mini|Ganzmeilenobelisk in Blätz Der Meilenstein von Blätz steht in der Ortsmitte von Blätz (Gemeinde Burgstall) im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt.
Der Ganzmeilenobelisk befindet sich an einer Stelle, wo heute die K 1179 (Burgstaller Straße) auf die K 1180 (Breite Straße) trifft. Er wird der alten Poststraße Magdeburg–Stendal zugeordnet und gehört zu den älteren preußischen Meilensteinen, die noch vor der französischen Besetzung entstanden sind.So das Schild neben dem Stein: „Preußischer Meilenstein. Errichtet um 1800 von der alten Poststraße Magdeburg-Stendal“. Andere Angaben nennen als Zeitpunkt der Aufstellung des Steins erst die Zeit nach 1814 und ordnen die Postsäule einem altmärkischen Typ zu.Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 10: Holger Brülls, Dorothee Könemann: Ohrekreis. Teilband 2: Altkreis Wolmirstedt. fliegenkopf verlag Halle (Saale) 2001, ISBN 3-910147-71-2, Seite 44
Bereits im Jahr 1999 wurde geplant, den Stein zu sanieren.Olaf Grell: Kurzmeldungen, in: Arbeitsmaterial (1999) 39, S. 39. Dies erfolgte im Jahr 2001 aber nur oberflächlich, so dass der stark verwitterte Meilenstein aus der Zeit um 1800 nur bedingt als restauriert gelten kann.Olaf Grell: Kurzmeldungen, in: Arbeitsmaterial (2002) 43, S. 53.
Die Verbesserung der Straße von Hamburg nach Leipzig, gilt als erstes preußische Chausseeprojekt und wurde bereits im Jahr 1786 beschlossen.Hans Hummel: Preußischer Chausseebau – 200 Jahre Chaussee Magdeburg–Halle–Leipzig, in: Die Straße 26 (1986) 11, S. 344–347. Umgesetzt wurde dann aber zunächst nur die Chaussee von Magdeburg über Halle (Saale) nach Leipzig, die man 1788 begann, wohingegen die Poststraße Magdeburg–Stendal nicht zur Chaussee ausgebaut wurde. Die Umsetzung in diesem Abschnitt erfolgte erst in den Jahren von 1825 bis 1830, indem man weiter westlich die Chaussee Magdeburg–Stendal über Wolmirstedt und Dolle anlegte.Hans Hummel: Anhaltinische, kursächsische und preußische Chausseebauten zwischen 1764 und 1806, in: Die Straße 27 (1987) 7, S. 216–220.
Im Denkmalverzeichnis ist der Distanzstein als Baudenkmal mit der Erfassungsnummer 094 15938 aufgenommen worden.Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt (PDF; 9,9 MB) – Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur schriftlichen Beantwortung (der Abgeordneten Olaf Meister und Prof. Dr. Claudia Dalbert; Bündnis 90/Die Grünen) – Drucksache 6/3905 vom 19. März 2015 (KA 6/8670)
Literatur Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 10: Holger Brülls, Dorothee Könemann: Ohrekreis. Teilband 2: Altkreis Wolmirstedt. fliegenkopf verlag Halle (Saale) 2001, ISBN 3-910147-71-2, Seite 44.
Weblinks
Einzelnachweise
Blatz Kategorie:Verkehrsbauwerk im Landkreis Börde Kategorie:Kulturdenkmal in Burgstall (Landkreis Börde) Kategorie:Obelisk in Deutschland