mini|Lage Pehlens in Wüsten Pehlen ist ein zum Stadtteil Wüsten gehörender Ortsteil der lippischen Stadt Bad Salzuflen im Nordosten Nordrhein-Westfalens.
Geographie Lage Die Siedlung liegt etwa zwei Kilometer nordöstlich von Wüsten, oberhalb des Glimketals, zwischen Wüsten, dem Vlothoer Ortsteil Valdorf im Norden und Lemgo-Welstorf im Osten.
Nördlich von Pehlen verläuft die Gemeindegrenze zu Vlotho, die hier gleichzeitig die Kreisgrenze zum Kreis Herford bildet.
Geschichte Hier, an der lippischen Grenze nach dem ehemaligen Land der Sachsen, wurden schon vor mehr als 800 Jahren zwei Meierhöfe genannt: der ‚Tieß-Hof‘ und der ‚Pedeler Sundern-Hof‘; beide hatten an die Oberlehensherrin, die Äbtissin zu Herford, jährlich drei Fuder Brennholz, ein Schaf und 33 Scheffel Getreide(mehl) zu liefern. 1359 übergingen mehrere Güter – darunter auch die beiden genannten Höfe – im lippischen Norden in den Besitz des Friedrich von Callendorp, Ritter auf der Burg Varenholz, und später an die Herren von Wend in Varenholz. Zwischen 1536 und 1787 wechselten die Höfe im Zuge von Grenzziehungen immer wieder ihre Besitzer.Otto Pölert: Pehlen. In: Wüsten – Eine Höfe- und Siedlungsgeschichte. S. 26 bis 28.
Name Das Wort leitet sich wohl aus „pith“ = „Sumpf“ und „loh“ = „Gehölz“ ab, also ein sumpfiges Waldgebiet beim Tal der Glimke.Erwin Schubert: Zeugen aus der Vergangenheit Wüstens: Ortsnamen, Torbogen und Grabinschriften, Wüsten, Mai 1990, S. 5.
Folgende Schreibweisen sind historisch belegt: Pythelon (Ende des 12. Jahrhunderts), Pethelen (1241), Pedelen (um 1270, 1475, 1487), Pedele (1317), Pedelon (1321), Pedellen (1359), Pedeln (1489), Pedelln (1545 im Landschatzregister), Pegeln (1562 im Landschatzregister), Pehle (1615 im Salbuch), Pehlen (1618 im Landschatzregister), Pehdelen (1620 im Salbuch) und Pedeln (1658).Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe, Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld, 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 386.
Einwohnerentwicklung Jahr 1880„Ortschaftsverzeichnis des Fürstentums Lippe“, Detmold, 1882. 1895„Ortschaftsverzeichnis des Fürstentums Lippe“, Detmold, 1898. 1911„Ortschaftsverzeichnis des Fürstentums Lippe“, Detmold, 1911. Wohnhäuser 17 12 14 Haushaltungen 21 15 12 Einwohner 105 76 33 / 38
Kultur und Sehenswürdigkeiten Höfe und Häuser mini|hochkant|Grenzstein „GR-040-51“ zeigt die Lippische Rose Pehlen Nr. 1 die Torbogeninschrift lautet Ortsnamen, Torbogen und Grabinschriften, Erwin Schubert, Wüsten, Mai 1990 Pehlen Nr. 2, bereits im 13. Jahrhundert genannt die Torbogeninschrift lautet Ortsnamen, Torbogen und Grabinschriften, Erwin Schubert, Wüsten, Mai 1990 Pehelen Nr. 2c: vor dem Westgiebel Naturdenkmal „Linde“ im Garten Pehlen Nr. 3 und 3d: Hof mit Hauptgebäude, Kötterhaus, Leibzucht und Remise; → siehe Hauptartikel „Baudenkmal Hofanlage Albertsmeier“
Grenzsteine
Entlang der ehemaligen Grenze des Fürstent(h)ums Lippe zum Freistaat Preußen bzw. der Grafschaft Ravensberg stehen rund 50 Landesgrenzsteine, die als Baudenkmale in die Denkmallisten von Bad Salzuflen, Herford und Vlotho eingetragen worden sind. Bei Pehlen sind noch die Grenzsteine „GR-040-44“, „GR-040-51“ (Foto), „GR-040-52“ und „GR-040-53“ vorhanden.Karte von der Bezirksregierung Detmold mit allen noch vorhandenen historischen Grenzsteinen zwischen Lippe und Preußen, im Bereich der Gemeindegrenze Bad Salzuflen/Lemgo bis Anschlussstelle „Ostwestfalenstraße“ der A2
Verkehr Die beiden wichtigsten Straßen sind die Vlothoer Straße und Pehlen.
Öffentlicher Nahverkehr Nach dem Haus Gustav-Schalk-Straße 109 gibt es die OWL-Verkehr-Haltestelle „Pehlen“, die nächsten Bahnhöfe sind Vlotho, Lemgo und Bad Salzuflen.Liniennetzplan Lippe bei OWLVERKEHR; abgerufen am 31. Dezember 2018.
Einzelnachweise
Kategorie:Wüsten (Bad Salzuflen) Kategorie:Ortsteil von Bad Salzuflen