Rudolf Brix (* 4. Juni 1880 in Innsbruck; † 26. April 1953 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller.

Leben Rudolf Brix studierte Jus an der Universität Innsbruck und trat 1905 in den Polizeidienst ein, wo er es bis zum Innsbrucker Oberpolizeipräsidenten brachte.

Er kam früh mit dem Theater in Kontakt und schrieb rund 25 Bühnenstücke. Von 1900 bis 1911 war er zusammen mit Franz Kranewitter und Richard Wilhelm Polifka Herausgeber der Zeitschrift Der Föhn.

Brix war mit Rudolf Greinz, Ferdinand Exl und Karl Schönherr befreundet und mit der Exl-Schauspielerin Luise Herzleier verheiratet. Die meisten seiner Stücke wurden von der Exl-Bühne in Innsbruck und Wien aufgeführt. Seine Stücke sorgten immer wieder für Skandale. Die Aufführung der Komödie Das Gnadenbild wurde 1909 wegen „Herabwürdigung von Lehren und Einrichtungen der katholischen Kirche“ von der Zensur in Tirol und Vorarlberg verboten und sorgte in Graz und Linz für Proteste.Barbara Hoiß, Sandra Unterweger: Ein Lokalaugenschein in Tirol 1900–1950. In: Stefan Neuhaus, Johann Holzner (Hrsg.): Literatur als Skandal: Fälle – Funktionen – Folgen. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-20855-7, S. 314–343. Der Mönch und die Sünderin wurde 1930 in Wien aufgrund der Intervention klerikaler Kreise nach nur fünf Aufführungen abgesetzt. Das Stück In unserem Weinberg liegt ein Schatz, in dem sich Brix über die Polizei lustig machte, sorgte dafür, dass er vorübergehend vom Dienst suspendiert und 1934 in den Ruhestand versetzt wurde.

Am bekanntesten wurde Brix für seine Neubearbeitung von volkstümlichen Stoffen wie Der Graf von Schroffenstein und Die Räuber am Glockenhof. Letzteres Stück wird regelmäßig von Laienbühnen aufgeführt, hatte aber auch bei den Rittner SommerspielenDie Räuber am Glockenhof. Rittner Sommerspiele 2001 und den Tiroler Volksschauspielen in Telfs großen Erfolg.

Werke Der dürre Baum. Tragödie in 3 Akten, 1910 Das Gnadenbild (später: Das Jungfernweh). Komödie in vier Akten, 1911 "Ans Vaterland, ans teure ...." 1914 Das Kartenhaus (auch: Die Unkeuschheit). Tragödie in drei Akten, 1915 Der unsinnige Donnerstag. Komödie in drei Akten, 1918 Grotesken: Die Ehebrecherin, Ein ernstes Spiel, Der ersehnte Tag, Abrechnung, Die böse Stunde. Fünf Einakter, 1922 Der Götze. Eine Bauerntragödie in drei Akten, 1924 Das Götzenbild. Ein Priesterdrama. 1924 Balduin und Filimunde (auch: Filimunde, die Mörderin). Tragikomödie in fünf Aufzügen. 1926 Spiritus. Tragikomödie in vier Aufzügen. 1928 Der Mönch und die Sünderin. Ein dramatischer Roman in 21 Kapiteln. 1930 Laßt andere für uns sorgen!. Eine Schmarotzerkomödie in 5 Aufzügen. 1930 Im Namen der Gerechtigkeit. Drei Akte. 1931 In unserem Weinberg liegt ein Schatz. 1932 Das Gottesurteil zu Sigmundsberg oder das Haupt des Enthaupteten. 1933 Der Graf von Schroffenstein oder das Wiederfinden in der Totengruft. 1933 Die Räuber vom Glockenhof. 1934 Ein Kuss, ein Schicksal. Komödie. 1935 Der Bauernrebell. 1936 Don Johannes. Komödie. 1937 Das Opfer. Tragödie. 1943

Literatur Rudolf Brix im Lexikon Literatur in Tirol, Forschungsinstitut Brenner-Archiv

Einzelnachweise

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