mini|Guðmundur Ingi Kristinsson, 2021 Guðmundur Ingi Kristinsson (deutsche Transkription Gudmundur Ingi Kristinsson, * 14. Juli 1955 in Reykjavík) ist ein isländischer Politiker (Flokkur fólksins). Von März 2025 bis Januar 2026 war er Minister für Bildung und Kinderbelange im Kabinett Kristrún Frostadóttir.
Leben Guðmundur Ingi Kristinsson ist gelernter Tischler. Er arbeitete als Polizist in Grindavík und Keflavík und danach als Verkäufer in einer Eisenwarenhandlung in Reykjavík. Von 2004 bis 2012 gehörte er dem Beirat der isländischen Gewerkschaft VR an. Seit 2010 war er Vorsitzender von BÓT, einer Organisation, die sich für die Rechte der Rentner und die Bekämpfung der Armut einsetzt. Seit 2016 ist Guðmundur Ingi Kristinsson stellvertretender Vorsitzender der Partei Flokkur fólksins.
Bei der Parlamentswahl vom 28. Oktober 2017 wurde Guðmundur Ingi als Kandidat von Flokkur fólksins für den Südwestlichen Wahlkreis ins isländische Parlament Althing gewählt. Mit Stand vom Januar 2019 gehörte er dem parlamentarischen Ausschuss für Wohlfahrt und der isländischen Delegation im Nordischen Rat an. Von den vier Kandidaten von Flokkur fólksins, die bei der Wahl 2017 ins Parlament einziehen konnten, wurden zwei Ende 2018 infolge der Klaustur-Affäre aus der Partei ausgeschlossen, so dass Guðmundur Ingi Kristinsson und die Parteigründerin Inga Sæland zeitweilig die einzigen verbliebenen Parlamentarier dieser Partei waren (seit der Wahl 2021 hatte die Partei sechs Sitze inne). Guðmundur Ingi Kristinsson war seither auch Fraktionsvorsitzender von Flokkur fólksins und hatte damit den zwischenzeitlich parteilosen Ólafur Ísleifsson abgelöst, der dieses Amt von 2017 bis 2018 innehatte und sich später der Zentrumspartei angeschlossen hat.
Seit dem 23. März 2025 war er Minister für Bildung und Kinderbelange im Kabinett Kristrún Frostadóttir. Anfang Januar 2026 trat Guðmundur Ingi Kristinsson aus gesundheitlichen Gründen von seinem Ministeramt zurück. Am 11. Januar 2026 trat die bisherige Ministerin für Soziales und Wohnungswesen Inga Sæland seine Nachfolge im Ministerium für Bildung und Kinderbelange an. Im Sozialministerium folgte auf Inga Sæland gleichentags Ragnar Þór Ingólfsson als Minister.
Weblinks
Profil auf der Website des isländischen Parlaments (isl.) Kurzprofil auf der Website des isländischen Parlaments (engl.)
Einzelnachweise
Kategorie:Fraktionsvorsitzender (Althing) Kategorie:Mitglied von Flokkur fólksins Kategorie:Bildungsminister (Island) Kategorie:Isländer Kategorie:Geboren 1955 Kategorie:Mann Kategorie:Politiker (21. Jahrhundert)