Oskar Widman (* 2. Januar 1852 in Uppsala; † 26. August 1930) war ein schwedischer Chemiker und Hochschullehrer. Leben Widman studierte Chemie in Uppsala, wurde 1877 an der philosophischen Fakultät der Universität Uppsala promoviert und arbeitete von 1879 bis 1880 bei Adolf von Baeyer in München. 1885 wurde er Professor für analytische Chemie an der Universität Uppsala, von 1905 bis 1917 als Ordinarius. Von 1910 bis 1916 war Widman Vizerektor der Universität. Widman war Mitglied des Nobelkomitees der Königlichen Schwedischen Akademie für das Fachgebiet Chemie von 1900 bis 1928.Nobelkomitee für Chemie, abgerufen am 18. November 2018. 1888 wurden von Oskar Widman Regeln zur Nomenklatur von heterocyclischen Verbindungen aufgestellt.O. Widman: Zur Nomenclatur der Verbindungen, welche Stickstoffkerne enthalten. In: Journal für Praktische Chemie, 1888, 38, 1, S. 185–201, . Kurz davor hatte sich bereits Arthur Hantzsch unabhängig davon mit diesem Thema befasst.A. Hantzsch, J. H. Weber: Ueber Verbindungen des Thiazols (Pyridins der Thiophenreihe). In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, 1887, 20, 2, S. 3118–3132, . Aus diesen Arbeiten resultierte das noch heute gebräuchliche Hantzsch-Widman-System zur Benennung von Heterocyclen, das seit 1957 auch Teil der IUPAC-Nomenklatur ist.Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit waren aromatische Verbindungen, wie z. B. die UsninsäureOskar Widman: Zur Kenntniss der Usninsäure. In: Justus Liebig's Annalen der Chemie. 310, 1900, S. 230, oder Isopropylbenzol-Derivate (Cymole, Thymol).Wiley Online Library – Veröffentlichungen O. Widman
1907 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften gewählt.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Chemiker (19. Jahrhundert) Kategorie:Chemiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Uppsala) Kategorie:Mitglied des Nobelkomitees für Chemie Kategorie:Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Schwede Kategorie:Geboren 1852 Kategorie:Gestorben 1930 Kategorie:Mann