerke ist überwiegend durch Wohnbebauung und einige landwirtschaftliche Betriebe geprägt.

Unternehmen in Emmerke sind: Holzland Köster audio coop Veranstaltungstechnik Bansemer GmbH, Metallgießerei BEMM GmbH MetaTec Metallbearbeitungs GmbH SOCON Sonar Control TRW Automotive Electronics + Compon. GmbH & Co. KG

Verkehr Der Haltepunkt Emmerke liegt an der Bahnstrecke Lehrte–Nordstemmen. Es bestehen regelmäßige Verbindungen der Regionalbahn-Linie RB 77 und der Linie S 4 der S-Bahn Hannover nach Hildesheim Hbf, Hannover Hbf und Nordstemmen. Der Park-And-Ride-Platz am Bahnhof wurde im Jahr 2010 modernisiert.

Linie Verlauf Takt Betreiber

Die Bundesstraße 1 führt direkt am Ort vorbei.

Literatur C. M. Zachlod, T. Kreuzkam: Emmerke – Dorf im Hochstift Hildesheim. Dorf-Chronik mit Beschreibung der Historie und Bebilderung

Weblinks

Emmerke auf der Website der Gemeinde Giesen Emmerke beim Hildesheimer Kulturportal Kulturium

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Hildesheim Kategorie:Geographie (Giesen) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Hildesheim) Kategorie:Ersterwähnung 854 Kategorie:Gemeindeauflösung 1974