mini|Gedenkstein für den abgegangenen Deumentenhof Deumentenhof ist eine Wüstung im Gemeindegebiet der kreisfreien Stadt Nürnberg.

Geographie Die ehemalige Einöde lag auf freier Flur auf einer Höhe von . 0,5 km südlich lag Rennweg, 0,2 km nordwestlich Schallershof, 0,5 km östlich Schoppershof. An der Stelle von Deumentenhof befindet sich heute der Stadtpark.

Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1429 als „Kötzersdorff“ erstmals schriftlich erwähnt. In allen nachfolgenden Belegen lautete das Grundwort Hof. Ab 1644 wurde der Ort auch „Deumenten“ genannt. Das ursprüngliche Bestimmungswort ist Ketzer, wohl als Übername benutzt, um eine Eigenschaft des Besitzers zu beschreiben. Deumenten war ursprünglich ein Flurname. Deumenten war die umgangssprachliche Form für Thymian.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 31ff.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Deumentenhof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-bayreuthischen Oberamt Baiersdorf bestritten wurde. Die Deutschordenskommende Nürnberg war Grundherr des Ganzhofes.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 108.

Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Erlangen. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Deumentenhof dem 1813 gebildeten Steuerdistrikt Erlenstegen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Erlenstegen zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Deumentenhof in die neu gebildete Ruralgemeinde Rennweg umgemeindet. Mit der Eingliederung des Ortes Rennweg in die Stadt Nürnberg im Jahr 1865 hieß die Ruralgemeinde Schoppershof. 1899 wurde diese nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 242f.

1905 wurde der Hof abgebrochen.W. Fischer-Pache: Deumentenhof in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 206.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 1861 1871 1885 Einwohner 9 7 8 6 20 11 12HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1836 und 1885 als Wohngebäude. 2 1 2 1 2Quelle

Religion Deumentenhof war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Jobst (Nürnberg) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ersterwähnung 1429 Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Wüstwerdung 1905