Le Fleix (, ) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand: ) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Bergerac und zum Gemeindeverband Communauté d’agglomération Bergeracoise. Die Einwohner werden Fleixois und Fleixoises genannt.
Geografie
Le Fleix liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von Périgueux, etwa 19 Kilometer westnordwestlich von Bergerac und etwa 39 Kilometer ostsüdöstlich von Libourne im Südwesten des Départements an der Grenze zum benachbarten Département Gironde. Die Gemeinde befindet sich in der Landschaft des Bergeracois und im Landesteil des touristisch benannten Périgord pourpre. Le Fleix liegt am rechten Ufer und damit im Einzugsgebiet des Flusses Dordogne.
Nebenflüsse der Dordogne durchqueren das Gebiet der Gemeinde: der Barailler mit seinen Nebenflüssen, der Gouyne, mit ihrem Zufluss, dem Ruisseau du Cluzeau, und dem Ruisseau Vieille Gouyne, der Ruisseau du Peytavit, der in Le Fleix entspringt, die Gane, die in Le Fleix entspringt, die Charente, die in Le Fleix entspringt, die Patiole, die in Le Fleix entspringt, und die Rode.
Das Département Dordogne liegt auf der Nordplatte des Aquitanischen Beckens und grenzt im Nordosten an einen Rand des Zentralmassivs. Es weist eine große geologische Vielfalt auf. Das Gelände ist in der Tiefe in regelmäßigen Schichten angeordnet, die von der Sedimentation auf dieser alten Meeresplattform zeugen. Das Département lässt sich daher geologisch in vier Stufen unterteilen, die sich nach ihrem geologischen Alter unterscheiden. Le Fleix liegt auf der vierten Stufe von Nordosten, einem Plateau aus Kieselsandsteinablagerungen und lakrustinen Kalksteinen aus dem Tertiär. Die im Gemeindegebiet hervortretenden Schichten bestehen aus Oberflächenformationen aus dem Quartär und Sedimentgesteinen aus dem Känozoikum.
Das Relief des Gemeindegebiets weist eine bewaldete, gewellte Hügellandschaft, die nördlich und westlich der breiten Schwemmebene der Dordogne steil aufragt. Der topografisch höchste Punkt mit Höhe befindet sich im Westen in der Nähe des Lieu-dits la Pouyade in der Nähe der Grenze zur Nachbargemeinde Port-Sainte-Foy-et-Ponchapt. Der tiefste Punkt befindet sich im äußersten Südwesten mit Höhe beim Austritt der Dordogne aus dem Gemeindegebiet. Das Zentrum liegt auf etwa Höhe.
Rund 61 % der Fläche der Gemeinde werden landwirtschaftlich genutzt, rund 28 % sind bewaldet, rund 6 % entfallen auf bebaute Flächen, rund 4 % auf Binnengewässerflächen.
Le Fleix wird von folgenden vier Gemeinden umgeben:
Natürliche und technologische Risiken mini|Risikokarte zur Quellungs/Schrumpfung von Tonmineralen in Böden für Le Fleix Naturrisiken manifestieren sich in Le Fleix neben den meteorologischen Risiken (Sturm, Gewitter, Schnee, extreme Kälte, Hitzewelle) vor allem als Überschwemmungen und den mit ihnen assoziierten Schlammströmen und Hangrutschungen, besonders entlang der Dordogne Dürren Waldbrände Bodensetzungen.
Aufgrund der Schäden, die durch Überschwemmungen, Schlammlawinen und Erdrutschungen in den Jahren 1982, 1993, 1999, 2000 und 2008 verursacht wurden, wurde für die Gemeinde der Naturkatastrophenzustand ausgerufen. Im Dossier des Départements über Hauptrisiken sind vorbeugenden Maßnahmen zur Reduktion von Hochwasserschäden festgelegt. Dazu gehört u. a. die Ausweisung von Zonen, die nicht oder nur nach Genehmigung bebaut werden dürfen, die Instandhaltung des Wasserlaufs, um Hindernisse zu begrenzen, und die Schaffung von Regenrückhaltebecken.
Faux-en-Périgord ist der starken Gefahr von Waldbränden ausgesetzt. Im größten Teil des Gemeindegebiets besteht deshalb zur Vorbeugung eine rechtliche Pflicht zur Beseitigung von Gestrüpp rund um Häuser und Zufahrten und eine zeitliche und/oder räumliche Beschränkung von offenem Feuer, beispielsweise beim Verbrennen von Abfällen oder Pflanzen, beim Campen oder beim Feuerwerk. Der vom Staat erstellte Plan zur Verhütung von Waldbränden (PPRIF) definiert nicht bebaubare und vorbehaltspflichtige Bauzonen, um die Exposition von Gütern zu verringern.
Wie die Risikokarte zeigt, ist nahezu das gesamte Gemeindegebiet, die Schwemmebene der Dordogne von einer mittleren, ansonsten von einer starken Gefahr durch Bodensetzungen bei abwechselnden Dürre- und Regenperioden betroffen. Die Dürreperioden in den Jahren 1989, 1992, 1997, 2005, 2009, 2011, 2015 und 2022 sind als Naturkatastrophen der Gemeinde klassifiziert worden.
Die Erdbebengefahr ist als relativ niedrig einzustufen, am Westrand des Zentralmassivs sind recht seltene Beben der Stärke 3 auf der Richterskala bekannt. Das Gemeindegebiet ist einer geringen Radongefahr ausgesetzt und wird der Zone 1 von 3 zugeordnet.
Nördlich des Zentrums der Gemeinde befindet sich eine Fabrik zur Herstellung von pyrotechnischen Artikeln, die mit „hohem SEVESO Schwellenwert“ eingestuft wird. Als SEVESO-Betriebe gelten Betriebe, die gefährliche, giftige oder umweltschädliche Stoffe in Mengen lagern, verwenden oder produzieren, die bestimmte gesetzlich festgelegte Grenzwerte überschreiten. Die technologische Risiken aller Anlagen betreffen Explosionen, Feuer und giftigem Ausstoß.
Die Gemeinde liegt flussabwärts des Staudamms Bort-les-Orgues im Département Corrèze, einem Bauwerk der Klasse A (Höhe des Stauwehrs ≥ 20 Meter), das seit 2009 einem sog. Spezifischen Interventionsplan (PPI) unterliegt. Dieser findet Anwendung bei diesem Staudamm der Klasse A mit einem Stauseevolumen von über 15 Millionen m3. Er ist ein Notfallplan, der die Maßnahmen zur Alarmierung der Behörden und der Bevölkerung, die Organisation der Hilfsmaßnahmen und die Umsetzung von Evakuierungsplänen detailliert beschreibt. Daher ist es wahrscheinlich, dass die Gemeinde von der Hochwasserwelle betroffen sein wird, die durch den Bruch dieses Bauwerks entstünde.
Ein weiteres technologisches Risiko besteht durch den Verlauf einer Erdgasleitung im Südwesten des Gemeindegebiets. Obwohl diese Anlagen sicher sind, kann es in sehr seltenen Fällen zu einem Bruch oder einem Leck kommen. Dies könnte dann eine Umweltverschmutzung oder ein Unfallereignis (Explosion, Brand, giftige Wolke usw.) zur Folge haben.
mini|Plan von Le Fleix von 1778 Etymologie und Geschichte Der Name des Dorfes erschien im 12. Jahrhundert im Kopialbuch der Abtei Cadouin in der Schreibweise Fleys. Im 13. Jahrhundert wurde sie als Fleysch belegt, in latinisierten Formen (in) Flexo (1289) und Flexus (1364), dann als El Fleys im Jahr 1428. Der Name ist in Beziehung zu seiner geografischen Lage oberhalb einer Flussschlinge der Dordogne zu sehen. Fleix setzt das lateinische flexus fort, das die Krümmung eines Wasserlaufs oder einer Straße bezeichnet.Siehe Tanet, Hordé, Seiten 158–159
Das Gebiet der Gemeinde ist seit der Altpaläolithikum von der Epoche des Acheuléen bis zur gallorömischen Zeit besiedelt. Es wurden zwei Speerspitzen aus der Bronzezeit gefunden. Das gallische Oppidum von Malivert auf dem heutigen Gebiet von Le Fleix war eine befestigte Siedlung der Latènezeit, die durch archäologische Untersuchungen (neue Beobachtungen 2021) bekannt ist. Es diente als Handelsplatz und Verwaltungszentrum und zeugt von der keltischen Siedlungsstruktur in der Region. Am Lieu-dit la Nougarède im Westen des Gemeindegebiets ist ein Erdhügel identifiziert, der im 14. Jahrhundert in den Rôles gascons erwähnt wurde. Das Datum der Errichtung einer Erdhügelburg an dieser Stelle ist bis heute nicht geklärt. hochkant|mini|Stein des Saffarius Seit der Antike ermöglicht der Ton die Entwicklung von Töpfereien und der Herstellung von Dachziegeln und Keramiken bis zum 19. Jahrhundert. Eine religiöse Präsenz in Le Fleix geht bis in das 11. Jahrhundert und weit früher zurück. Dies belegt ein Grabstein mit dem Namen das Saffarius, Bischof von Périgueux. Ein Kloster in Le Fleix unterstand der Abtei Saint-Martial von Limoges. Le Fleix war Sitz einer Kastellanei, die die Pfarrgemeinden von Le Fleix, Monfaucon und Ponchat umfasste. Der Friede von Fleix, der im „alten“ Schloss am 26. November 1580 von François-Hercule de Valois, duc d’Alençon und Heinrich IV. geschlossen wurde, beendete den Siebten Hugenottenkrieg. Es gab mit der Reformation eine protestantische Gemeinde in Le Fleix. 1587 wurde offiziell die Ausübung dieser Religion erlaubt. Die erste protestantische Kirche wurde nach dem Widerrufs des Edikts von Nantes wahrscheinlich zerstört. Das „zweite“ Schloss wurde während der Französischen Revolution teilweise zerstört und der verbliebene Bau in eine protestantische Kirche umgewandelt.
Am 8. Juni 1944 strömten viele junge Menschen nach Le Fleix, um sich dem Widerstand anzuschließen. Am späten Nachmittag näherten sich drei Panzerfahrzeuge der Brücke über die Dordogne. Es kam zu einem Gefecht, um sie am Weiterfahren zu hindern, und drei Widerstandskämpfer fielen. Am folgenden Tag trafen erneut Panzerfahrzeuge ein, und das Dorf wurde schließlich eingenommen. Am 18. Juni rückten Panzerfahrzeuge abermals in das Gebiet vor, wurden jedoch durch Straßensperren aufgehalten. Häuser im Dorf wurden beschossen, und die meisten Einwohner flohen. Die deutsche Einheit hielt das Dorf bis zum nächsten Tag besetzt. Am 4. August 1944 wurden sechs Juden aus Sainte-Foy-la-Grande von Franzosen in deutschen Uniformen verhaftet und am folgenden Tag in Le Fleix im Wald von Souléiou ermordet.
Wappen links|mini|125x125px|Wappen der Gemeinde Le Fleix Das Wappen wurde am 20. Juni 1997 vom Gemeinderat angenommen und lässt sich folgendermaßen interpretieren. Die grüne Farbe erinnert an das Tal der Dordogne, die Hügel und die Weinberge. Die Sparren bezeichnen die Flussbiegung, die der Gemeinde den ursprünglichen Namen gaben. Die Brücken symbolisieren den Viadukt mit 30 Bögen und erinnern an die früheren Hafentätigkeiten, das Treideln und die Überfahrt.
Einwohnerentwicklung
Gemeindepartnerschaft Le Fleix unterhält seit 2016 eine Partnerschaft mit Langoat im französischen Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne.
Sehenswürdigkeiten Pfarrkirche Saint-Étienne Sie wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert errichtet und im Jahre 1852 erweitert und im neogotischen Stil umgestaltet. Die Neogotik wird durch den hohen Glockenturm aus Werksteinen über der Vorhalle unterstrichen.
Schloss von Le Fleix, in der Folge protestantische Kirche Das Schloss wurde im 16. Jahrhundert erbaut. Es war Schauplatz des Friedens von Fleix im Jahre 1580. Es besaß im Erdgeschoss elf Räume, einen Keller, einen Flur, an dessen Ende sich ein Gefängnis befand, und eine Treppe für den Zugang zu den oberen Stockwerken. Auf der ersten Etage gab es eine Galerie, die von Pilastern aus Stein getragen wurde. Am Übergang zwischen dem Wohntrakt und dem Pavillon befand sich ein viereckiger Turm, der die Kapelle barg. Die Pferdeställe führten der Mauer entlang, die das Ganze umsäumte. Ein viereckiges Gebäude mit einem kleinen Turm ist nach den Zerstörungen während der Französischen Revolution übrig geblieben, das 1805 in eine protestantische Kirche umgewandelt wurde und 1899 neu eingerichtet wurde. Die Kirche ist heute im Besitz eines Verbands und wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. Sie ist seit dem 8. Februar 1968 als Monument historique eingeschrieben.
Mittelalterlicher Erdhügel Es handelt sich entgegen früherer Behauptungen nicht um eine Grabstätte aus der Eisenzeit, das 1877 untersucht wurde, sondern um einen mittelalterlichen Erdhügel. Der Durchmesser des Hügels beträgt ca. 15 Meter, seine Höhe fünf Meter. Der Zugang befindet sich momentan auf einem Privatgrundstück.
Weitere Sehenswürdigkeiten Befestigung, Mauer der heute verschwundenen Burg, deren Zeitpunkt der Errichtung unbekannt ist Haus, genannt von Caterina de’ Medici. Seine Nordfassade hat den Baustil des 16. Jahrhunderts bewahrt Ehemaliger Pachthof des Schlosses, vermutlich aus dem 17. Jahrhundert Ehemalige Wassermühle des Seigneurs vermutlich aus dem 17. Jahrhundert, heute privater Wohnsitz