mini|Rolf Zuckowskis Album Winterkinder … auf der Suche nach Weihnachten ist mit über 1,5 Millionen verkauften Einheiten der meistverkaufte Weihnachtstonträger in Deutschland. Die Liste der kommerziell erfolgreichsten Weihnachtstonträger in Deutschland ist eine Übersicht aller Tonträger, die Bezug auf Weihnachten beziehungsweise die Weihnachtszeit nehmen und einen kommerziellen Erfolg nachweisen können. Kommerziell steht hiermit in Verbindung mit einem Einstieg in die offiziellen deutschen Album- beziehungsweise Singlecharts oder von nachweislich verliehenen Gold- und Platinauszeichnungen.
Hinweise zur Interpretation der aufgeführten Statistiken Allgemeine Hinweise Diese Liste führt alle Weihnachtstonträger auf, die einen Einstieg in die offiziellen deutschen Album- oder Singlecharts schafften, oder nachweislich Gold- und Platinauszeichnungen verliehen bekamen. Als Weihnachtstonträger zählen diejenigen, die sich mit den Themen Weihnachten beziehungsweise Weihnachtszeit beschäftigen und Weihnachtslieder enthalten. Ein Weihnachtslied ist ein Lied, das zu Weihnachten gesungen wird, weil der Liedtext einen Bezug zum Feiertag hat. Nicht berücksichtigt werden Lieder, die nur einen mit Weihnachten assoziierten Begriff in ihrem Text beinhalten, ohne dass das Stück im Allgemeinen Bezug auf Weihnachten nimmt. Hierbei gibt es aber auch Ausnahmen wie Hallelujah oder The Power of Love, die ursprünglich keine klassischen Weihnachtslieder waren, jedoch zur Weihnachtszeit einen besonderen Stellenwert genießen und für viele Menschen direkt mit Weihnachten assoziiert und speziell zur Weihnachtszeit gesungen werden. Ebenfalls bleiben Tonträger unberücksichtigt, die zur Weihnachtszeit veröffentlicht wurden, aber keinen inhaltlichen Bezug hierzu widerspiegeln. Maßgeblich zur Aufnahme ist der Inhalt der Tonträger und nicht der Zeitraum der Veröffentlichung. Darüber hinaus werden auch keine Sondereditionen mit Titelerweiterungen wie „Weihnachts-Edition“ gelistet, da es sich hierbei um marketingmäßige Wiederveröffentlichungen handelt, deren Inhalt meist nichts mit Weihnachten zu tun hat.
Die Tonträger sind nach Musikalben, Liedern sowie Videoalben unterteilt. Die Tonträger finden sich absteigend nach dem Datum ihrer Erstveröffentlichung in den Tabellen wieder. Bei Liedern ist zunächst das Erscheinungsdatum der Single maßgeblich. Aufgrund von Downloads und Musikstreamings schaffen es seit den 2000er Jahren vermehrt Lieder in die Charts, die nicht als Single erschienen. Erschien ein Lied nicht als Single, ist das Erscheinungsdatum des Tonträgers auf dem das Stück erstmals zu finden war maßgeblich. Die Tabellen bieten einen Überblick über die Charterfolge (Chartplatzierung und Chartwochen) sowie nachweisliche Verkaufszahlen der Weihnachtstonträger in Deutschland. Darüber hinaus sind die Daten der Erstveröffentlichung und der erstmaligen Charteintritte enthalten. Zu den Alben sind zusätzlich die Angaben der Musiklabels und bei den Liedern die Angaben der Autoren beziehungsweise Urheber (Musik/Text) enthalten.
Zu beachten ist, dass es sich bei den „zertifizierten Verkäufe“ um eine Mindestanzahl an verkauften Tonträgern handelt. Da für die Auszeichnungen feste Verleihungsgrenzen bestehen, können die reellen Verkäufe der jeweiligen Tonträger etwas höher – also zwischen der ausgezeichneten und der nächsten Verleihungsgrenze – ausfallen. Des Weiteren wurden bis 1977 die Musikcharts in Deutschland zunächst monatlich später halbmonatlich ermittelt, zur besseren Vergleichbarkeit sind monatliche Chartausgaben mit vier und halbmonatliche Chartausgaben mit zwei Wochen in der Wertung berücksichtigt.
Für eine ausführliche Definition von Weihnachtsliedern siehe auch:
Musikcharts
Musikcharts gibt es in Deutschland seit Ende 1953 (Singlecharts), als die Jukebox aus den Vereinigten Staaten nach (West-)Deutschland kam. Die Zeitschrift Der Automatenmarkt veröffentlichte jeden Monat eine Auflistung der beliebtesten Boxen-Schlager. Ab Juli 1959 erschien die Zeitschrift Musikmarkt, die ebenfalls eine Hitliste enthielt. Diese ebenfalls monatlich erscheinenden Charts waren ausgereifter, da sie nicht nur den Musikbox-Erfolg zu Rate zogen, sondern auch den Notenverkauf, den Airplay-Einsatz sowie den Tonträger-, also damals Plattenverkauf. Den Boxencharts lief die Musikmarkt-Hitparade innerhalb kürzester Zeit den Rang ab und übernahm die Rolle des offiziellen deutschen Chart-Organs. Nachdem zunächst nur Chartlisten für Singles veröffentlicht wurden, erfolgte ab dem 15. Juli 1962 parallel die Publizierung der Albumcharts. Mit Beginn des Jahres 1965 erschien die Hitparade zweimal monatlich. 1971 stellte der Musikmarkt auf wöchentliche Erscheinungsweise um. Die Chartermittlung wurde ab September 1977 auf die Firma Media Control übertragen.
Seit 2001 werden Verkäufe verschiedener Internet-Händler in die Berechnung der deutschen Musikcharts mit einberechnet. Ab September 2004 wurden außerdem die Downloads verschiedener Internetplattformen in die Wertung der Singlecharts mit einbezogen. Seit dem 13. Juli 2007 wurden die Auswertungen auf sogenannte „Wertecharts“ umgestellt. Für die Chartplatzierung ist nicht mehr wie bisher die Anzahl verkaufter Tonträger ausschlaggebend, sondern der von einem Produkt erzielte Umsatz. 2009 erfolgte die Einberechnung von Downloads in die Albumcharts. 2013 übernahm die GfK Entertainment die Charterstellung. Nachdem Musikstreaming im gleichen Jahr seinen Durchbruch feierte, wurden diese mit der ersten Auswertung des Jahres 2014 auch in die Berechnung der Singlecharts in Deutschland einbezogen. Seit Februar 2016 werden die Streaming-Aufrufe auch bei den Albumcharts mit einberechnet.
Gold- und Platinauszeichnungen
Gold- und Platinauszeichnungen werden heutzutage in Deutschland vom Bundesverbands der Musikindustrie (BVMI) verliehen. Dieser vergibt offiziell seit 1975 Auszeichnungen für Audioprodukte sowie seit 1991 für Bildtonträger. Die betroffenen Plattenfirmen müssen die Zertifizierungen beantragen, eine automatische Vergabe der Auszeichnungen erfolgt nicht. Es erfolgten bereits vor dem Jahr 1975 Plattenauszeichnungen durch den jeweiligen Tonträgerhersteller, allerdings nicht nach einheitlichen und offiziell geprüften Kriterien.SVSC: hr-online.de, 10. Februar 2012, abgerufen am 27. April 2019. Nach einer Richtlinie vom 1. Januar 1976 wird die Anzahl der gewerteten Verkäufe nach den an den Handel verkauften Einheiten ermittelt, die der GEMA oder einer anderen Verwertungsgesellschaft der Urheber als Inlandsverkäufe gemeldet wurden. Darüber hinaus fließen bei Musikalben und Singles auch Musikstreamings mit in die Absatzstatistik ein. Es fließen jedoch nur „Premium-Streamings“ der entsprechenden Online-Musikdienste mit einem bestimmten „Umrechnungsfaktor“ ein. Bei Singles werden Premium-Streamings unabhängig vom Veröffentlichungsdatum berücksichtigt, bei Musikalben werden diese erst bei Tonträgern deren Erstveröffentlichung nach dem 1. Januar 2016 erfolgten berücksichtigt. Problematisch bei den Verleihungen des BVMI ist, dass Tonträger deren „Hochphase“ vor 1975 war, nicht mit Verkaufszahlen ausgewiesen werden.
Seit 1999 finden in unregelmäßigen Abständen Anpassungen der Verleihungsgrenzen statt. Zwischen 1999 und 2002 erfolgten zunächst, aufgrund abnehmender Verkaufszahlen, schrittweise Herabsetzungen der Verleihungsgrenzen. Im Zuge der steigenden Singleabsätze durch Downloads und der Integrierung von Premium-Musikstreamings, erfolgte 2014 erstmals eine Erhöhung der Verleihungsgrenzen.
Legende Interpret(en): gibt wieder, welche Interpreten an dem Werk beteiligt sind. Titel: gibt den Titel des Werkes wieder. Autoren: zeigt die Autoren beziehungsweise Urheber (Musik/Text) der Weihnachtslieder auf. Musiklabel: gibt an, unter welchem Musiklabel Alben und Videoalben erstmals veröffentlicht wurden. Erst-Vö: gibt an, wann das Werk erstmals veröffentlicht wurde (bei Liedern zählt zunächst das Datum der Singleveröffentlichung, dann das der Albumveröffentlichung). Einstieg: das Datum, an dem das Werk erstmals die deutschen Charts erreichte. Platzierung: gibt die Höchstplatzierung wieder, die das Werk in den deutschen Charts erreichte. Wochen: gibt die Verweildauer in den deutschen Charts wieder. Zertifizierte Verkäufe: gibt die nachweislich ausgezeichneten Verkaufszahlen sowie die erhaltenen Gold- und Platinauszeichnungen wieder.
—: die Informationen hierzu sind unbekannt oder nicht vorhanden. …: diese Tonträger befinden sich aktuell in den deutschen Charts. kursiv: die Veröffentlichungsdaten des Liedes beziehen sich nicht auf die Single, sondern auf die erstmalige Veröffentlichung auf einem Album.
Liste der kommerziell erfolgreichsten Alben Das erste Weihnachtsalbum, dass sich in den deutschen Albumcharts platzieren konnte, stammt vom österreichischen Schlagersänger Freddy Quinn. Sein Album Weihnachten auf hoher See erreichte erstmals am 15. Januar 1964 die deutschen Albumcharts. Mit Beginn der Download- und Streamingära schafften es auch alte Weihnachtsalben wie Bing Crosbys White Christmas (1945) erstmals 79 Jahre nach seinem Erscheinen in die deutschen Albumcharts, es ist damit auch das älteste Weihnachtsalbum das sich bisher in den deutschen Albumcharts platzieren konnte. Seit Einführung der deutschen Albumcharts schafften es neun Alben an die Chartspitze. Erstmals gelang dies Quinn mit seinem Weihnachten auf hoher See 1964. 16 Jahre später schaffte es mit Weihnachten mit Andrea Jürgens von Andrea Jürgens als zweites Weihnachtsalbum an die Spitze der deutschen Albumcharts 1980. Danach dauerte es 32 Jahre, bis sich 2011 Michael Bublé mit seinem Album Christmas wieder ein Weihnachtsalbum an der Chartspitze platzieren konnte. 2015 schaffte es Helene Fischers Weihnachten als viertes Album auf Position eins. Als fünftes Album erreichte Sing meinen Song – Das Weihnachtskonzert Vol. 4 von den Sing meinen Song Allstars der vierten Staffel die Chartspitze. Das sechste Album war The Christmas Present von Robbie Williams, das siebte Not So Silent Night von Sarah Connor, das achte Weihnacht von Andrea Berg und als bislang letztes Album platzierte sich Wincents Weisse Weihnachten von Wincent Weiss an der Chartspitze. Neben den neun Nummer-eins-Erfolgen schafften es insgesamt 51 Weihnachtsalben in die Top 10. Alleine drei Alben vom TV-Format Sing meinen Song erreichten die Top 10.
Bislang erreichten sieben Alben nachweislich den Status eines Millionensellers. Das erste Album, das die Grenze von einer Million überschritt, war Weihnachten mit Heintje vom niederländischen Kinderstar Heintje im Jahr 1968. Erst 13 Jahre später – im Jahr 1981 – überschritt Weihnachten mit Andrea Jürgens von Andrea Jürgens als zweites Album die Millionenmarke. Das Album Weihnachten in Familie von Frank Schöbel und Aurora Lacasa verkaufte sich alleine zwischen 1985 und 1989 über 1,6 Millionen Mal in der DDR und zählt mit inzwischen über zwei Millionen verkauften Einheiten als meistverkauftes Weihnachtsalbum in Deutschland. Die zweit meistverkauften Weihnachtsalben sind mit je 1,5 Millionen Verkäufen Weihnachten mit Heintje sowie Winterkinder … auf der Suche nach Weihnachten von Rolf Zuckowski. Darüber hinaus überschritten ebenfalls Weihnachten von Helene Fischer und dem Royal Philharmonic Orchestra, Roger Whittakers Weihnachten mit Roger Whittaker und Rolf Zuckowskis Dezemberträume die Millionen-Grenze. Neben zwei Millionensellern, schafften es acht Weihnachtsalben von Zuckowski in die deutschen Charts, zwei weitere Weihnachtsalben wurden zusätzlich mit Gold- und Platinauszeichnungen geehrt. Damit ist Zuckowski der erfolgreichste Interpret in den Albumcharts sowie mit über vier Millionen verkauften Weihnachtsalben der verkaufsstärkste Interpret bezüglich Weihnachtsalben.
Liste der kommerziell erfolgreichsten Weihnachtsalben in Deutschland