Die Liste von Zwischenfällen mit der Douglas DC-4 zeigt eine Übersicht über die Zwischenfälle mit Todesfolge oder Totalschaden von Flugzeugen des Typs Douglas DC-4. Von diesem Typ waren 1244 Exemplare gebaut worden, davon 1165 militärische und 79 zivile DC-4.

Vom Erstflug im Jahr 1942 bis Juli 2023 kam es, einschließlich militärischer Betreiber, zu 385 Totalverlusten dieses Flugzeugtyps (30,9 % der gebauten), wovon 322 auf Flugunfälle entfielen. Dabei kamen insgesamt 3588 Personen ums Leben.Unfallstatistik Douglas DC-4, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. September 2023.

Für alle Totalschäden ist die Liste vollständig.

1940er-Jahre Am 15. Januar 1943 stürzte eine Douglas DC-4/C-54-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (Luftfahrzeugkennzeichen 41-32939), die durch die US-amerikanische Trans World Airlines (TWA) betrieben wurde, 40 Kilometer ostnordöstlich von Paramaribo (Suriname) in den Dschungel, nachdem sie in der Luft zerbrochen war. Die Ursache konnte nicht ermittelt werden. Alle 35 Insassen, zehn Besatzungsmitglieder und 25 Passagiere, kamen ums Leben. Dies war der erste Totalverlust einer DC-4 und auch der erste tödliche Unfall dieses Typs.

Am 9. Juli 1943 wurde eine Douglas DC-4/C-54-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37271) auf einem Fotoflug über der Wright-Patterson Air Force Base (Ohio, USA) von einer Lockheed C-40A Electra Junior (38-546) gerammt. Die Electra riss 6 Meter Tragfläche der DC-4 ab, geriet ins Trudeln und schlug neben der Landebahn auf. Die DC-4 flog noch rund 150 bis 230 Meter weiter, wodurch sich noch zwei Passagiere mit dem Fallschirm retten konnten. Dann stürzte sie nahezu senkrecht zu Boden. Die verbliebenen drei Insassen sowie alle fünf der C-40A wurden getötet, insgesamt also 8 Personen.

Am 20. Juli 1943 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-20143) beim Start vom Flugfeld Wideawake (Ascension Island). Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 26. Januar 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54A-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37292) beim Start am Flughafen Accra (Ghana). Mindestens 23 Insassen kamen ums Leben.

Am 22. März 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54A-5-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37278) in den Anguille Mountains (Neufundland, Kanada). Über Personenschäden ist nichts bekannt. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

Am 25. März 1944 wurde eine Douglas DC-4/C-54A-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37274) auf dem Weg von den Azoren nach England von einer Grumman F4F Wildcat der britischen Royal Navy abgeschossen. Alle 6 Besatzungsmitglieder wurden dadurch getötet.

Am 22. April 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54A-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37304) auf dem Militärflugplatz Masirah (Oman). Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 13. Mai 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-32942) beim Start vom Militärflugplatz Stephenville (Neufundland, Kanada). Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 20. Juni 1944 wurde eine Douglas DC-4/C-54A-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-37277), geflogen von der US-amerikanischen Trans World Airlines, in einer Höhe von 3900 Fuß (rund 1200 Meter) in den Berg Fort Mountain (Maine, USA) geflogen, 55 km nordwestlich von Millinocket. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 7 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und ein Passagier, getötet.

Am 26. Juli 1944 verschwand eine Douglas DC-4/C-54A-5-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (42-107470) südlich von Grönland spurlos im Atlantischen Ozean. Die Maschine war auf dem Flug vom Flughafen Keflavík (Island) zum Militärflugplatz Stephenville (Neufundland, Kanada). Von dem Flugzeug wurden nie irgendwelche Teile gefunden. Alle 26 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und 20 Passagiere, bleiben vermisst.

Am 28. August 1944 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72171) im Anflug auf den Flughafen Prestwick (Schottland) bei schlechter Sicht in ein Wohngebiet. Alle 20 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und 14 Passagiere, wurden getötet, außerdem 5 Menschen am Boden.

Am 4. September 1944 kam es mit einer Douglas DC-4/R5D-2 der United States Navy (US Navy) (Bu 90385) zu einer Wasserung in der San Francisco Bay (Kalifornien, USA). Dabei kam einer der 5 Insassen ums Leben.

Am 7. September 1944 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-10-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72211) 4 Kilometer südlich der Presque Isle Air Force Base (Maine, USA) ab. Beim Start zu einem Trainingsflug verlor die Maschine immer mehr an Höhe. Vermutet wird eine fehlerhafte Kalibrierung der Trimmklappe des Höhenruders. Alle 3 Besatzungsmitglieder wurden getötet.

Am 18. Oktober 1944 wurde eine Douglas DC-4/C-54A-15-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72249) 40 Kilometer nordöstlich des Militärflugplatzes RAF St Mawgan (Cornwall) in eine Hügelkette geflogen. Grund war eine falsche Einstellung der Höhenmesser. Diesen CFIT (Controlled flight into terrain) überlebten alle 9 Insassen, sieben Besatzungsmitglieder und zwei Passagiere.

Am 9. November 1944 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-1-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (42-107438) kurz nach dem Start vom Marathon-Florida Keys Airport (Florida, USA) in die Marathon Bay, 5,6 Kilometer ostnordöstlich vom Startflugplatz. Alle 4 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Am 11. November 1944 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-15-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72252) 80 Kilometer nordöstlich von Oahu (Hawaii, USA) in den Pazifik. Die Maschine kam vom Hamilton Army Airfield in Kalifornien. Alle 17 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und 11 Passagiere, kamen ums Leben.

Nur einen Tag später, am 12. November 1944, wurde eine Douglas DC-4/C-54A-1-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (42-107427) in der Nähe des Cape St. George in eine Bergflanke geflogen. Der Unfall ereignete sich rund 48 Kilometer westlich des Zielflugplatzes Stephenville-Ernest Harmon Air Force Base (Neufundland, Kanada). Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden von den 18 Insassen 9 getötet.

Am 18. November 1944 wurde eine Douglas DC-4/C-54B-5-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (43-17146) bei einem Landeunfall auf dem Militärflugplatz Eniwetok (Marshallinseln) irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 26. November 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72320) beim Start vom Flugplatz Kwajalein (Marshallinseln). Über Personenschäden ist nichts bekannt. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

Am 2. Dezember 1944 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (41-20144) 3 Kilometer vom Militärflugplatz RAF St Mawgan (Cornwall) entfernt. Alle 12 Insassen, vier Besatzungsmitglieder und acht Passagiere, überlebten den Unfall.

Im Jahr 1945 (genaues Datum unbekannt) wurde eine Douglas DC-4/C-54A-5-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (42-107453) an einem unbekannten Ort irreparabel beschädigt. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 4. Januar 1945 kam es mit einer Douglas DC-4/C-54A-15-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72250) bei der Landung auf dem Luftwaffenstützpunkt Lajes (Azoren, Portugal) zu einem tödlichen Unfall. Über die Personenschäden ist nichts Näheres bekannt. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

Am 26. Februar 1945 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72403) bei der Landung auf dem Flugplatz Kunming (China). Über Personenschäden ist nichts bekannt. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt.

Am 17. März 1945 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72418) nahe Yunnan (China). Alle 4 Besatzungsmitglieder wurden getötet.

Am 19. März 1945 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-15-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72264) 6,5 Kilometer von Rock Harbor (Florida) entfernt in knapp 6 Meter tiefes Wasser. Die Maschine befand sich auf einem lokalen Übungsflug von und zu der Homestead Air Force Base (Florida, USA). Das Wrack wurde erst am nächsten Tag gefunden. Alle 5 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Am 1. April 1945 wurde eine Douglas DC-4/C-54A-15-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72244) an einem unbekannten Ort zerstört. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 9. April 1945 überrollte eine Douglas DC-4/R5D-3 der United States Navy (US Navy) (Bu 50872) bei der Landung auf dem Militärflugplatz Okinawa-Yontan (Japan) das Landebahnende und geriet in Brand. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 21. April 1945 wurde eine Douglas DC-4/C-54B-10-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (43-17162) 5 Kilometer westlich von Sinbo (Birma) irreparabel beschädigt. Mindestens 4 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Am 21. April 1945 stürzte eine Douglas DC-4/C-54A-5-DO der US-amerikanischen American Export Airlines, betrieben für die United States Army Air Forces (USAAF) (41-107452), nach einem Triebwerksausfall ab. Der Unfall auf dem Frachtflug ereignete sich nahe dem Bermuda-Kindley Field. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 30. April 1945 brach an einer Douglas DC-4/R5D-3 der United States Navy (US Navy) (Bu 56491) bei der Landung auf der Guam-Agana Naval Air Station (Marianen) das Bugfahrwerk zusammen. Das Flugzeug wurde irreparabel beschädigt. Alle Insassen überlebten den Unfall.

Am 5. Mai 1945 wurde eine Douglas DC-4/C-54E-1-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (44-9043) nach dem Start vom Flugplatz Lorengau auf der Insel Manus (Neuguinea) in einer Höhe von nur 150 Metern in einen Hügel geflogen. Möglicherweise waren die Landeklappen zu früh eingefahren worden. Die Maschine sollte nach Biak fliegen. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) wurden alle 21 Insassen, sechs Besatzungsmitglieder und 15 Passagiere, getötet.

Am 10. Mai 1945 kam es mit einer Douglas DC-4/C-54B-15-DO der United States Army Air Forces (USAAF) (43-17176) am Flugfeld Wideawake (Ascension Island) zu einem tödlichen Unfall. Über die genauen Personenschäden ist nichts bekannt. Das Flugzeug wurde zerstört.

Am 24. Mai 1945 wurde eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72385) auf dem Militärflugplatz Okinawa-Yontan (Japan) zerstört. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 14. Juni 1945 verunglückte eine Douglas DC-4/C-54D-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72491) 6,4 Kilometer westnordwestlich des Flughafens Dhaka (Indien, heute Bangladesch) in schlechtem Wetter. Über Personenschäden ist nichts bekannt.

Am 18. Juni 1945 stürzte eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72372) in schwerer Turbulenz 96 Kilometer ostsüdöstlich des Flughafens von Biskra (Algerien) ab. Die Maschine befand sich auf einem Überführungsflug von Casablanca nach Karatschi. Alle 4 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Am 3. Juli 1945 wurde eine Douglas DC-4/C-54D-10-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72680) 6,5 Kilometer östlich von Vila do Porto (Santa Maria (Azoren)) in einen Hügel geflogen und zerlegt. Bei diesem CFIT (Controlled flight into terrain) 9,1 Kilometer südsüdöstlich des Flughafens Santa Maria wurden alle 4 Besatzungsmitglieder getötet.

Am 4. Juli 1945 verschwand eine Douglas DC-4/C-54B-1-DC der United States Army Air Forces (USAAF) (42-72370) in der Nähe des Flugplatzes Kunming (China). Alle Insassen sind seither vermisst.