Die Haaggasse ist eine Straße in der Altstadt von Tübingen.
Lage mini|Die Haaggasse in Tübingen Die Haaggasse führt vom Haagtor nach Osten bis zum oberen Ende des Marktplatzes. Sie ist von Kneipen und kleineren Läden gesäumt und wird an ihrem oberen östlichen Ende an der Nordseite vom Rathaus begrenzt.
Die etwa 250 m lange Verbindung zwischen Marktplatz und Haagtorplatz gehört zu den prominenten Tübinger Straßen. Sie ist die wichtigste Verbindung zwischen der Umgebung von Tübingen und dem Markt und wird an den Markttagen Montag, Mittwoch und Freitag auch entsprechend befahren.Haaggasse, auf TÜpedia. Sie ist seit 2016 im oberen Teil verkehrsberuhigtVorrang für Fußgänger: Die Tübinger Haaggasse wird verkehrsberuhigt / Sanierung ist fertig. Tagblatt, 1. Juli 2016. und ganz oben zwischen der Wendeplatte am Rathaus und dem Wiener Gäßle eine Fußgängerzone.Satzung über Sondernutzungen mit Fahrzeugen in der Fußgängerzone vom 2. Mai 1977 in der Fassung vom 5. Februar 2018.
Name Der Name stammt von der schützenden Hecke (dem Haag) auf der Nordseite des Schlosshanges.Adressbuch von 1934. Seite 24.
Rübenmarkt mini|Polizeiwache am Rübenmarkt, 1907 „Rübenmarkt“ hieß früher der kleine Platz hinter dem Rathaus am oberen Ende der Haaggasse, wo heute die Wendeplatte ist. Er wurde bereits 1582 in der Abschrift einer Verfügung bezüglich des Baus und der Unterhaltung einer Dole am Rübenmarkt schriftlich erwähnt.Repetitorium über die Akten von Stadt und Amt Tübingen vor 1806. Angelegt im September–November 1955. Seite 88. Ursprünglich war der Rübenmarkt ein wichtiger Versammlungsort. Hier wurden zum Beispiel die Männer der ersten Wacht gemustert, bevor sie zum Löschen von Bränden oder zur Verteidigung der Stadtmauern ausrückten.Udo Rauch: Quartier der Polizei: Das Tübinger Rathaus von hinten gesehen. Tagblatt, 8. August 2005.
Der Baugrund hinter dem Rathaus gehörte ursprünglich dem Privatmann Dominicus Weygoldt, der ihn erst 1543 an die Stadt veräußerte, die kurz danach dort den Rathausanbau errichtete. Der neue Anbau wurde teils als Salzhaus, teils als Deutsche Schule genutzt. In einem Lagerbuch der geistlichen Verwaltung von 1604 heißt es, dass die Stadt Tübingen jährlich „ausser der Hofstat hinder dem Rathaus, darauf vor Jaren die Teütsche Schul gestanden, das Pfund Landtverbauung zinst.“Wolfram Hauer: Lokale Schulentwicklung und städtische Lebenswelt: das Schulwesen in Tübingen von seinen Anfängen im Spätmittelalter bis 1806. Franz Steiner Verlag, 2003.
Der Rathausanbau wurde 1907 abgerissen und bis 1909 durch einen Neubau ersetzt. Anstelle eines ungeschickt altmodischen Entwurfs des Tübinger Stadtbaumeisters August Geilsdörfer wurden dafür die Pläne den renommierten Stuttgarter Architekten Paul Schmohl umgesetzt.
Gebäude