mini|hochkant=1.3|Stolperstein für Hermann Abraham Die Liste der Stolpersteine in Schwerin umfasst jene Stolpersteine, die vom Kölner Künstler Gunter Demnig in Schwerin verlegt wurden. Sie sind Opfern des Nationalsozialismus gewidmet, die vom NS-Regime drangsaliert, deportiert, ermordet, in die Emigration oder in den Suizid getrieben wurden. Demnig verlegt für jedes Opfer einen eigenen Stein, im Regelfall vor dem letzten selbst gewählten Wohnsitz.
Stolperschwelle Am 24. Mai 2022 wurde in den Gehweg an der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Sachsenberg-Lewenberg die erste Stolperschwelle in Schwerin verlegt. Die ehemalige Pflegeanstalt gehörte zu den zentralen Orten der nationalsozialistischen Medizinverbrechen auf dem heutigen Gebiet von Mecklenburg-Vorpommern; zwischen 1939 und 1945 wurden Patienten nach Schwerin verbracht und hier ermordet bzw. im Rahmen der Aktion T4 von hier in andere Tötungsanstalten verlegt und dort ermordet.Erste Stolperschwelle in SchwerinErste Stolperschwelle erinnert an die Opfer der Euthanasie an Kindern in Schwerin
Schwellex120px|center Inschrift Ort Wismarsche Straße 298e
Stolpersteine Im Jahr 1933 zählte die jüdische Gemeinde in Schwerin 151 Mitglieder, im April 1938 waren es nur noch 49. Im Rahmen der Novemberpogrome des Jahres 1938 verwüsteten und zerstörten Nationalsozialisten die verbliebenen jüdischen Geschäfte, das Kaufhaus Kychenthal am Markt, das Juweliergeschäft von Fritz Löwenthal in der Schmiedestraße, den Zigarrenladen von Gustav Perl, das Schirmgeschäft Resi in der Kaiser-Wilhelm-Straße und die Schneiderei von Josef Zoltobrodsky. Die Synagoge am Schlachtermarkt wurde zerstört und bald darauf abgerissen. In: alles-mv.de, 9. November 2013 Auf Initiative von Schülern des Gymnasiums Fridericianum wurden im Jahr 2006 die ersten 14 Stolpersteine in der Landeshauptstadt verlegt.