400px|mini|Aires coutumières Eine Aire coutumière ist eine besondere Form einer Verwaltungseinheit in Neukaledonien, die parallel zu den sonstigen dortigen Verwaltungseinheiten existiert.

Die Einrichtung geht auf das Matignon-Abkommen von 1988 zurück und wurde 1999 gesetzlich festgelegt.

Sie dient unter anderem der Wahl der Mitglieder des Sénat coutumier, der die Rechte der Kanaken, der Ureinwohner Neukaledoniens, wahren soll. Die acht Aires coutumières sind auch zuständig für privatrechtliche Angelegenheiten in Bezug auf den besonderen Status der Kanaken, deren Sprache und deren Kultur. Sie erstrecken sich auf das Gebiet einer Gemeinde oder Gebiete oder Teilgebiete mehrerer Gemeinden und sind ihrerseits in 61 Districts coutumiers unterteilt, in denen sich 342 Tribus befinden.Portrait de votre tribu isee.nc, abgerufen am 17. Dezember 2022 (französisch)

Statistisch lebt jeder zweite Kanak in den Tribus – zur Zeit der Unterzeichnung des Matignon-Abkommens waren es noch 62 %. Die Hälfte der jungen Bevölkerung zwischen 16 und 29 Jahren geht dort weder einer Ausbildung noch einer formalen Arbeit nach und weniger als die Hälfte der Einwohner im arbeitsfähigen Alter in den Tribus sind formal beschäftigt. Jeder zweite Haushalt verfügt allerdings über ein Auto.Nouvelle-Calédonie : 5 choses à savoir sur les habitants des tribus la1ere.franceinfo.fr, 16. Dezember 2022, abgerufen am 17. Dezember 2022 (französisch)

Siehe auch: Liste der Gemeinden in Neukaledonien

Siehe auch Unabhängigkeitsreferendum in Neukaledonien 2018

Quellen Titre XII der Französischen Verfassung Accords de Matignon-Oudinot Loi organique n° 99-209 du 19 mars 1999 relative à la Nouvelle-Calédonie Les différentes aires

Einzelnachweise