Ceuașu de Câmpie alte Schreibweise Ceuașu de Cîmpie [] (veraltet Ciavașul de Câmpie oder Ceovaș; , ) ist eine Gemeinde im Kreis Mureș, in der Region Siebenbürgen in Rumänien.
Der Ort ist auch unter der ungarischen Bezeichnung Csávás bekannt.
Geographische Lage mini|links|Lage der Gemeinde Ceuașu de Câmpie im Kreis Mureș Die Gemeinde Ceuașu de Câmpie liegt im Mureș-Tal im Siebenbürgischen Becken nördlich des Kokel-Hochlands (Podișul Târnavelor) im Zentrum des Kreises Mureș. Am Bach Voiniceni – ein rechter Nebenfluss des Mureș (Mieresch) – und der Nationalstraße 15E befindet sich der Ort Ceuașu de Câmpie 12 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Târgu Mureș (Neumarkt am Mieresch) entfernt.
Geschichte Der Ort Ceuașu de Câmpie von Szekler gegründet wurde 1505 erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1660 siedelten sich hier auch viele Rumänen an. Archäologische Funde auf dem Areal des Ortes, von den Einheimischen Dâmbu Rotund (ungarisch Kerekdomb) genannt, deuten jedoch auf eine Besiedlung bis in die Latènezeit zurück.Institutul Național al Patrimoniului, abgerufen am 16. Oktober 2022 (rumänisch).
Reste einer Burg auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Herghelia (Mezőménes) wurden noch keinem Zeitalter zugeordnet. Zahlreiche archäologische Funde auf dem Gebiet des eingemeindeten Dorfes Săbed (Szabéd) wurden in unterschiedliche Zeitalter datiert, eine Besiedlung des eingemeindeten Dorfes Voiniceni (Mezőszabad) wird der Römerzeit zugeordnet. (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
Im Königreich Ungarn gehörte die Gemeinde dem Stuhlbezirk Maros felső (Ober-Maros) im Komitat Maros-Torda und anschließend dem historischen Kreis Mureș und ab 1950 dem heutigen Kreis Mureș an.
Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde Ceuașu de Câmpie entwickelte sich wie folgt: Volkszählung Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 4731 1901 2498 1 331 1920 5453 2502 2944 3 4 1941 6494 2514 3811 - 169 2002 5419 2222 2675 1 521 2011 5964 2547 2624 - 793 2021 5992 2318 2292 6 1376 Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Magyaren 1941 registriert. Die höchste Anzahl der Rumänen (2913) wurde 1966, die der Roma (693) 2021 und die der Rumäniendeutschen (21) wurde 1900 ermittelt.Varga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002 in Siebenbürgen bei kia.hu, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1,1 MB; ungarisch).
Sehenswürdigkeiten In Ceuașu de Câmpie die reformierte KircheAngaben zur reformierten Kirche in Ceuașu de Câmpie bei biserici.org, abgerufen am 6. November 2018 (rumänisch) Ende des 18. Jahrhunderts und der Holzglockenturm 1570 errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Bozed (ungarisch Bazéd) die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și Gavriil,Angaben zur Holzkirche in Bozed bei biserici.org, abgerufen am 6. November 2018 (rumänisch) 1750 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Culpiu (ungarisch Mezőkölpény) der Glockenturm der reformierten Kirche im 19. Jahrhundert errichtet und die Holzkirche Sfinții Arhangheli Mihail și GavriilAngaben zur Holzkirche in Culpiu bei biserici.org, abgerufen am 6. November 2018 (rumänisch) auch im 19. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz. Im eingemeindeten Dorf Porumbeni (ungarisch Galambod) die Holzkirche Sfântul Ioan Botezătorul, 1749 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Auf dem Areal des Dorfes Săbed das Naturschutzgebiet Pădurea Săbed, nach unterschiedlichen Angaben, 59 Hektar oder 64,69 Hektar groß.
Persönlichkeiten
Dezső Balogh (1930–1999), geboren in Ceuașu de Câmpie war Sprachwissenschaftler und Buchautor Ödön Nagy (1914–1995), in Câmpenița (ungarisch Mezőfele) begraben, war ein Geistlicher und Ethnograph und hat zahlreiche Überlieferungen der Dorfbevölkerung, deren Volksbräuche und Dorftraditionen im Zusammenhang mit kirchlichen Feiertagen festgehalten.Angaben zu Ödön Nagy bei mek.oszk.hu abgerufen am 27. September 2019 (ungarisch).
Weblinks
Ceuașu de Câmpie bei ghidulprimariilor.ro
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 1505