Amelia Josephine „A J“ Hurt (* 5. Dezember 2000 in Truckee, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Skirennläuferin. Ihre Stärken liegen in den Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom.

Biografie A J Hurt wuchs am Lake Tahoe in Kalifornien auf, erlernte das Skifahren in Squaw Valley und trat im Alter von vier Jahren dem Squaw Valley Ski Team bei. Aufgrund herausragender Leistungen in der U16-Kategorie wurde sie als 14-Jährige in die nationale Trainingsgruppe aufgenommen. Im August 2016 nahm sie in Neuseeland erstmals an FIS-Rennen teil. Die ersten Einsätze im Nor-Am Cup folgten im Dezember desselben Jahres, wobei sie sogleich in die Punkteränge fuhr. Früh zeichnete sich eine Vorliebe für die schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G ab, doch auch im Riesenslalom zeigten sich Fortschritte. Vier Tage nach ihrem ersten Sieg im Nor-Am Cup gab sie am 25. November 2017 ihr Debüt im Weltcup und erreichte im Riesenslalom von Killington Platz 45. Zwei Wochen später folgte der zweite Sieg in einem Nor-Am-Rennen, was ihr Platz 3 in der Riesenslalom-Disziplinenwertung einbrachte. Zum Abschluss der Saison 2017/18 errang sie zwei US-amerikanische Meistertitel im Riesenslalom und in der Kombination.

Zu Beginn der Saison 2018/19 gelang A J Hurt eine Siegesserie im Nor-Am Cup. Innerhalb einer Woche gewann sie fünf Rennen in drei verschiedenen Disziplinen. Im weiteren Verlauf des Winters kamen zehn Podestplätze hinzu. Dies ergab schließlich den zweiten Platz in der Gesamtwertung sowie den Sieg in der Abfahrts- und der Kombinationswertung. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2019 im Fassatal gewann sie Silber im Mannschaftswettbewerb. Ihre ersten Weltcuppunkte holte Hurt am 26. November 2020 mit Platz 25 im Parallelrennen von Lech. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2021 in Bansko holte sie Bronze im Slalom.

Im Januar 2023 musste sich Hurt wegen einer Knöchelverletzung operieren lassen und verpasste dadurch den größten Teil der Saison 2022/23. Bei ihrem Comeback am 25. November desselben Jahres fuhr sie im Riesenslalom von Killington sogleich auf Platz 19, eine Woche später in Mont-Tremblant auf Platz 9. In ihrem erst zweiten Slalom nach der Verletzungspause erzielte sie am 7. Januar 2024 überraschend die erste Weltcup-Podestplatzierung ihrer Karriere, mit Platz 3 im Slalom von Kranjska Gora (nach Laufbestzeit im zweiten Durchgang). Am 10. Februar 2024 gelang ihr als Drittplatzierter in Soldeu die erste Podestplatzierung in einem Riesenslalom.

Bei den Weltmeisterschaften 2025 in Saalbach-Hinterglemm erreichte sie mit einem 13. Platz im Riesenslalom, einem 19. Platz im Slalom sowie Platz 16 in der Teamkombination eher durchwachsene Ergebnisse. Sechs Wochen später gelang ihr aber bei den US-Meisterschaften in Vail nach einem zweiten Platz im Riesenslalom einen Tag später im Slalom ihr insgesamt dritter nationaler Titel, der erste davon in dieser Disziplin.

Erfolge

Olympische Spiele Peking 2022: 34. Slalom, DNF Riesenslalom Mailand/Cortina 2026: 15. Team-Kombination, 19. Slalom, DNF Riesenslalom

Weltmeisterschaften Cortina d’Ampezzo 2021: 29. Super-G, DNF Riesenslalom, DNF Slalom, DNF Alpine Kombination, DNF Parallelrennen Saalbach-Hinterglemm 2025: 13. Riesenslalom, 16. Team-Kombination, 19. Slalom

Weltcup 9 Platzierungen unter den besten zehn, davon 2 Podestplätze

Weltcupwertungen Saison Gesamt Super-G Riesenslalom Slalom Parallel Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2020/21 82. 36 50. 6 37. 22 55. 2 25. 6 2021/22 89. 32 – – 37. 27 – – 26. 5 2023/24 32. 268 – – 15. 202 31. 66 – – 2024/25 43. 196 – – 14. 152 29. 44 – – 2025/26 51. 135 – – 22. 97 30. 38 – –

Nor-Am Cup Saison 2017/18: 6. Gesamtwertung, 3. Riesenslalomwertung, 4. Abfahrtswertung, 4. Super-G-Wertung Saison 2018/19: 2. Gesamtwertung, 1. Abfahrtswertung, 1. Kombinationswertung, 2. Riesenslalomwertung, 2. Super-G-Wertung, 5. Slalomwertung Saison 2019/20: 5. Riesenslalomwertung Saison 2023/24: 8. Slalomwertung 27 Podestplätze, davon 11 Siege: Datum Ort Land Disziplin 21. November 2017 Copper Mountain USA Riesenslalom 11. Dezember 2017 Panorama Kanada Super-G 5. Dezember 2018 Lake Louise Kanada Abfahrt 6. Dezember 2018 Lake Louise Kanada Abfahrt 7. Dezember 2018 Lake Louise Kanada Super-G 11. Dezember 2018 Panorama Kanada Super-G 11. Dezember 2018 Panorama Kanada Kombination 4. Februar 2020 Georgian Peaks Kanada Riesenslalom 12. Dezember 2020 Whiteface Mountain USA Riesenslalom 15. Dezember 2023 Mont-Tremblant Kanada Slalom 16. Dezember 2023 Mont-Tremblant Kanada Slalom

Australia New Zealand Cup Saison 2023: 1. Gesamtwertung, 1. Riesenslalomwertung, 3. Slalomwertung 3 Podestplätze, davon 2 Siege

Juniorenweltmeisterschaften Davos 2018: 7. Abfahrt, 8. Riesenslalom Fassatal 2019: 2. Mannschaftswettbewerb, 7. Riesenslalom, 10. Abfahrt Narvik 2020: 6. Super-G, 16. Abfahrt Bansko 2021: 3. Slalom, 18. Super-G

Weitere Erfolge 3 US-amerikanische Meistertitel (Riesenslalom und Kombination 2018, Slalom 2025) 7 Siege in FIS-Rennen

Weblinks

A J Hurt bei Team USA (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Alpiner Skirennläufer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Olympiateilnehmer (Vereinigte Staaten) Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2022 Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2026 Kategorie:Teilnehmer einer Alpinen Skiweltmeisterschaft Kategorie:US-amerikanischer Meister (Ski Alpin) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 2000 Kategorie:Frau