mini|hochkant=1.25|Der Ort Eppenschlag

Eppenschlag ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau.

Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald inmitten des Bayerischen Waldes an der Grenze zum Landkreis Regen. Das Pfarrdorf Eppenschlag befindet sich 40 km südöstlich von Viechtach, 20 km südlich von Zwiesel und 45 km nördlich von Passau. Im Südwesten führt die B 85 vorbei.

Nachbargemeinden Innernzell Kirchdorf im Wald Spiegelau Schönberg

Gemeindegliederung Es gibt 21 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen Eppenschlag und Großmisselberg. Auf der Gemarkung Großmisselberg liegen die vier Gemeindeteile Großmisselberg, Hohenthann, Hungerberg und Kleinarmschlag, der andere Teil dieser Gemarkung liegt in der Nachbargemeinde Schönberg, da Großmisselding 1946 aufgeteilt wurde.

Geschichte Bis zur Gemeindegründung Im Jahr 1395 wurden in Epenschlag acht Güter genannt. Eppenschlag gehörte zum Rentamt Straubing und zum Landgericht Bärnstein des Kurfürstentums Bayern und war Sitz einer Obmannschaft.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

19. und 20. Jahrhundert Im Jahr 1830 brannte das Dorf fast vollständig ab, 1875 und 1899 gab es kleinere Brände. Seit 1901 besitzt Eppenschlag eine eigene Kirche. Die Expositur Eppenschlag wurde 1914 errichtet, die Pfarrei 1921.

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Eppenschlag am 25. April schwer beschädigt, als es zu einem Kampf zwischen der amerikanischen 11th Armored Division und einer deutschen Einheit kam. Sechs deutsche Soldaten fielen.Sinnloser Widerstand entlang der Ostmarkstraße: Die Kämpfe bei Regen-Langdorf, Eppenschlag, Schönberg, Perlesreut und Tittling am 25. April 1945

Im Jahre 1951 wurde der in Marbach geborene, antisemitische Schriftsteller Franz Schrönghamer-Heimdal Ehrenbürger von Eppenschlag.

Am 28. Dezember 1946 wurde der größere Teil der Gemeinde Großmisselberg eingegliedert. 1978 wurde die Gemeinde Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Einwohnerentwicklung Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 893 auf 937 Einwohner bzw. um 4,9 %. Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1980 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 Einwohner 675 774 761 800 828 981 886 892 803 890 910 950 973 980 973 982

Politik Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Schönberg.

Gemeinderat Die Gemeinderatswahlen seit 2014 führten zu folgenden Stimmenanteilen und Sitzverteilungen: +Partei/Liste20202014%Sitze%SitzeCSU57,53559,25UWG42,47340,83

Bürgermeister Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Peter Schmid (CSU). Er ist seit 1. Mai 2020 Nachfolger von Christian Süß (CSU). Dessen Vorgänger Karl Reith (CSU), der 2008 ohne Gegenkandidat mit 92,1 % der gültigen Stimmen gewählt wurde, trat nach 35 Jahren im Amt zum 1. Mai 2013 aus gesundheitlichen Gründen zurück. Bis zur damaligen Neuwahl am 28. Juli 2013 führte sein Stellvertreter Michael Binder (CSU) die Amtsgeschäfte. Seit 2020 ist Peter Schmid neuer Bürgermeister.

Wappen

Baudenkmäler

Die katholische Pfarrkirche St. Katharina wurde 1901 nach Plänen des Münchener Architekten Joseph Elsner erbaut und ausgestattet. 1971 wurde die Ausstattung beseitigt und die Kirche innen neu gestaltet.Georg Brenninger: In: Der Storchenturm. 1990, Heft 48/49, S. 92/93 mini|Pfarrkirche St. Katharina

Bodendenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur Unternehmen Im Jahre 2017 gab es nach der amtlichen Statistik 90 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort und 363 am Wohnort, so dass die Zahl der Auspendler um 273 höher war. 2016 bestanden 29 landwirtschaftliche Betriebe, landwirtschaftlich genutzt waren 962 ha, davon waren 769 ha Dauergrünfläche und 193 ha Ackerland.

Bildung Im Jahre 2018 gab es folgende Einrichtungen: Kindertagesstätte mit 33 Plätzen und 18 Kindern

ÖPNV In Eppenschlag verkehren zwei Buslinien. Zum einen die Buslinie 216 (Grafenau – Schönberg – Eppenschlag – Wolfertschlag) vom Busunternehmen Sieghart Reisen und zum anderen die Buslinie 6200 (Regen – Kirchdorf i. Wald – Eppenschlag) der RBO. Die Busse haben in Eppenschlag zueinander Anschluss. Die Buslinien sowie die Anschlusshaltestelle im Dorf wird insbesondere von Berufsschülern aus dem Landkreis Freyung-Grafenau genutzt, die in Regen die Fach- oder Berufsoberschule besuchen. In allen Bussen gilt der Wabentarif des Verbundtarifs Donau-Wald (VDW).

Weblinks

Website der Gemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Freyung-Grafenau Kategorie:Gemeindegründung 1818

Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)