mini|La Gazzetta dello Sport La Gazzetta dello Sport ist eine italienische Tageszeitung, die sich fast ausschließlich mit Sport befasst. Die Gazzetta wird von der RCS MediaGroup herausgegeben, die auch den Corriere della Sera besitzt. Sie ist nicht nur die auflagenstärkste Sportzeitung Italiens, sondern auch die zweitälteste der Welt (nach der Sport-Welt). Auch optisch hebt sie sich von den Konkurrenzblättern ab: Sämtliche Seiten sind rosafarben. Inhaltliche Schwerpunkte sind die Berichterstattung über Fußball, Formel 1 und Radsport. Die Redaktion hat ihren Sitz in Mailand.
Die größte bisher erreichte Auflage betrug 2,30 MillionenIn festa anche la Gazzetta dei record auf gazzetta.it, abgerufen am 11. Juli 2006 (italienisch) – nach dem Weltmeistertitel der Nationalmannschaft bei der WM 2006. Diese Ausgabe wurde zweimal nachgedruckt, sowohl am Nachmittag des Erscheinungstages, als auch am Abend (letztere erschien am Folgetag).
Geschichte
Die erste Ausgabe der Gazzetta erschien am 3. April 1896, wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Athen. Die ersten Direktoren waren Eugenio Camillo Costamagna und Eliso Rivera. Hervorgegangen war die Gazzetta aus der Fusion von Costamagnas Zeitung La tripletta (Drei Tore) und Riveras Il ciclista (Der Fahrradfahrer). Bis 1900 wurde die Zeitung auf lindgrünem Papier gedruckt, dann entschied sich der Verlag für Rosa.
Gleich von Beginn an war der Radsport einer der Schwerpunkte: Die Zeitung organisierte die ersten Straßenradrennen Italiens, darunter die Lombardei-Rundfahrt (1905), Mailand–Sanremo (1907) und den Giro d’Italia (1909). Seit 1931 trägt der Gesamterste des Giro das Maglia Rosa, das rosafarbene Trikot, und dient somit als Werbeträger der Zeitung. Zum hundertjährigen Bestehen der Zeitung gab die italienische Post im Jahr 1996 eine Sonderbriefmarke heraus. Die Zeitung stand sehr frühzeitig dem italienischen Faschismus nahe; aus den Reihen ihrer Redakteure rekrutierten sich Sportführer in der faschistischen Ära Italiens, wie etwa Lando Ferretti.Arnd Krüger: Sport im faschistischen Italien (1922–1933). In: Giselher Spitzer, Dieter Schmidt (Hrsg.): Sport zwischen Eigenständigkeit und Fremdbestimmung. Festschrift für Hajo Bernett. Pädagogische und historische Beiträge aus der Sportwissenschaft. P. Wegener, Bonn 1986, ISBN 3-921285-50-X, S. 213–226; Felice Fabrizio: Sport e fascismo. La politica sportiva del regime, 1924–1936 (= Presente e imperfetto. NS 11, ). Guaraldi, Rimini u. a. 1976.
Seit 1978 wählt die Redaktion der Tageszeitung unter dem Titel „Referendum Gazzetta“ bzw. „Gazzetta Sports Award“ Italiens Sportler und Mannschaften des Jahres bzw. die Weltsportler und -mannschaften des Jahres.
Direktoren 1896 – Eugenio Camillo Costamagna, Eliso Rivera 1898 – Eugenio Camillo Costamagna, Roderico Rizzotti 1902 – Eugenio Camillo Costamagna 1913 – Arturo Mercanti, Edgardo Longoni 1914 – Ugo Toffaletti, Vittorio Varale 1922 – Emilio Colombo 1923 – Emilio Colombo, Adolfo Cotronei, Lando Ferretti, Armando Cougnet, Ermete Della Guardia, Pietro Petroselli 1924 – Emilio Colombo 1936 – Bruno Roghi 1943 – Ugo Toffaletti, Armando Cougnet 1944 – Emilio Colombo, Luigi Ferrario 1945 – Bruno Roghi 1947 – Emilio De Martino 1949 – Giuseppe Ambrosini 1950 – Giuseppe Ambrosini, Gianni Brera 1954 – Giuseppe Ambrosini 1960 – Giuseppe Ambrosini, Gualtiero Zanetti 1961 – Gualtiero Zanetti 1973 – Giorgio Mottana 1975 – Remo Grigliè 1976 – Gino Palumbo 1983 – Candido Cannavò 2002 – Pietro Calabrese 2004 – Antonio Di Rosa 2006 – Carlo Verdelli 2010 – Andrea Monti 2020 – Stefano Barigelli
Siehe auch Weitere wichtige italienische Sportzeitungen: Corriere dello Sport, Tuttosport
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Einzelnachweise
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