Burgpreppach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Haßberge und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim in Unterfranken. Im Volksmund wird der Ort auch Preppich genannt.
Geographie Geographische Lage Die Marktgemeinde liegt im Herzen der Haßberge. Wichtigste Flüsse sind die Baunach und der Hainbach.
Geologie Die Gemeinde erlangte deutschlandweite Bekanntheit durch den „Burgpreppacher Sandstein“, der unter anderem zum Bau des Reichstagsgebäudes verwendet wurde.
Gemeindegliederung Es gibt 16 Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahlen angegeben):
Nachbargemeinden Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Maroldsweisach, Pfarrweisach, Ebern, Königsberg in Bayern und Hofheim in Unterfranken.
Geschichte Bis zur Gemeindegründung Schloss und Ort Burgpreppach kamen 1344 in den Besitz der Familie Fuchs von Bimbach. Der Adelsbesitz wurde 1806 durch das Großherzogtum Würzburg mediatisiert. Er fiel mit diesem 1814 an Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde Burgpreppach.
Religionen Rund 700 Einwohner der politischen Gemeinde sind evangelisch. Die evangelische Gemeinde besitzt eine Kirche. Die Mehrheit, etwa 800 Einwohner, sind katholisch. Für sie gibt es in der Gemeinde sechs Kirchen, die der Pfarrgemeinschaft Hofheim untergeordnet sind. Mindestens seit 1681 und bis zur Zeit des Nationalsozialismus lebte in Burgpreppach eine große jüdische Gemeinde.Burgpreppach (Kreis Hassberge) Jüdische Geschichte / Synagoge, auf alemannia-judaica.de Am Ende des 19. Jahrhunderts waren von 599 Einwohnern des Ortes 190 jüdischen Glaubens, 171 Katholiken und 238 Protestanten. Im Jahr 1925 lebten noch 89 Bürger jüdischen Glaubens in Burgpreppach.
Eingemeindungen Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde am 1. Januar 1972 die Gemeinde Ibind eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kamen Gemeinfeld und Leuzendorf in Unterfranken hinzu. Birkach folgte am 1. Juli 1973. Die Eingemeindungen wurden mit der Eingliederung von Fitzendorf, Hohnhausen und Üschersdorf am 1. Mai 1978 abgeschlossen. Einwohnerentwicklung Im Zeitraum 1988 bis 2018 sank die Einwohnerzahl von 1526 auf 1347 um 179 Einwohner bzw. um 11,7 %. 1992 hatte der Markt 1582 Einwohner.BayLfStat
Politik Marktgemeinderat Bei den Kommunalwahlen am 15. März 2020 erhielt die Gemeinsame Liste Burgpreppach sieben Sitze, die Freie Wählergemeinschaft Gemeinwohl kam auf fünf Sitze.
Bürgermeister Erste Bürgermeisterin ist seit 2024 Marion Fleischmann-Hilton (FW). Ihr Vorgänger war von 2014 bis zu seinem Tod am 3. November 2023 Hermann Niediek (CSU).Mainpost Regional Haßberge vom 3. November 2023: Burgpreppach: Große Trauer um Hermann Niediek: Bürgermeister von Burgpreppach überraschend verstorben, von Lukas Reinhardt, abgerufen am 4. November 2023 Er setzte sich am 16. März 2014 gegen Jörg Denninger (Gemeinwohl) durch und wurde am 15. März 2020 mit 59,5 % der Stimmen wieder gewählt. Sein Vorgänger war Karlheinz Denninger (Gemeinwohl).
Wappen
Söhne und Töchter des Marktes Erhard Schwegler (1661–1719), evangelisch-lutherischer Pfarrer und Lieddichter Georg Laurenz Schneider (1766–1855), Komponist und Dirigent Leopold Stein (1810–1882), Rabbiner und Schriftsteller Friedrich Hiller (1861–1947), evangelisch-lutherischer Pfarrer und Schriftsteller Stefan Niehoff (1960–2026), Verursacher der Schwachkopf-Affäre ab 2024
Kultur und Sehenswürdigkeiten Bauwerke mini|Schloss Burgpreppach von Westen Mitten in Burgpreppach steht das barocke Schloss Burgpreppach, das 1716 bis 1730 nach Plänen von Joseph Greissing entstand. Schloss Leuzendorf Altort des Gemeindeteils Ibind Kirchen und der jüdische Friedhof
Regelmäßige Veranstaltungen Fränkische Orgelkonzerte (Oktober) Ibinder Tauben- und Kleintiermarkt Kirchweih („Kerwa“)
Baudenkmäler
Tourismus Die Gemeinde ist für ihre vielen Wanderwege bekannt und besitzt eine relativ große Attraktivität für Touristen.
Verkehr Burgpreppach liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur Bundesstraße 303.
Weblinks
Gemeindeverwaltung
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Haßberge Kategorie:Markt in Unterfranken Kategorie:Gemeindegründung 1818