Die Zürcher Kunstgesellschaft ist der Trägerverein des Kunsthauses Zürich. Sie ging im Sommer 1896 aus der Fusion der Künstlergesellschaft und des Vereins Künstlerhaus hervor.Benedikt Loderer: Ein Provisorium: Das Künstlerhaus. In: Die Baugeschichte des Kunsthaus Zürich. 1910–2020. Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterungsbau, Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich (Hrsg.), Vermerk: «Diese Publikation erscheint anlässlich der Eröffnung der Erweiterung des Kunsthaus Zürich im Herbst 2021». Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, S. 13. Ab Eröffnung der Kunsthauserweiterung unterstützt die Stadt Zürich den Verein mit einem Betriebsbeitrag von jährlich 13,3 Millionen Schweizer Franken – Stand 23. September 2026.Subventionsvertrag zwischen der Stadt Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft, AS-Nr: 442.110, vom 9. Februar 2022 / 22. März 2023 mit Änderungen bis 8. November 2023. III. Subvention der Stadt Zürich, Art. 29, S. 9. Abgerufen am 24. August 2024.

Das Zürcher Stimmvolk entscheidet am 27. September 2026 über eine Erhöhung der Subventionen für das Kunsthaus Zürich um 40 Prozent von insgesamt 18,5 Millionen auf 25,8 Millionen Franken, also einen jährlichen Beitrag von zusätzlich 7,3 Millionen, wovon die Zürcher Kunstgesellschaft 4 Millionen erhalten soll.

Entstehung mini|Alte Tonhalle beim Bellevue auf dem heutigen Sechseläutenplatz: provisorischer Ausstellungsort der Zürcher Künstlergesellschaft, 1895 Ein kleiner Kreis von Künstlern und Kunstliebhabern gründete 1787 die Zürcher Künstlergesellschaft.Jahrbuch für Kunst und Kunstpflege in der Schweiz. Band 1, 1913–1914, S. 261–271. 1847 wurde das «Künstlergütli» als erstes «Kunsthaus» der Stadt Zürich eingeweiht. Da sich dieses für Ausstellungen wenig eignete, fanden provisorische Ausstellungen in der alten Tonhalle, der alten Börse und im Künstlerhaus statt, einem Billigbau an der Ecke Tal- und Börsenstrasse, der 1895 von einem neu gegründeten Verein für bildende Künste Künstlerhaus erstellt worden war.Benedikt Loderer: Ein Provisorium: Das Künstlerhaus. In: Die Baugeschichte des Kunsthaus Zürich. 1910–2020. Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterungsbau, Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich (Hrsg.), Vermerk: «Diese Publikation erscheint anlässlich der Eröffnung der Erweiterung des Kunsthaus Zürich im Herbst 2021». Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, S. 11. Im Sommer 1896 fusionierten die Zürcher Künstlergesellschaft und der junge Verein Künstlerhaus zum Verein Zürcher Kunstgesellschaft.Jahresbericht für 1896 und Verzeichnis der Mitglieder per 30. April 1897. In: Kunsthaus Zürich, Buchdruckerei Berichthaus (vorm. Ulrich & Co.), Zürich 1887, S. 5, abgerufen am 10. Oktober 2024.Benedikt Loderer: Ein Provisorium: Das Künstlerhaus. In: Die Baugeschichte des Kunsthaus Zürich. 1910–2020. Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterungsbau, Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich (Hrsg.), Vermerk: «Diese Publikation erscheint anlässlich der Eröffnung der Erweiterung des Kunsthaus Zürich im Herbst 2021». Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, S. 13.

Das Kunsthaus von Karl Moser am Heimplatz, wo dieses seinen definitiven Standort gefunden hatte, konnte die Zürcher Kunstgesellschaft am 17. April 1910 einweihen.

Am 29. Mai 1953 schloss die Stadt Zürich mit der Zürcher Kunstgesellschaft einen Vertrag «über die Errichtung einer Stiftung zur Verwaltung des Kunsthauses [Alt- und Neubau] und die sich daraus ergebenden gegenseitigen Verpflichtungen.» Die Zürcher Kunstgesellschaft musste spätestens innert einem Jahr ihre Statuten anpassen. 1954 wurde die Stiftung Zürcher Kunsthaus gegründet.Vertrag zwischen der Stadt Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft über die Errichtung einer Stiftung zur Verwaltung des Kunsthauses (AIt- und Neubau) und die sich daraus ergebenden gegenseitigen Verpflichtungen vom 29. Mai 1953 mit Änderungen bis 2. März 1988. Inkrafttreten 7. Februar 1954. In: Stadt Zürich. Abgerufen am 7. April 2025. Sie ist seitdem Eigentümerin der Liegenschaften des Kunsthauses und vermietet diese kostenlos an die Zürcher Kunstgesellschaft.Benedikt Loderer: Die grosse Halle: Der Pfisterbau. In: Die Baugeschichte des Kunsthaus Zürich. 1910–2020. Einfache Gesellschaft Kunsthaus-Erweiterungsbau, Zürcher Kunstgesellschaft / Kunsthaus Zürich (Hrsg.), Vermerk: «Diese Publikation erscheint anlässlich der Eröffnung der Erweiterung des Kunsthaus Zürich im Herbst 2021». Scheidegger & Spiess, Zürich 2020, S. 32. Ende der 1980er-Jahre verpflichtete sich die Stadt Zürich, die Zürcher Kunstgesellschaft kalenderjährlich mit 5 Millionen Schweizer Franken zu unterstützen.

Zweck Die Zürcher Kunstgesellschaft betreibt das Museum und ist Eigentümerin der Kunstsammlung. «Die Hauptaktivitäten der Zürcher Kunstgesellschaft liegen in der Sammlungs-, Bewahrungs-, Forschungs-, Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeit. Der virtuelle Raum wird aktiv genutzt, um den Dialog mit dem Publikum zu fördern und die Reichweite des Kunsthauses zu vergrössern.»Subventionsvertrag zwischen der Stadt Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft, AS-Nr: 442.110, 9. Februar 2022 / 22. März 2023 mit Änderungen bis 8. November 2023, I. Allgemeines, Art. 1 2. Abgerufen am 23. August 2024.

Der Trägerverein ist offen für alle, hat mehr als 24'000 Mitglieder (Stand 2024) und zählt zu den grössten Kunstvereinen Europas.Kunsthaus Zürich Website abgerufen am 15. August 2024. Im Vorstand sind Private und die öffentliche Hand vertreten; dieser wählt die Direktion des Kunsthauses.

Vorstand Laut § 18 der Statuten besteht der Vorstand des Vereins aus insgesamt elf Mitgliedern: dem Präsidenten und drei Mitgliedern, die durch die Generalversammlung gewählt werden, einem Mitglied, das von der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde abberufen wird, sowie sechs Mitgliedern der öffentlichen Hand. Gemäss Artikel 17.1 des Subventionsvertrags mit der Stadt Zürich, sind diese und der Kanton Zürich berechtigt, die Mehrheit von den elf Mitgliedern des Vorstands abzuordnen.Subventionsvertrag zwischen der Stadt Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft, AS-Nr: 442.110, 9. Februar 2022 / 22. März 2023 mit Änderungen bis 8. November 2023. Abgerufen am 23. August 2024.

Zusammensetzung Stand 2024 Von der Zürcher Kunstgesellschaft gewählt Philipp M. Hildebrand, Präsident Conrad M. Ulrich, Vizepräsident und Finanzvorstand Uli Sigg, Kunstsammler Ben Weinberg Vom Stadtrat gewählt Corine Mauch, Stadtpräsidentin Zürich Murielle Perritaz, Co-Direktorin Kultur Stadt Zürich Latefa Wiersch, bildende Künstlerin Eléonore Bernard, Vertreterin des Personals Vom Regierungsrat gewählt Hedy Graber, Managerin Seraina Rohrer, Leiterin Fachstelle Kultur, Kanton Zürich Vertreterin der Vereinigung Zürcher Kunstfreunde Gitti Hug, deren Präsidentin, Rechtsanwältin

Präsidentenhistorie Zeitraum Präsident 1903–1916 Paul Uhlrich 1916–1922 Gottlieb Schärtlin 1922–1940 Alfred Jöhr 1940–1960 Franz Meyer 1960–1975 Alfred Schaefer 1975–1987 Carlo von Castelberg 1987–2002 Thomas Bechtler 2002–2021 Walter Kielholz 2021 Anne Keller Dubach seit Juli 2022 Philipp Hildebrand

Literatur 100 Jahre Kunsthaus Zürich in: Neue Zürcher Zeitung. 17./18. April 2010, Sonderbeilage

Weblinks Statuten der Zürcher Kunstgesellschaft. Stand 19. Juni 2023 Jahresbericht 2023 in Kunsthaus Zürich Subventionsvertrag zwischen der Stadt Zürich und der Zürcher Kunstgesellschaft AS-Nr: 442.110, mit Änderungen bis 8. November 2023 Kunsthaus Zürich, Organisation Kunsthaus Zürich, Mitgliedschaft Schweizer Kunstverein; Sektion: Zürcher Kunstgesellschaft

Einzelnachweise

Kategorie:Kunstverein (Schweiz) Kategorie:Verein (Zürich) Kategorie:Kunsthaus Zürich Kategorie:Vereinsgründung 1896 Kategorie:Museumsverein