mini|100px|Historisches Logo der HGK Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist ein Tochterunternehmen der Stadtwerke Köln (SWK) mit den Geschäftsschwerpunkten Eisenbahngüterverkehr, Binnenfrachtschifffahrt, Hafenumschlag, Fahrzeugwerkstatt, Netzvorhaltung und Immobilienvermietung. Die Aktivitäten des Eisenbahngüterverkehrs und die Hafengeschäfte hat die HGK im August 2012 in die RheinCargo eingebracht, ein Joint-Venture mit den Neuss-Düsseldorfer Häfen. rundschau-online.de

Gründung und Expansion mini|Stellwerk Bahnhof Frechen (2015) Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) ist eine aufnehmende Verschmelzung der bis 30. Juli 1992 wirkenden Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH, Häfen Köln GmbH (HKG) und der in einer Verwaltungsgemeinschaft bei der Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) eingebundenen selbstständigen Köln-Bonner Eisenbahnen AG (KBE), Betriebszweig Eisenbahngüterverkehr (Umschlag), rückwirkend zum 1. Januar 1992. Am Gründungstag kaufte die HGK dann die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn (KFBE), Betriebszweig Güterverkehr der Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), von den KVB. Die Gründung der HGK wurde im Zuge einer Neuorganisation der Stadtwerke Köln GmbH zum 1. Juli 1992 vollzogen, wobei die HGK eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke Köln GmbH mit 54,5-%iger Beteiligung bleibt.

Am 1. August 2020 übernahm die HGK die europäischen Binnenschifffahrtsaktivitäten der Imperial Logistics International B.V. & Co. KG und ist somit nicht nur im Betrieb von Hafen- und Bahninfrastruktur (Gleisanlagen und Bahnbetriebswerk Brühl-Vochem), sondern auch in der Frachtschifffahrt tätig. Dadurch kann das Unternehmen trimodale Angebote im Rheinland und darüber hinaus anbieten. Des Weiteren wurde so das Logistik-Know-How im Transport von Gasen und Chemieprodukten erweitert. Durch den Aufkauf der Imperial-Binnenschifffahrts-Aktivitäten gehört die HGK zu den größten Binnenschifffahrtsunternehmen Europas. Gleichzeitig wurde ein neues Firmenlogo eingeführt sowie die Struktur der Unternehmensbereiche umgebaut, der HGK-Aufsichtsrat beschloss Anfang Mai 2021 die Erweiterung des Vorstandes der HGK um ein drittes Mandat. Die Besetzung des neuen Ressorts sollte zum 1. Januar 2022 vollzogen werden. Stand November 2024 besteht der HGK-Vorstand aus drei Mitgliedern: CEO, COO und CFO.

Geschäftsbereiche der HGK Integrated Logistics Group HGK Logistics and Intermodal (Besitz der Häfen in Köln, operativer Betrieb durch RheinCargo, Logistikzentrum in Ladenburg) HGK Shipping (Binnenschifffahrts-Aktivitäten) HGK Rail Operations (Beteiligung am Unternehmen RheinCargo) HGK Infrastructure and Maintenance (Betrieb von Eisenbahninfrastruktur sowie dem Betriebswerk Brühl-Vochem) HGK Real Estate (Verwaltung und Vermietung von Immobilien)

Häfen Nach Duisburg ist Köln der zweitgrößte Binnenhafen Deutschlands Vier der insgesamt fünf Häfen werden noch für den Frachtumschlag genutzt. Ab August 2012 hat das Joint-Venture RheinCargo die aktiven Hafengeschäfte übernommen, bei der HGK verblieb der Immobilienbesitz in den Häfen Niehl II Niehl I Deutzer Hafen Rheinauhafen (ohne Frachtumschlag) Godorfer Hafen

Schieneninfrastruktur mini|Eine Vossloh G 2000 BB und eine MaK DE 1002 warten im Bahnhof Brühl-Vochem (2009)

Die HGK betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen Strecken mit einer Länge von ca. 94 Kilometern. Die Länge der Gleise beträgt insgesamt rund 250 Kilometer, damit werden 66 Gleisanschlüsse mit dem öffentlichen Eisenbahnnetz verbunden., Ergänzung 2008. Folgende Strecken werden bzw. wurden von der HGK unterhalten: Industriebahn Zons-Nievenheim (IZN) Köln-Niehl–Frechen (KFBE) Industriestammgleise I und II Deutzer Hafenbahn Köln-Sülz–Berrenrath Rheinuferbahn Vorgebirgsbahn Brühl-Vochem–Köln-Godorf Hafen

Das Verkehrsaufkommen beträgt etwa 13,1 Millionen Tonnen.

Das Gleisnetz der HGK steht als öffentliche Eisenbahninfrastruktur allen Eisenbahnverkehrsunternehmen offen. Regelmäßiger Personenverkehr wird von den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) und den Stadtwerken Bonn (SWB) betrieben (Stadtbahnlinien 7, 16, 17, 18 und 68), Transporte im Güterverkehr werden u. a. von der Mittelweserbahn (MWB, nach Brühl-Vochem und Köln-Bickendorf), der Rurtalbahn GmbH (RTB, nach Köln-Bickendorf) und der LOCON Logistik & Consulting (Köln-Niehl Hafen) befahren.

Fahrzeugwerkstätten In Brühl-Vochem (Rheinland) betreibt die HGK eine Lok- und Wagenwerkstatt. Sie wird von mehreren Eisenbahnverkehrsunternehmen über den Bahnhof Brühl erreicht, die Arbeiten an Triebfahrzeugen im Betriebswerk der HGK durchführen lassen.hgk.de

Eisenbahngüterverkehr mini|Neun Lokomotiven der RheinCargo (2019)

Die HGK hat sich zwanzig Jahre lang als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) im Eisenbahngüterverkehr betätigt. Im August 2012 übertrug die HGK diesen Teil ihres aktiven Geschäfts auf die RheinCargo GmbH & Co. KG, einer gemeinsamen Tochtergesellschaft mit den Neuss-Düsseldorfer Häfen.

Fahrzeuge Die HGK besaß bis zur Ausgliederung des operativen Geschäfts an die RheinCargo 45 Diesellokomotiven, 19 Elektrolokomotiven und 648 Güterwagen (Stand 2011). (PDF; 2,0 MB)

Lokomotiven Für den regionalen und überregionalen Güterverkehr setzte die HGK verschiedene Lokomotivtypen ein. Aufgelistet sind die zuletzt in Betrieb befindlichen Triebfahrzeuge, die zum Teil angemietet bzw. geleast waren.

Die DE 12 war nach einem Brand im Führerstand nicht mehr im Einsatz und im HGK-Bahnbetriebswerk Brühl-Vochem abgestellt. Ihre Schwesterlok DE 11 erlitt dasselbe Schicksal, sie wurde aber mittlerweile nach Kiel zum dortigen Voith-Werk überführt und anschließend dort umgebaut. DE 12 soll als Denkmallok zukünftig am Bootshafen in Kiel auf einem Sockel an Kiels große Zeiten als Lokbaustandort erinnern.

+ Diesellokomotiven Betriebsnummer(n) Typ Anzahl Baujahr(e) Hersteller Achsfolge Leistung Bild Bemerkung DE 11 / DE 13 MaK DE 1024 2 (ex 3) 1989 MaK Kiel Co’Co’ 2650 kW 150px|DE 12 verschrottet im August 2020 V 21 / 22 MaK G 321 B 2 1981 MaK Kiel B 246 kW 150px|V 21V 21 mit Funkfernsteuerung ausgerüstet DH 711–717 Vossloh G 1000 BB 7 2009, 2011 Vossloh Kiel B’B’ 1100 kW 150px|DH 57 DH 711 / 714 - 717 auf LED-Zugsignalleuchten umgerüstet DE 61 / 62 (Eigentum)DE 67 / 668–672 (geleast) EMD JT42CWR 8 1999–2004 GM EMD Co’Co’ 2238 kW 150px|DE 62 DE 62 besitzt den originalen, amerikanischen Führerstand DE 62 trägt den Namen Uli OttoDE 67 / 668–672 geleast von Beacon Rail LeasingDE 668 trägt den Namen Klaus MeschedeDE 671 auf LED-Zugsignalleuchten umgerüstetAlle Lokomotiven (außer DE 67) im silbergrauen Design der HGK-Tochter RheinCargo DE 71–76DE 81–86DE 91–94 MaK DE 1002 16 1986/1987 bzw. 1993 MaK Kiel B’B’ 1320 kW 150px|DE 93 teilweise mit Funkfernsteuerung ausgerüstet,auf LED-Zugsignalleuchten umgerüstet, Einbau Fernlichtfunktion bei der HU + Elektrolokomotiven Betriebsnummer(n) Typ Anzahl Baujahr(e) Hersteller Achsfolge Leistung Bild 2001+2002 BR 145 2 2000 ADtranz Kassel Bo’Bo’ 4200 kW 150px|DE 12 185 521185 526185 575 Bombardier TRAXX F140AC 3 2003–2006 Bombardier Kassel Bo’Bo’ 5600 kW 150px|185 523 2051–20572061–2067 Bombardier TRAXX F140AC2 14 2008 Bombardier Kassel Bo’Bo’ 5600 kW 150px|185 584 und 582

Aufgelistet sind nur die Lokomotiven, die sich entweder im Eigentum der HGK befinden oder langfristig gemietet bzw. geleast sind. Nicht aufgelistet sind vor allem Elektrolokomotiven, die bei anderen Eisenbahnverkehrsunternehmen kurzzeitig angemietet sind.

Daneben besaß die HGK ca. 648 Güterwagen, zwei Zweiwege-Unimog (Netz-Wesseling und Technik-Vochem) sowie Gleisbaufahrzeuge wie SKL und VT 1.

Im Frühjahr 2009 führte die HGK als erstes Unternehmen in Zentraleuropa erfolgreich eine Hauptuntersuchung an einer Class 66 durch.

Beteiligungen Die HGK hält Anteile an den folgenden Unternehmen: HGK Shipping (100 %) NESKA Schiffahrts- und Speditionskontor GmbH, Duisburg (100 %) Umschlag und Transport von 9,3 Mio. t Gütern (2018) RheinCargo GmbH & Co. KG (50 %)rheincargo.com Umschlag und Transport von 44,2 Mio. t Gütern (2018) RheinCargo Verwaltungs-GmbH Fusion Cologne GmbH (100 %) Rheinfähre Köln-Langel/Hitdorf GmbH (50 %) Rheinauhafen-Verwaltungsgesellschaft mbH (RVG) (26 %) Chemiepark Knapsack Cargo GmbH (26 %) DKS Dienstleistungsgesellschaft für Kommunikationsanlagen des Stadt- und Regionalverkehrs mbH (25,5 %) BEKA Einkaufs- und Wirtschaftsgesellschaft für Verkehrsunternehmen mbH (0,3 %)

Literatur Gerd Wolff: Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 4: Nordrhein-Westfalen südlicher Teil. Freiburg 1997, ISBN 3-88255-660-9. Häfen und Güterverkehr Köln AG (Hrsg.): 100 Jahre Köln-Bonner Eisenbahnen. 1995, S. 114 ff.

Weblinks

hgk.de – Offizielle Website der HGK paul-zimmer.de – Fotogalerien mit Loks der HGK

Einzelnachweise

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