Dürrenhof (nürnbergisch: DäanhufD. Fastnacht: Nürnberg, S. 44. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „dęɐnhū́f“.) ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 10 der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Geographie Die Einöde lag auf freier Flur auf einer Höhe von . 0,2 km nördlich lag die Einöde Vogelsgarten an der Pegnitz, 0,3 km südöstlich die Einöde Neubleiche. An der Stelle von Dürrenhof befindet sich heute die Dürrenhofstraße.
Geschichte Der Ort wurde im Jahr 1387 als „Duͤrremhoue“ erstmals schriftlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ‚dürr‘ verweist auf einen wenig ertragreichen Boden, was sich auch in der Namensgebung von Nachbarorten (Sandbühl, Sandreuth) widerspiegelt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 42ff. 1427 erwarb die Reichsstadt Nürnberg von der Burggrafschaft Nürnberg den Dürrenhof.W. Fischer-Pache: Dürrenhof, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 229.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Dürrenhof aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Grundherr des Hofes war der Nürnberger Eigenherr von Welser.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 148.
Von 1797 bis 1808 unterstand Dürrenhof dem Justiz- und Kammeramt Wöhrd-Gostenhof. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde Dürrenhof nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238f. 1859 wurde das Anwesen beim Bau der „Ostbahn“ abgerissen.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 42.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840Einwohner 6 8 4 4HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 als Wohngebäude und 1840 als Häuser. 1 1 1 1Quelle Dort als Dürrnhof aufgelistet.
Religion Dürrenhof war seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, später nach St. Peter (Nürnberg).
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1387 Kategorie:Wüstwerdung 1859