Kressengarten (nürnbergisch: GressngadnD. Fastnacht: Nürnberg, S. 189. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „gressngadn“.) ist eine Wüstung im Statistischen Bezirk 10 der kreisfreien Stadt Nürnberg.
Geographie Die Einöde lag auf freier Flur auf einer Höhe von am linken Ufer der Pegnitz. 0,3 km östlich lag Tullnau, 0,2 km westlich Vogelsgarten, 0,2 km südwestlich Dürrenhof, 0,3 km südlich Neubleiche. An der Stelle von Kressengarten befindet sich heute die Kressengartenstraße.
Geschichte Kressengarten war ursprünglich ein Flurgebiet, das den Nürnberger Patriziern von Kreß gehörte.W. Fischer-Pache: Kressengarten, in: Stadtlexikon Nürnberg, S. 586. Um 1548 wurde es erstmals schriftlich erwähnt.D. Fastnacht: Nürnberg, S. 188.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kressengarten aus einem Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber von den brandenburg-ansbachischen Ämtern Schwabach und Schönberg bestritten wurde. Grundherr über den Garten mit Haus war der Nürnberger Eigenherr von Kreß.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 151.
Von 1797 bis 1808 unterstand Kressengarten dem Justiz- und Kammeramt Burgthann. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde der Ort dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Gleißhammer und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Gleißhammer zugeordnet. 1825 wurde Kressengarten nach Nürnberg eingemeindet.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 238f. Nach 1955 wurde das Anwesen abgebrochen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1824 1836 1840 Einwohner 6 24 10 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und 1824 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1836 als Wohngebäude und 1840 als Häuser. 1 1 1 1 Quelle
Religion Kressengarten war evangelisch-lutherisch geprägt und ursprünglich nach St. Lorenz (Nürnberg) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert war die Pfarrei St. Peter (Nürnberg) zuständig.
Literatur
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1548 Kategorie:Wüstung in Nürnberg Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert