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In der Liste der Baudenkmale in Bad Gandersheim sind die Baudenkmale der niedersächsischen Stadt Bad Gandersheim (Landkreis Northeim) aufgelistet. Die Quelle der Baudenkmale und der Beschreibungen ist der Denkmalatlas Niedersachsen. Diese Liste ist nachrichtlich und stellt keine rechtsverbindliche Auskunft dar. Der Stand der Liste ist der 27. September 2026.
Die Baudenkmale in den Ortsteilen sind in der Liste der Baudenkmale in Bad Gandersheim − Ortsteile erfasst. Allgemein
Baudenkmale nach Straßen Abteihof
Alte Gasse ID 33538504 Die Straße wird 1437 als Hole Gatze erstmals urkundlich erwähnt. In der ersten Hälfte des 16. Jh. säumten 22 Häuser die Straße. Sie wurden nach dem Stadtbrand von 1580 wiederaufgebaut. Nach dem Dreißigjährigen Krieg 1648 sind nur noch sieben Häuser bewohnt. 1650 ist die Straße als eine wüste Stidde im Schloßregister erwähnt. Der heutige Baubestand Alte Gasse 1 bis 18 besteht aus traufständigen, zwei- bis dreigeschossigen, stockweise abgezimmerten Fachwerkbauten beiderseits der Straße. Die überwiegende Zahl der Bauten stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jh. Die Gebäude Alte Gasse 12, 14, 15, 16 stammen aus der Mitte des 18. Jh.
Am Osterbergsee
Am Plan Die Platzanlage wurde bei der Burgerweiterung südlich der Burg zur Verbesserung der Verteidigungsmöglichkeiten in der ersten Hälfte des 16. Jh. geschaffen. Hierzu wurden die damalige Bebauung abgerissen.
Am Stadtwall
An der Stadtmauer, An der Tummelburg mini|Die Darstellung Merians von 1654 zeigt den dritten Mauerring, von dem sich Teile bis heute erhalten haben. Die Tore und Türme sind allesamt abgegangen. Vom ältesten nachweisbaren Mauerring um den ehemaligen Stiftsbezirk und den ehemaligen Domänenhof haben sich keine Reste erhalten. Die Marktsiedlung, zunächst im Schutz der Stiftsburg, wurde durch einen zweiten Mauerring befestigt. Hiervon sind keine Teile erhalten. In der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde der dritte Mauerring geschaffen, um die neuen Stadtteile Neustadt, Hagen und die Siedlung um die Moritzstraße in die Stadtbefestigung einzubeziehen. Er schloss allerdings die Vorstädte aus und ist in größeren Teilen erhalten.
An der Wiek
Baderstraße und Bahnhofstraße
Barfüßerkloster Der Straßenname erinnert an das 1501 an dieser Stelle gegründete Franziskanerkloster. Nach dem Brand von 1834 wurden an der Ostseite der Straße zwei- und dreigeschossige, teilweise verkleidete, Fachwerkbauten errichtet.
Bismarckstraße Die Straße führt von der "Stiftsfreiheit" ostwärts. Anlässlich des 80. Geburtstags Bismarcks 1895 erhielt die ehemals als Neues Dorf bezeichnete Straße ihren heutigen Namen.
Braunschweiger Straße
Burgstraße Die Burgstraße war Teil der alten Fernhandelsstraße nach Hildesheim. Sie verläuft nordostwärts vom Marktplatz und findet in den Straßen "Am Plan", "Neustadt" und "Hildesheimer Straße" ihre Fortsetzung. 1582 wird sie noch als "Mühlstraße" erwähnt. Burgstraße hieß die mit Bürgerhäusern bebaute nördliche Seite des "Plan"s bis zum Abriss der Gebäude im Rahmen der Burgerweiterung und Schaffung der Platzanlage im Jahr 1530.
Clusberg und Fronhof
Hagen Die Straße Hagen wird 1399 erstmals urkundlich erwähnt. Durch bauliche Eingriffe wirkt der Althausbestand von Hagen 5 bis 10 und Am Plan 5 nicht sehr homogen. Vereinzelt reicht der Baubestand ins 16. Jahrhundert zurück.
Hennebergstraße
Hildesheimer Straße Die Hildesheimer Straße ist die Fortsetzung der Straße Neustadt in Richtung Nordosten. Die Bauten vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts zeugen vom aufkommenden Kurbetrieb der Zeit der Jahrhundertwende.
Marienkloster
Markt Der Markt gehört zum "Historischen Ortskern" der Stadt.
Moritzstraße Die Moritzstraße erstreckt sich vom Marktplatz Richtung Süden zum abgegangenen Galgentor. Der Straßenname taucht erstmals 1669 auf und nimmt Bezug auf die Moritzkirche, die ehemalige Marktkirche.
Neue Straße Die Neue Straße liegt außerhalb der Altstadt und führt von der Moritzstraße nach Westen. In ihr sind meist freistehende villenartige Massivbauten mit Vorgärten zu finden.
Neustadt Die Straße wird erstmals 1569 als Neustadt erwähnt. Zuvor wurde sie als Vorstadt bezeichnet. Am Übergang der Altstadt zur Neustadt wurde das Hagentor errichtet. Die Stadtbefestigung wurde um ein äußeres Tor ergänzt, wie die 1466 bezeugte Lagebezeichnung "Zwischen den Hagentoren" zum Ausdruck bringt.
Pump
Sankt-Georg-Straße
Steinweg Der Steinweg verläuft vom Marktplatz nahezu geradlinig nach Westen bis zum ehemaligen Georgstor. Bereits 1364 wird dieser Abschnitt als Großer Steinweg erwähnt. Dann biegt die Straße nach Nordwesten ab und führt nach der Überquerung der Grande zur Kirche St. Georg. Diese Abschnitt wurde früher als Kleiner Steinweg bezeichnet.
Stiftsfreiheit Der Stiftsbezirk ist aus der mittelalterlichen Stiftsburg hervorgegangen. Neben der Stiftskirche und der Abtei gehörten eine größere Anzahl von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden zur Stiftsanlage. Das Areal umfasst neben der Stiftsfreiheit die Straßen Frohnhof, Burgstraße, Am Plan, Hagen und An der Tummelburg.
Andere Straßen
Literatur Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 7.2, Landkreis Northeim – Nördlicher Teil mit den Städten Bad Gandersheim und Dassel, den Ortsteilen der Stadt Einbeck und der Gemeinde Kalefeld, bearbeitet von Christian Kämmerer, Thomas Kellermann, Peter Ferdinand Lufen, herausgegeben von Christina Krafczyk, E. Reinhold Verlag, Altenburg, 2018, ISBN 978-3-95755-040-8.
Weblinks
Denkmalatlas Niedersachsen
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