mini|Haupthalle mini|Plan des Tempels (s. Text) Der Iyo Kokubun-ji () mit dem Bergnamen Kongōzan () und dem Untertempelnamen Saishō-in () ist ein wichtiger Tempel der Saidaiji-Richtung () des Shingon-Buddhismus auf dem kleinen „Schildkrötenhügel“ () in der Stadt Imabari (Präfektur Ehime). Heute ist der Tempel in der traditionellen Zählung der 59. des Shikoku-Pilgerwegs.
Geschichte Der Iyo Kokubun-ji war der Provinztempel (Kokubunji), d. h. Haupttempel, der Provinz Iyo und wurde auf Geheiß von Kaisers Shōmu vom Priester Gyōki erbaut, der dafür eine Figur des Yakushi Nyorai, also des heilenden Buddha, herstellte. Der Tempel wurde mit allen notwendigen Gebäuden zu einer vollständigen Anlage, einem Shichidō Garan (), ausgebaut. Die Feldherrn der Gegend, die reichen Grundbesitzer, wie die Kōno () und Ochi () unterstützten den Tempel, der auch zivile Verwaltungsfunktionen übernahm. Später geriet der Tempel, angefangen mit den Unruhen in der Zeit des Fujiwara no Sumitomo (893–943), oft in kriegerische Auseinandersetzungen. Zuletzt wurde er während der Tenshō-Ära (1573–1592) viermal von Chōsokabes Truppen heimgesucht, so dass von der einstigen Größe nichts mehr übrig blieb. Erst gegen Ende der Edo-Zeit wurde der Tempel auf dem Hügel in der Nähe neu errichtet.
Anlage Man gelangt zum Tempel vom Süden her über eine Treppe, die oben von Säulen flankiert wird. Im Vorbereich steht rechts der Glockenturm (; 3). Geradeaus hat man die Haupthalle (; 1) vor sich: sie stammt aus dem Jahr 1789 und ist als Kulturgut der Präfektur registriert. Rechts davon steht die Halle, die dem Tempelgründer gewidmet ist, die Daishi-dō (; 2).
Etwa 100 m östlich vom Tempel gibt es die Spuren der ehemaligen Pagode (; 4) des Tempels. Die Basis hat eine Fläche von 99 m², dort hat man große 13 Säulenbasen-Steine gefunden, von denen der zentrale eine Dicke von 70 cm hat. In der Mitte haben die Steine einen Abstand von 3,6 m, die äußeren einen Abstand von 3,3 m. Aus der mächtigen Basis schließt man, dass die Pagode eine Höhe von 60 m hatte.
Oben auf dem Hügel befindet sich der kleine Kasuga-Schrein (; S).
Bilder
Literatur Ehime-ken kotogakko chireki komin bukai rekishi bukai (Hrsg.): Sankaku-ji. In: Ehime-ken no rekishi sampo. Yamakawa Shuppan, 2008. ISBN 978-4-634-24638-6. Seite 84, 86. Oguri, Doei: Kukai. Shikoku hachijuhachi kosho no arukikata. Chukei no Bunko, 2011. ISBN 978-4-8061-4067-2.
Weblinks
Webseite zum Tempel, japanisch
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Ehime Kategorie:Erbaut in den 700er Jahren Kategorie:Bauwerk in Imabari Kategorie:Buddhistischer Tempel in Asien