Katharina Rosenberger (* 23. Mai 1971 in Zürich) ist eine Schweizer Komponistin und Klangkünstlerin. Sie lebt in Los Angeles (Vereinigte Staaten).

Leben Katharina Rosenberger wurde als Tochter eines Feinmechanikers geboren, erhielt in der Kindheit Klavierunterricht und sang im Kinderchor. Sie absolvierte u. a. Studien in Gesang und Improvisation an der Jazzschule Zürich und im Anschluss daran am Berelee College of Music Boston das Fach „Komposition und Film“ sowie mehrere Semester am Massachusetts College of Art im Fach „Experimental Filmmaking“. Danach studierte sie an der Royal Academy of Music in London bei Michael Finnissy und schloss mit dem Master ab. Nach einem weiteren Studium an der Columbia University in New York bei Tristan Murail doktorierte sie dort 2009 im Fach Komposition.

Ab 2008 lehrte sie als Assistant Professor für Komposition am Departement of Music der University of California, San Diego.

Ihre Werke wurden weltweit aufgeführt, sowohl auf Musik-Festivals Neuer- und Elektronischer Musik als auch in Museen; unter anderem am Théatre de Nimes, Ballhaus Theater Berlin, beim Schweizer Tonkünstlerfest, beim Zürcher Theater Spektakel, New York Fringe Festival und beim Festival für Neue Musik in Bamberg.

Ab 2021 lehrte sie als Professorin für Komposition an der Musikhochschule Lübeck, 2024 wurde sie Professorin an der Haute école de musique de Genève (HEM).

Werk Rosenberger kreiert als Komponistin viele interdisziplinäre Arbeiten und arbeitet deswegen oft mit anderen Künstlern zusammen. In ihren Projekten arbeitet sie häufig mit Elementen aus der bildenden Kunst, Video, Theater, Licht und Tanz und setzt dabei häufig elektronische Mittel ein.Biographie Katharina Rosenberger auf der Website des SME. So entwickelte sie zum Beispiel die interaktive Klang- und Videoinstallation «Viva Voce» für und mit den drei Vokalperformerinnen Shelley Hirsch, Juliana Snapper und Pamela Z. Ihre kompositorischen Techniken sind u. a. von dem Spektralismus beeinflusst. So beruht torsion (2008) für Klavier auf einer Analyse der tiefsten Oktave des Klaviers.Torsten Möller: Windungen. Die Komponistin Katharina Rosenberger im Portrait. In: Dissonance. 2013, Nr. 121, S. 41–45 (PDF; 297 kB). Sie interessieren ausserdem Linien, Texturen und Formen aus Anatomie und Morphologie von Pflanzen. So verfolgt die Struktur von phragmacone (2004–2010) für Altsaxophon die logarithmischen Spiralen einer Nautilusmuschel.

Auszeichnungen 2023 Schweizer MusikpreisSchweizer Musikpreise 2023. In: schweizerkulturpreise.ch. Abgerufen am 9. November 2023.

Werke

Diskografie Mela Meierhans und Katharina Rosenberger: Wax, Unit Records, 2004 Katharina Rosenberger: Wet Ink Ensemble Texturen, hat[now]ART, 2012 Katharina Rosenberger: Shift, hat[now]ART, 2016

Literatur

Torsten Möller: Windungen. Die Komponistin Katharina Rosenberger im Portrait. In: Dissonance. 2013, Nr. 121, S. 41–45 (PDF; 297 kB).

Weblinks

auf der Website der University of California, San Diego Tonaufnahmen mit Werken von Katharina Rosenberger aus dem Archiv von SRG SSR auf Neo.Mx3 Analyse von Peripher

Website von Katharina Rosenberger Torsten Möller: Artikel „Katharina Rosenberger“. In: MUGI. Musikvermittlung und Genderforschung: Lexikon und multimediale Präsentationen, hg. von Beatrix Borchard und Nina Noeske, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, 2003ff. Stand vom 11. Dezember 2017

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Hochschullehrer (Musikhochschule Lübeck) Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1971 Kategorie:Frau