Bania Mahamadou Say (* 12. Juni 1935 in Tillakaïna; † 21. Januar 2005 in Niamey) war ein nigrischer Autor.
Leben Bania Mahamadou Say machte eine Lehrerausbildung und studierte am Institut des hautes études d’Outre-Mer in Paris Verwaltung, Finanzen und Buchhaltung. Er arbeitete zunächst als Lehrer und wurde später Direktor des Haushaltsbüros im Finanzministerium. Say gestaltete das Kulturprogramm der Samariya maßgeblich mit. Die Samariya waren landesweite Jugendorganisationen, mit denen der von 1974 bis 1989 herrschende Oberste Militärrat den Aufbau seines Gesellschaftsmodells der „Entwicklungsgesellschaft“ vorantreiben wollte.
Say veröffentlichte 1980 seine Gedichtesammlung Algaïta, die sein größter Publikumserfolg bleiben sollte, auch wenn er als Person in späteren Jahren eine gewisse Popularität beibehielt. Er war langjähriger Präsident des nigrischen Schriftstellerverbands Association des Écrivains Nigériens (AEN). Say schrieb mehrere von alten Überlieferungen inspirierte lyrisch-philosophische Werke und gilt neben Kélétigui Mariko als der wichtigste Vertreter dieser in der Nachfolge Boubou Hamas stehenden Strömung in der nigrischen Literatur. Er versuchte sich in unterschiedlichen Gattungen und Genres. Neben lyrischen schuf er epische Werke, Jugendliteratur wie Satiren. Aus seiner Feder stammen auch ein englisch-französisches Niger-Buch des nationalen Tourismusamtes und ein Ratgeber für Parteimitglieder der Regierungspartei CDS-Rahama.
Bania Mahamadou Say starb 69-jährig an den Folgen einer Krankheit im Nationalkrankenhaus Niamey.
Werke
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert) Kategorie:Literatur (Französisch) Kategorie:Literatur (Niger) Kategorie:Kinder- und Jugendliteratur Kategorie:Lyrik Kategorie:Roman, Epik Kategorie:Satire Kategorie:Künstler (Niger) Kategorie:Nigrer Kategorie:Geboren 1935 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Mann